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Wirtschaft

SAP-Euphorie beflügelt den Markt

Ein kräftiges Plus beim Softwareanbieter SAP verhalf dem Dax auf die Sprünge. Er verteuerte sich um 52 Punkte oder 1,0 Prozent auf 5.288 Zähler.

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Die Konzernzentrale in Walldorf: SAP trotzte der schlechten Konjunktur

Auch der Neue Markt schloss am Mittwochabend (9.1.02) deutlich im Plus. Der Nemax 50 gewann 20 Punkte oder 1,6 Prozent und beendete den Handel mit einem Stand von 1.286 Punkten. Noch am Vortag waren Technologieaktien, vor allem die Papiere der Siemens-Familie, die Verlierer des Marktes.

Kursrakete SAP

Wie eine Rakete ging die Aktie des Softwareherstellers SAP nach oben. Ihr Plus von knapp 13 Prozent - oder sage und schreibe 19 Euro - zog den gesamten Dax nach oben, in dem SAP mit 6,3 Prozent gewichtet ist. Ursache für die Euphorie: Der Software-Konzern konnte im vergangenen Jahr seinen Umsatz unerwartet deutlich steigern. Nach einer ersten Analyse der Geschäftszahlen geht SAP von einem Umsatzwachstum von mehr als 16 Prozent aus. Beim Betriebsergebnis rechnet das Unternehmen mit einer Marge von ungefähr 20 Prozent. Die Börse war jedenfalls begeistert. Auch die Analysten stuften die Aktie höher ein, so beispielsweise die niederländische Investmentbank ABN Amro.

Technologietitel profitierten

Die kräftigen Zugewinne bei SAP sorgten auch bei den anderen Technologiewerten wie Siemens oder Infineon für positive Stimmung. Nur die Telekom konnte nicht davon profitieren, nachdem Gerüchte aufgekommen waren, sie werde in diesem Jahr auf Grund der hohen Schulden keine Dividende mehr zahlen. Die T-Aktie verlor daraufhin 1,8 Prozent.

Tagesverlierer Metro

Enttäuscht waren die Investoren auch von der Metro, deren Aktie mit minus 2,9 Prozent Tagesverlierer war. Der größte Handelskonzern Deutschlands konnte im vergangenen Jahr seinen Umsatz nur um 5,5 Prozent steigern. Damit lag die Metro unter ihrer eigenen Prognose. Und dies, obwohl das Unternehmen noch im Oktober die ursprüngliche Prognose für das Umsatzwachstum von sieben auf sechs Prozent gesenkt hatte. Als Grund gab der Handelskonzern das schlechte Wetter in der letzten Dezemberwoche an. Auch die Baumärkte der Praktiker-Kette hätten das Ergebnis gedrückt.

Rentenmärkte etwas leichter

Am Rentenmarkt, dem Markt der Wertpapiere, gaben die Kurse etwas nach. Der Bund-Future verlor 33 Ticks oder 0,3 Prozent auf 107,74 Punkte. Dementsprechend stellte die Bundesbank die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen etwas höher bei 4,68 Prozent fest. Am Vortag hatte sie 4,64 Prozent betragen.

Devisenkurse: Euro leicht stärker

Etwas stärker zeigte sich der Euro an den Devisenmärkten. Nach den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank entsprach ein Euro 0,8921 US-Dollar oder 0,6188 Britische Pfund. Nur gegenüber dem Yen gab der Euro etwas auf 118,05 Japanische Yen ab.

Die Dax-Kurse im Einzelnen, wie immer in Euro und ohne Gewähr:

Adidas-Salomon 84,00 +0,80
Allianz 262,98 +0,73
BASF 43,05 +0,26
Bayer 38,35 -0,25
Bay. HypoVereinsbank 35,80 +0,55
BMW 40,70 +0,10
Commerzbank 18,30 0,00
DaimlerChrysler 48,80 -0,30
Degussa 30,17 -0,32
Deutsche Bank 79,00 -0,10
Deutsche Post 16,10 -0,21
Deutsche Telekom 19,18 -0,36
E.ON 57,25 -0,10
Epcos 53,70 -0,07
Fresenius Medical Care 68,37 -0,18
Henkel 64,37 +0,17
Infineon Technologies 25,50 +0,86
Linde 47,35 -0,11
Lufthansa 16,98 +0,05
MAN 25,92 +0,18
Metro 40,40 -1,21
MLP 79,84 +1,43
Münchener Rück 301,10 +1,35
Preussag 32,41 +0,64
RWE 42,49 +0,49
SAP 167,30 +19,19
Schering 56,99 +0,34
Siemens 78,52 +1,82
ThyssenKrupp 17,41 +0,22
VW 52,80 +0,06

  • Datum 09.01.2002
  • Autorin/Autor Johannes Beck
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1gfT
  • Datum 09.01.2002
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