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Aktuell Amerika

Santos will mit der Farc verhandeln

Seit fast einem halben Jahrhundert kämpfen die linksgerichteten Farc-Rebellen gegen den kolumbianischen Staat. Mehr als 200.000 Menschen wurden dabei getötet. Nun wollen beide Seiten über einen Frieden sprechen.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos (Foto: dapd)

Juan Manuel Santos

In ihren Bemühungen um ein Ende der jahrzehntelangen Gewalt hat Kolumbiens Regierung mit der linksgerichteten Farc-Guerilla die Aufnahme von Friedensgesprächen vereinbart. Es gebe Sondierungsgespräche, sagte Präsident Juan Manuel Santos in einer kurzen Fernsehansprache in Bogota. Ziel sei es, Verhandlungen über ein Ende des jahrzehntelangen Konflikts aufzunehmen. Santos lud auch die pro-kubanische "Nationale Befreiungsarmee" (ELN) ein, sich der Friedensinitiative anzuschließen. Die Guerillas hatten nur Stunden zuvor ihre Bereitschaft zum Dialog bekanntgegeben.

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Kolumbien will Verhandlungen mit FARC-Rebellen aufnehmen

Weitere Details will Santos erst in den nächsten Tagen nennen. Doch kolumbianische Medien berichten bereits, dass die Friedensverhandlungen am 5. Oktober in der norwegischen Hauptstadt Oslo beginnen sollen. Als Vermittler wird der ehemalige kolumbianische Präsident César Gaviria genannt. Die vorangegangenen Gespräche zwischen Regierung und Farc-Rebellen hätten in Kuba stattgefunden, berichtete das kolumbianische RCN Radio.

Die "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (Farc) führen seit 1964 einen bewaffneten Kampf gegen die Regierung. Die linksgerichtete Gruppe bezeichnet sich selbst als Volksarmee zur Verteidigung der Rechte der Landarbeiter. Sie finanziert sich vor allem über Entführungen und den Verkauf von Kokain. Vor zehn Jahren startete die kolumbianische Regierung eine Militäroffensive. Elitetruppen, die von den USA ausgebildet wurden, drängen die Farc seitdem zunehmend in die Defensive.

rb/gb (afp, dapd, dpa, rtr)

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