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Aktuell Amerika

Sanders ruft zur Wahl Clintons auf

Kurz vor dem Nominierungsparteitag der Demokratischen Partei in den USA hat sich Senator Bernie Sanders an seine Anhänger gewandt. Er rief sie auf, die Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton zu unterstützen.

Bernie Sanders und Hillary Clinton beim Schulterschluss am 12. Juli in New Hamspire (Foto: AFP)

Bernie Sanders und Hillary Clinton beim demonstrativen Schulterschluss am 12. Juli in New Hamspire

In Philadelphia sagte Bernie Sanders, der innerparteiliche Ex-Rivale von Hillary Clinton, bei einer Versammlung: "Wir müssen Donald Trump schlagen. Wir müssen Hillary Clinton und Tom Kaine wählen." Sanders nannte Trump, den Kandidaten der Republikaner, zugleich einen Tyrannen und einen Demagogen. Sanders hatte sich bereits am 12. Juli erstmals hinter Clinton gestellt. Clinton hatte unlängst Kaine als Kandidat für den Posten des Vizepräsidenten vorgeschlagen.

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US-Demokraten: Noch eine E-Mail-Affäre

Kurz zuvor hatte die US-Bundespolizei FBI Ermittlungen zu dem Hackerangriff auf das E-Mail-System der Demokraten eingeleitet. Die Ermittlungen sollten "die Natur und das Ausmaß" des Cyberangriffs klären, erklärte das FBI. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte am Wochenende 20.000 E-Mails aus der Zeit von Januar 2015 bis Mai 2016 veröffentlicht. Diese brachten die Parteiführung der Demokraten in Bedrängnis, da sie darauf hindeuteten, dass Parteifunktionäre Hillary Clinton gegenüber ihrem innerparteilichen Ex-Rivalen Bernie Sanders bevorzugten.

Parteichefin zurückgetreten

Die Parteiführung soll sich im internen Vorwahlwahlkampf eigentlich neutral verhalten. Doch deuten mehrere E-Mails darauf hin, dass sie die Kampagne von Sanders zu untergraben suchte. Die Parteivorsitzende Debbie Wasserman Schultz reichte daher am Sonntag ihren Rücktritt ein.

Die Enthüllungen kamen kurz vor dem Nominierungsparteitag der Demokraten und damit zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt für Clinton. Die frühere Außenministerin soll auf dem Parteitag in Philadelphia offiziell als Präsidentschaftskandidatin nominiert werden.

Mitarbeiter Clintons äußerten den Verdacht, dass Russland hinter dem Hackerangriff stecke, um damit dem republikanischen Widersacher Donald Trump zu helfen. Der Rechtspopulist, der unter dem Slogan "Amerika zuerst" antritt, könnte von Moskau bevorzugt werden, da er das US-Engagement in der NATO in Frage stellt und auch ansonsten für eine geringere weltpolitische Rolle der USA plädiert.

kle/rb (afp, rtr, ape)

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