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Unternehmen

Samsung-Gewinn explodiert

Das Desaster mit seinem Spitzenmodell Galaxy Note 7 hat Samsung offenbar wenig anhaben können: Der Elektronik-Riese aus Südkorea hat im vergangenen Quartal seinen Gewinn mehr als verdoppelt.

In den Monaten von Oktober bis Dezember kam Samsung insgesamt auf einen Gewinn von 5,7 Milliarden Euro. Das ist der höchste Gewinn seit drei Jahren - und alle wichtigen Sparten des riesigen Konzerns trugen zu dem Gewinnsprung bei. Samsung ist weltweit Marktführer bei Mobiltelefonen, Speicherchips und Fernsehern mit Flachbildschirmen.

Auch das Debakel nach der Markteinführung des Samsung-Handys Galaxy Note 7 hat den Gewinn in der Sparte Mobiltelefone nur etwas gebremst: Das Plus hier lag bei 12 Prozent. Das Modell Galaxy S half dabei, die Einbrüche beim früheren Spitzenmodell aufzufangen. Samsung musste das Galaxy Note 7 im letzten Quartal vom Markt nehmen, nachdem mehrere Exemplare durch schadhafte Akkus Feuer gefangen hatten. Das kostete das Unternehmen abgesehen vom gigantischen Imageschaden mehrere Milliarden.

Samsung Galaxy Note 7 verkohlt explodiert (picture- alliance/AP Photo/A.Zuis )

Explodiertes Spitzenmodell: Galaxy Note 7

Chips als Gewinnbringer

Mit seiner Chip-Sparte legte Samsung einen Gewinnsprung von 77 Prozent hin. Analysten verwiesen auf die höhere Nachfrage vor allem aus China. Dort versuchen Hersteller von Mobiltelefonen durch immer stärkere Kameras und höhere Speicherleistung bei ihren Produkten die Marktführer Samsung und Apple aufzuholen. Die Chips dafür liefert aber wiederum Samsung.

"Wir gehen davon aus, dass Samsung auch in diesem Jahr dank steigender Chip-Preise auf neue Rekorde beim Gewinn kommen wird", so Greg Roh, Analyst bei HMC Investment Securities. Auch das Unternehmen selbst äußerte sich zuversichtlich zu den Aussichten für das laufende Jahr. Samsung werde auch 2017 trotz politischer Unsicherheiten beim Gewinn zulegen, hieß es in einer Mitteilung.

Südkorea Prozess Samsung Lee Jae Yong (Getty Images/AFP/J. Yeon-Je)

Samsung-Firmenerbe Lee nach einem Verhör in Seoul

Korruptionsvorwürfe

Mehrere führende Mitarbeiter von Samsung sind im Zuge eines Korruptionsskandals von den südkoreanischen Behörden vernommen worden, der designierte neue Unternehmenschef selbst gilt als Verdächtiger. Bei dem Skandal geht es um Korruptionsvorwürfe, in deren Mittelpunkt die südkoreanische Präsidentin Park steht.

Auch die Folgen der Probleme mit dem Galaxy Note 7 hat Samsung noch nicht ganz im Griff, so Marktbeobachter. Manager des Konzerns wollten sich nicht dazu äußern, wann das Nachfolgemodell des Krisenhandys auf den Markt gebracht werden soll. 

ar/iw (afp, rtr, dpa)

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