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Wirtschaft

Samsung gerät durch Apple unter Druck

Südkoreas Vorzeige-Konzern Samsung Electronics droht die Marktführerschaft im Smartphone-Geschäft an den Erzrivalen Apple zu verlieren. Die Sparte "Mobile Geräte" meldet einen Gewinneinbruch.

Auf dem hart umkämpften Smartphone-Markt macht der US-Technologiekonzern Apple seinem südkoreanischen Konkurrenten Samsung die Rolle als Weltmarktführer streitig. Apple und Samsung verkauften im vierten Quartal 2014 mit 74,5 Millionen Stück gleich viele Smartphones, wie das Marktforschungsunternehmen Strategy Analytics am Donnerstag mitteilte.

Apple verkaufte demnach in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres 23,5 Millionen Smartphones mehr als im Vorjahreszeitraum. Samsung setzte dagegen etwa zwölf Millionen Geräte weniger ab als noch ein Jahr zuvor.

Die beiden Unternehmen sicherten sich damit im vierten Quartal einen weltweiten Marktanteil von 19,6 Prozent. Auf das Gesamtjahr 2014 gerechnet hatte Samsung aber mit insgesamt 317,2 Millionen verkauften Smartphones weiter die Nase vorn.

Im abgelaufenen Quartal sei der Gewinn um 64 Prozent auf umgerechnet 1,6 Milliarden Euro eingebrochen, gab Samsung in der Nacht zu Donnerstag bekannt. Smartphone und Tablet-Verkäufe seien zurückgegangen, teilte der Konzern mit, ohne genaue Zahlen zu nennen.

Konkurrenz von zwei Seiten

Analysten weisen darauf hin, dass die Koreaner auf dem Smartphone-Markt gleich von zwei Seiten in die Zange genommen werden. Denn während im hochpreisigen Segment der Konkurrent Apple heißt, drängen am anderen Ende der Preisskala zunehmend chinesische Hersteller wie Huawei und Xiaomi auf den Markt.

Für das vergangene Jahr legte Samsung bereits endgültige Zahlen vor. Demnach rutschte der Konzerngewinn auf umgerechnet 20,3 Milliarden Euro ab von einem Rekordwert von 29,9 Milliarden Euro im Jahr 2013. Für das laufende Jahr gab das Management einen skeptischen Ausblick: "Die Unsicherheit über die globalen Geschäftsbedingungen wird 2015 wahrscheinlich weiter zunehmen wegen der wirtschaftlichen Abschwächung in der Euro-Zone und Finanzrisiken in Schwellenländern."

wen/ul (rtr, dpa, afp)