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Nachrichten

Samstag, 9. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner hat vom afghanischen Präsidenten Hamid Karsai mehr Einsatz zur Umgestaltung seines Landes verlangt. Dessen Regierung müsse stärker als bisher zeigen, dass sie das Land voranbringen wolle, forderte sie vor dem Deutschland-Besuch Karsais. Notwendig sei der Aufbau eines Verwaltungsapparats und vor allem eine stärkere Bekämpfung der Korruption, sagte Ferrero-Waldner der "Berliner Zeitung". Da seien in der Vergangenheit Fehler gemacht worden.

BERLIN: Mit einer Debatte über ihr Programm zur Bundestagswahl im September haben die Grünen ihren Bundesparteitag fortgesetzt. Zu dem Entwurf der Parteiführung gibt es mehr als 1.200 Änderungsanträge. Ziel der Grünen ist es, durch Investitionen in Klimaschutz, Bildung und Soziales eine Million neue Arbeitsplätze in den kommenden vier Jahren zu schaffen. Die Präambel des Programms hatte der Berliner Parteitag bereits am Freitag einmütig beschlossen. Darin setzen sich die Grünen für einen neuen Gesellschaftsvertrag mit den Schlüsselbegriffen Klimaschutz, Arbeit, Gerechtigkeit und Freiheit ein.

BERLIN: Das Bundesfinanzministerium kalkuliert einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Wirtschaftskrise allein in diesem Jahr mit Steuerausfällen von 48 Milliarden Euro. Die Experten von Finanzminister Peer Steinbrück erwarteten ein Steueraufkommen von 524 Milliarden Euro für den Gesamtstaat, gegenüber 572 Milliarden Euro bei der Steuerschätzung in November, berichtete das "Handelsblatt". Steinbrück hatte angesichts des für dieses Jahr erwarteten Rückgangs der Wirtschaftsleistung um real sechs Prozent bereits vor enormen Steuerausfällen gewarnt. Seiner Ansicht nach dürfte der Staat bis 2013 rund 350 Milliarden Euro weniger einnehmen als bislang geplant.

BERLIN: Für eine Aufnahme von Häftlingen aus dem US-Straflager Guantanamo in Deutschland fehlen nach Ansicht von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble bislang alle Voraussetzungen. Die Unterlagen aus Washington reichten noch in keinem einzigen Fall aus, sagte Schäuble der "Bild am Sonntag". Als Innenminister sei er für die Entscheidung zuständig und werde jeden Fall einzeln prüfen. Dabei sei maßgeblich, dass von diesen Menschen keine Gefahr ausgehe, sie nicht in den USA aufgenommen werden könnten und ihr Fall einen Bezug zu Deutschland aufweise, betonte der CDU-Politiker. - US-Präsident Barack Obama will das Gefangenenlager Guantanamo bis 2010 schließen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte sich für eine Aufnahme freigelassener Häftlinge in Deutschland stark gemacht.

AMMAN: Papst Benedikt XVI. hat die weitere Aussöhnung von Juden und Christen angemahnt. Hindernisse dafür sollten in gegenseitigem Respekt und in Zusammenarbeit überwunden werden, forderte das Oberhaupt der katholischen Kirche in Jordanien. Am zweiten Tag seiner Nahost-Reise hatte er dort den Berg Nebo besucht, von dem aus Moses der Überlieferung nach das Gelobte Land erblickte. Dabei betonte Benedikt die enge Bindung von katholischer Kirche und jüdischem Volk, die sich in den traditionellen Pilgerfahrten zu den biblischen Stätten zeige. Mit der Aufhebung der Exkommunizierung des umstrittenen Bischofs und Holocaust-Leugners Richard Williamson hatte der Papst bei Juden weltweit für Irritationen gesorgt.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama will sich weiter um neue Beziehungen zu den Muslimen bemühen und dazu bei einem Ägypten-Besuch am 4. Juni eine Grundsatzrede halten. Obama werde dort vor seiner Reise nach Deutschland und Frankreich Station machen, gab das Weiße Haus bekannt. Hingewiesen auf die Menschenrechtsverletzungen in Ägypten erklärte Obamas Sprecher, das Land verkörpere "in vielerlei Hinsicht das Herz der arabischen Welt". Der Inhalt der Rede sei wichtiger als der Ort. --- Weitere Zwischenstopps im Nahen Osten seien nicht geplant.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat die diplomatischen und wirtschaftlichen Sanktionen gegen Syrien verlängert. Zur Begründung teilte Präsident Barack Obama dem Kongress mit, die Regierung in Damaskus unterstütze den Terrorismus und unterlaufe internationale Bemühungen hinsichtlich der Stabilisierung des Irak. Gleichwohl bemüht sich die Regierung Obamas um eine Verbesserung der Beziehungen. Derzeit halten sich zwei US-Gesandte in Damaskus auf, um Chancen auszuloten. -- Die von Obamas Vorgänger George W. Bush verhängten Sanktionen müssen laut US-Gesetzen jedes Jahr überprüft werden.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat einmütig die erneute Invasion vom Sudan unterstützter Rebellen in den Osten des Tschad verurteilt. Die Rebellengruppen wurden zur Einstellung der Militäraktionen aufgefordert. An alle Konfliktparteien ging der Appell, zum Dialog zurückzukehren. Bei den anhaltenden Kämpfen sollen nach Angaben der Regierung des Tschad in den vergangenen beiden Tagen fast 250 Menschen getötet worden sein.

MOSKAU: Mit einer Militärparade ist in Russland das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 64 Jahren gefeiert worden. Präsident Dmitri Medwedew warnte in seiner Ansprache, die russische Armee sei bereit, jede Art von Aggression zurückzuschlagen. Für den Umzug, mit dem alljährlich der Sieg über Nazi-Deutschland gefeiert wird, waren 9000 Soldaten aufgeboten. Wie zu Zeiten der Sowjetunion wurden auch Panzer, Kampflugzeuge und Raketenabwehrsysteme vorgeführt. Die Absicht der USA, in Osteuropa einen Raketenschild errichten zu wollen, belastet die Beziehungen zwischen der Regierung in Moskau und den Ländern der westlichen Welt. Zusätzlich sorgt der russische Militäreinsatz in Georgien im vergangenen Sommer für zusätzlichen Konfliktstoff mit der Nato.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten freundlich und meist trocken. Im Westen und Süden zunehmend bewölkt, mit Schauern und Gewittern. Höchstwerte zwischen 14 Grad an der Nordsee und 25 Grad in Alpennähe.


Am Morgen meldeten:


Hamburg und

Berlin: 9 Grad, sonnig;

Dresden: 10 Grad, heiter;

Köln/Bonn: 7 Grad, wolkig;

Frankfurt am Main: 10 Grad, wolkig und

München: 14 Grad, wolkig.

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