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Nachrichten

Samstag, 9. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

KÖLN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für weltweite sozial- und umweltpolitische Mindeststandards ausgesprochen. Nur so könne Globalisierung gelingen, sagte Merkel auf dem Evangelischen Kirchentag in Köln. Die Standards dürften nicht beliebig nach unten geschraubt werden. An einer Diskussionsrunde mit der Kanzlerin nahm auch Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus teil. Am Nachmittag wird Bundespräsident Horst Köhler auf dem Protestantentreffen erwartet. Er will sich in Köln an einer Debatte über die Globalisierung und die Europäische Union beteiligen.

HEILIGENDAMM: Einen Tag nach Abschluss des G8-Gipfels ist der Sicherheitszaun um den Tagungsort Heiligendamm wieder geöffnet worden. Wie die Polizei mitteilte, können die beiden Zugänge seit Samstagmorgen ohne Kontrollen passiert werden. Drei Tage lang war der Zaun von G8-Kritikern belagert und von der Polizei mit Wasserwerfern verteidigt worden. - Anwälte der in Rostock festgenommenen Globalisierungsgegner erstatteten inzwischen Strafanzeige. Wegen menschenunwürdiger Unterbringung der Festgenommenen in Käfigzellen müssten die verantwortlichen Richter zur Rechenschaft gezogen werden, erklärten die Anwälte. Nach ihren Angaben wurden in provisorischen, zum Teil nur 25 Quadratmeter großen Zellen bis zu 20 Menschen festgehalten.

BERLIN: Nach den Klimaschutz-Beschlüssen des G8-Gipfels in Heiligendamm sieht Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vor allem die Europäer in der Pflicht. Um gegenüber den Schwellen- und Entwicklungsländern glaubwürdig zu sein, müsse die Europäische Union die eigenen Klimaschutzziele nun auch durchsetzen, sagte Gabriel. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuvor eine positive Bilanz des G8-Gipfels gezogen. Bei dem dreitägigen Treffen seien 'weitreichende Beschlüsse' gefasst worden, erklärte Merkel. Die Kanzlerin verwies neben den Vereinbarungen zum Klimaschutz auch auf milliardenschwere Hilfszusagen für Afrika. Heftige Kritik kam von Hilfsorganisationen und Umweltschützern. Der Gipfel habe lediglich 'unverbindliche Absichtserklärungen' zu Stande gebracht, betonten die Kritiker.

ROM: Begleitet von massiven Sicherheitsvorkehrungen ist US-Präsident George W. Bush mit Papst Benedikt XVI. zusammengetroffen. Das Oberhaupt der Katholischen Kirche empfing Bush und seine Frau Laura zu einer Privataudienz im Vatikan. Zuvor war Bush mit Staatspräsident Giorgio Napolitano zusammengekommen. Weitere Gesprächspartner sind Ministerpräsident Romano Prodi und Oppositionschef Silvio Berlusconi. Für den Nachmittag sind in Rom zwei große Demonstrationen geplant, zu denen über 100.000 Teilnehmer erwartet werden. 8.000 Polizisten sind im Einsatz.

WASHINGTON: US-Verteidigungsminister Robert Gates wechselt den Chef des Generalstabes nach nur zwei Jahren im Amt aus. General Peter Pace werde Ende September seinen Posten räumen, teilte Gates in Washington mit. Zwar habe er eine zweite Amtszeit des Generals befürwortet. Nach Konsultationen mit dem Kongress sei aber klar, dass es starke Vorbehalte gegen Pace gebe. Sein Name ist eng mit dem umstrittenen Einsatz im Irak verbunden. Als Nachfolger schlug Gates Admiral Michael Mullen vor.

BEIRUT: Nach Tagen relativer Ruhe hat die libanesische Armee wieder Stellungen militanter Islamisten im Flüchtlingslager Nahr el Bared unter Beschuss genommen. Die Streitkräfte gingen mit Panzern und schwerer Artillerie gegen die Milizionäre vor, die sich in der Siedlung nördlich von Tripoli verschanzt haben. Arabische Fernsehsender sprachen von einer Großoffensive gegen die Islamisten, denen Verbindungen zur Terror-Organisation El Kaida nachgesagt werden. Seit Ausbruch der Kämpfe vor gut drei Wochen wurden mindestens 115 Menschen getötet. Die meisten der ehemals 40.000 Bewohner haben das Flüchtlingslager inzwischen verlassen.

COLOMBO: Bei Kämpfen zwischen Regierungssoldaten und tamilischen Rebellen sind im Osten Sri Lankas mindestens 30 Rebellen und ein Soldat getötet worden. Das teilte ein Militärsprecher in Colombo mit. Bei den Kämpfen im Distrikt Batticaloa seien zudem vier Camps der 'Befreiungstiger von Eelam' überrannt worden. In der Region liefern sich beide Seiten seit Wochen heftige Artilleriegefechte.

KAIRO: In Ägypten ist ein an Vogelgrippe erkranktes Kind gestorben. Das zehnjährige Mädchen sei am Donnerstag positiv auf den auch für Menschen gefährlichen Virusstamm H5N1 getestet worden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Das Kind aus einem Dorf im Süden des Landes hatte nach Angaben seiner Eltern Kontakt zu Geflügel.

CAPE CANAVERAL: Die US-Raumfähre Atlantis ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Drei Monate später als geplant hob das Shuttle mit sieben Astronauten an Bord vom Kennedy-Raumfahrtzentrum im Bundesstaat Florida ab. Die Fähre soll bereits am Sonntag an der ISS andocken. An Bord befinden sich ein Modul zum Ausbau der Raumstation und ein weiteres Sonnensegel, mit dem die Energieversorgung der ISS verbessert werden soll. Zur Installation der Teile sind drei Weltraumspaziergänge geplant.

WASHINGTON: Eine Kette von Computerpannen hat zu erheblichen Störungen im Flugverkehr der USA geführt. Auf den drei New Yorker Flughäfen LaGuardia, John F. Kennedy und Newark waren mehrere hundert Flüge um bis zu zwei Stunden verspätet, die Fluggesellschaft American Airlines strich 50 Flüge an der Ostküste. Auslöser der Probleme war ein Absturz der Computer des Fluglotsensystems in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, wie die Luftverkehrsbehörde FAA mitteilte. Die Aufgaben dieses Systems seien dann auf einen anderen Computer in Salt Lake City umgeleitet worden, der jedoch die Mehrbelastung nicht verkraftete.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Süden örtlich kräftige Schauer und Gewitter. Nach Nordosten hin überwiegend sonnig und trocken. Höchstwerte 25 bis 32 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 26 Grad, fast wolkenlos;
Berlin: 28 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 28 Grad, fast wolkenlos;
Köln/Bonn: 21 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 27 Grad, leicht bewölkt
und München: 26 Grad, leicht bewölkt.

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