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Nachrichten

Samstag, 9. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz die strategische Bedeutung seines Landes in der Weltpolitik hervorgehoben. Die Türkei liege zwischen drei Kontinenten und Meeren und im Zentrum einer krisengeschüttelten Welt, sagte Erdogan zur Eröffnung des Treffens. Die Entwicklung seit den Anschlägen auf die USA 2001 berühre auch das Sicherheitsinteresse seines Landes. Erdogan warb abermals für einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union. Eine EU-Mitgliedschaft sei ein positives Signal für die ganze muslimische Welt, sagte er. Auf der Münchener Sicherheitskonferenz beraten 250 hochrangige Vertreter aus mehr als 50 Ländern. Ein zentrales Thema ist die Lage in Afghanistan. In der Nato gibt es Meinungsverschiedenheiten über das weitere Vorgehen dort.

TOKIO: Die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrieländer haben zum Abschluss ihres Treffens in Tokio auf Herausforderungen und Unsicherheiten für die Weltwirtschaft hingewiesen. Das Wachstum werde sich vermutlich kurzfristig verlangsamen, heißt es in einem gemeinsamen Kommunique. Eine Rezession in den USA sei voraussichtlich aber nicht zu erwarten. Mit Blick auf die Bankenkrise appellierten die Minister an die internationalen Finanzkonzerne, ihre Verluste offenzulegen und ihre Kapital zu verstärken. Mit Blick auf die Währungspolitik riefen sie China auf, eine schnellere Aufwertung des Yuan auf breiter Front zuzulassen. Auf die Kursentwicklung von Euro, Dollar oder Yen gingen die Minister nicht ein.

TOKIO: Ein russischer Kampfbomber ist für kurze Zeit in den japanischen Luftraum eingedrungen. Wie das Verteidigungsministerium in Tokio mitteilte, flog die Maschine vor der unbewohnten Insel Sofugan für etwa drei Minuten über japanischem Territorium. Die japanische Regierung legte Protest ein. Zuletzt hatte im Januar 2006 ein russisches Militär-Transportflugzeug die Lufthoheitszone vor der Küste der nördlichen Insel Hokkaido verletzt.

COLOMBO: Bei jüngsten Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen in Sri Lanka sind nach offiziellen Angaben 29 tamilische Rebellen getötet worden. Die Auseinandersetzungen fanden in der Nähe der strategisch wichtigen Ortschaft Adampan im Norden der Insel statt, die von den so genannten Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) gehalten wird. Die Rebellen kämpfen seit 1983 für einen eigenen Staat im Nordosten der Insel. Ein im Jahr 2002 geschlossenes Waffenstillstandsabkommen war Anfang des Jahres von der Regierung aufgekündigt worden.

NAIROBI: Bei den Vermittlungsbemühungen des früheren UN-Generalsekretärs Kofi Annan in Kenia hat es Fortschritte gegeben. Die Teilnehmer seien sich einig, dass eine politische Einigung mit etwas Geduld und ein wenig Glück möglich sei, sagte Annan in Nairobi. Als einen Termin nannte er die kommende Woche. Der Regierungs- und den Oppositionsparteien habe er bis Mitte Februar Zeit gegeben, die Streitfrage des Betrugs bei der Präsidentschaftswahl zu klären. Innerhalb eines Jahres sollten dann die tiefer liegenden Probleme wie die Land- und Wohlstandsverteilung angegangen werden, so Annan weiter. Spekulationen über eine Einigung auf eine Regierung der nationalen Einheit wies er als verfrüht zurück. - Bei den Unruhen nach der Wahl in Kenia am 27. Dezember sind bisher mehr als 1.000 Menschen getötet worden, etwa 350.000 wurden vertrieben.

ANKARA: Das türkische Parlament ist zusammengetreten, um in zweiter Lesung und damit endgültig über die Aufhebung des Kopftuch-Verbots an Universitäten des Landes zu entscheiden. Es wird damit gerechnet, dass der entsprechende Vorstoß der islamisch geprägten Regierungspartei AKP erneut eine klare Mehrheit findet. In der ersten Lesung hatten von den 550 Parlamentsabgeordneten 404 dafür und nur 92 dagegen gestimmt. Kommt die Aufhebung des Kopftuch-Verbots auch in zweiter Lesung durch, kann die Novelle nach Zustimmung von Staatspräsident Abdullah Gül in Kraft treten. Für Beamtinnen, Schülerinnen und Parlamentarierinnen bleibt das Tragen eines Kopftuches verboten.

BERLIN: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat dazu aufgerufen, die Brandkatastrophe von Ludwighafen zum Anlass für ein stärkeres Miteinander von Türken und Deutschen zu nehmen. Es habe viel Solidarität mit den Opfern gegeben. Dies sollten auch die türkischen Mitbürger anerkennen und mehr Gemeinsamkeiten mit den Deutschen suchen, sagte der CDU-Politiker dem RBB-Inforadio. Der CSU-Vorsitzende Erwin Huber lehnte unterdessen den Vorschlag des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan ab, in Deutschland türkische Gymnasien und Universitäten einzurichten. Das sei Gift für die Integration, so Huber. Ähnlich äußerten sich Vertreter von Union und SPD.

WIEN: Bei einem Brand in einem österreichischen Seniorenheim in der Nähe von Bregenz sind elf Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche verletzt worden. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden war das Feuer in einem der Zimmer ausgebrochen und habe sich innerhalb kürzester Zeit auf das gesamte Gebäude ausgebreitet. Die Brandursache ist unklar. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer machte sich vor Ort einen Eindruck von dem Unglück.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig und trocken. Es ist für die Jahreszeit zu mild mit Tageswerten zwischen fünf und zwölf Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 6 Grad, fast wolkenlos;

Berlin: 7 Grad, bedeckt;

Dresden: 5 Grad, nach Regen;

Köln/Bonn: 6 Grad, wolkenlos;

Frankfurt am Main: 3 Grad, heiter und

München: 1 Grad, wolkenlos.

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