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Nachrichten

Samstag, 8. September 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SYDNEY: US-Präsident George W. Bush sieht sich nach der Veröffentlichung der jüngsten Video-Botschaft von El Kaida-Chef Osama bin Laden in seiner Irak-Politik bestätigt. Der Irak sei Teil des Krieges gegen Extremisten, so Bush am Rande des APEC-Gipfels in Sydney. Das Video zeige, welche langfristigen Ziele El Kaida dort verfolge. Er kündigte an, in seiner für kommende Woche erwarteten Rede zum Irak die Veränderungen anzuführen, die die US-Politik dort bewirkt hätten. Außerdem werde er etwas zum künftigen Engagement der USA im Irak sagen. US-Geheimdienstexperten prüfen derzeit die Echtheit der Videobotschaft bin Ladens. Er ruft seine Anhänger dazu auf, ihren Kampf gegen die ausländischen Truppen im Irak zu intensivieren. Vermutlich wurde das Video erst vor kurzem aufgenommen, da bin Laden auf aktuelle Entwicklungen eingeht.

SYDNEY: Die Mitglieder des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums APEC sehen sich gemeinsam dem Klimaschutz verpflichtet. Die 21 Staaten, darunter auch die USA, Australien und China, erklärten sich grundsätzlich bereit, bis zum Jahr 2030 den Energieverbrauch im Verhältnis zur Gesamtwirtschaftsleistung um 25 Prozent zu senken. Das Ziel wurde in der so genannten Sydney-Erklärung aber nicht verbindlich festgeschrieben. Außerdem soll die Schaffung neuer Waldflächen vorangetrieben werden. Am Rande des Gipfeltreffens demonstrierten mehrere tausend Menschen weitgehend friedlich gegen die Irak-Politik der USA. Die APEC-Mitgliedstaaten repräsentieren zusammen mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung und fast die Hälfte des Welthandels.

RANGUN: In Birma sind sechs junge Gewerkschafter zu mehrjährigen Haftstrafen wegen Aufruhrs verurteilt worden. Vier von ihnen müssen für 28 Jahre ins Gefängnis, die restlichen beiden für 20 Jahre. Ihnen war vorgeworfen worden, am 1. Mai dieses Jahres ein Seminar über Arbeiterrechte im Amerikanischen Zentrum in Rangun mitorganisiert zu haben. Die Verhandlung war hinter geschlossenen Türen geführt worden; die Angeklagten hatten keine Anwälte. Derweil warten 13 Dissidenten, die vergangenen Monat ebenfalls wegen Aufruhrvorwürfen festgenommen worden waren, im Gefängnis auf ihren Prozess.

ALGIER: Aus Algerien wird der zweite Bombenanschlag innerhalb weniger Tage gemeldet. In der Stadt Dellys im Osten des Landes zündete ein Selbstmordattentäter den Sprengsatz in der Nähe einer Kaserne. Dabei sollen bis zu zwanzig Menschen getötet worden sein, die meisten davon Wachleute. Erst vor zwei Tagen waren mehr als 20 Menschen bei einem Selbstmordanschlag auf den Fahrzeugkonvoi des algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika in Batna getötet worden.

PORTO: Die Außenminister der 27 EU-Staaten beraten in der Nähe der portugiesischen Stadt Porto über eine gemeinsame Position in der Kosovo-Frage. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier rief dazu auf, alle Chancen auf eine friedliche Einigung zwischen Serben und Kosovo-Albanern zu nutzen, so eng sie auch seien. Beide Seiten haben für den 28. September direkte Gespräche vereinbart. In der EU unterstützen nicht alle Staaten eine Unabhängigkeit der noch unter UN-Verwaltung stehenden serbischen Provinz. Befürchtet werden verstärkte Abspaltungstendenzen in den eigenen Ländern, etwa in Spanien. Eine Troika aus EU, USA und Russland versucht, eine Einigung herbeizuführen zwischen der Forderung der Kosovo-Albaner nach Unabhängigkeit und der Weigerung der Serben, diese zuzugestehen.

WIEN: Am zweiten Tag seines Österreich-Besuchs hat Papst Benedikt XVI. mit mehr als 30.000 Gläubigen eine Messe im Wallfahrtsort Mariazell gefeiert. Anlass ist die 850-Jahr-Feier der Basilika, zu der jedes Jahr rund eine Million Gläubige pilgern. In seiner Predigt rief Benedikt die europäischen Länder erneut auf, kinderfreundlicher zu werden. Der Besuch von Mariazell gilt als Höhepunkt der dreitägigen Reise des Papstes. Am Sonntag wird er eine Messe im Wiener Stephansdom feiern und die nach ihm benannte Philosophisch-Theologische Hochschule im Kloster Heiligenkreuz einweihen.

MÜNCHEN: Nach dem Vogelgrippe-Verdacht in zwei Oberpfälzer Entenmastbetrieben hat dort die größte Keulungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik begonnen. In den Betrieben in den Orten Trumling und Hofing sollen nach Angaben der Behörden insgesamt 205.000 Tiere getötet werden. Die Keulung werde sich vermutlich bis in die nächste Woche hinziehen. Bei den beiden Höfen handelt es sich um Tochterunternehmen des Geflügelmastbetriebs in der Nähe von Erlangen, wo die Vogelgrippe vor zwei Wochen ausgebrochen war. Dort waren bereits 166.000 Enten getötet worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkenreich, zeitweilig leichter Regen. An den Küsten und im Südwesten kurze Aufheiterungen. Tagestemperaturen zwischen 15 und 22 Grad.

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