1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 8. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Mit radikalen Maßnahmen wollen die Euro-Länder ihre Währung vor Spekulationen retten. Dazu beschlossen sie strengere Haushaltsregeln und die Einrichtung eines europaweiten Stabilisierungs-Mechanismus. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte nach einem Krisentreffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel, trotz des gerade beschlossenen Milliarden-Kreditpakets für das hoch verschuldete Griechenland gebe es ein hohes Maß an Spekulationen gegen den Euro. Der luxemburgische Ministerpräsident und Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker sprach von einer weltweit organisierten Attacke.

LONDON: Nach der Parlamentswahl in Großbritannien haben die Konservativen und die Liberaldemokraten Sondierungsgespräche über die Bildung einer Koalition vereinbart. Die beiden Parteivorsitzenden David Cameron und Nick Clegg hätten telefoniert und sich darauf verständigt, dass Unterhändler Vorschläge für wirtschaftliche und politische Reformen ausarbeiten sollten. Ein Sprecher der Liberaldemokraten erklärte, es sollten Chancen für ein gemeinsames Regierungsprogramm ausgelotet werden. Bei der Parlamentswahl am Donnerstag sind die Konservativen zwar als stärkste Partei hervorgegangen, die Tories verfehlten aber die absolute Mehrheit im Unterhaus.

NEW ORLEANS: Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko haben Techniker einen Fortschritt erzielt. Eine 100 Tonnen schwere Kuppel aus Stahlbeton wurde über das Leck der gesunkenen Ölplattform gestülpt. Damit soll nach Angaben des britischen Betreibers BP der Öl-Austritt in 1.500 Metern Tiefe größtenteils eingedämmt werden. Seit dem Untergang der Bohrinsel Ende April strömen täglich rund 800.000 Liter Rohöl ins Meer und bedrohen die Küstengebiete am Golf von Mexiko. Ursache der Havarie war eine Explosion, die laut Unterlagen von BP durch Methangas ausgelöst worden sein soll.

MADRID: Wegen der neuen Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökul sind im Norden Spaniens mehrere Flughäfen geschlossen worden. Betroffen sind unter anderem Santiago de Compostella, Vigo, Asturias und Santander. Die Luftverschmutzung hatte in Irland bereits am Freitag zu einem vorübergehenden Stopp des Luftverkehrs geführt. Wie es heißt, ist mit einem Ende der Vulkanaktivität vorerst nicht zu rechnen. - Mitte April war fast der gesamte europäische Luftverkehr wegen der Vulkan-Asche rund eine Woche lang lahmgelegt.

BANGKOK: In der seit Wochen von Regierungsgegnern besetzten Innenstadt von Bangkok ist es erneut zu Gewalt gekommen. Dabei wurden zwei Polizisten getötet. Mindestens 13 Personen seien verletzt worden, teilten die Behörden mit. Einer der Beamte sei von einem Attentäter erschossen worden, der andere bei der Explosion von Sprengsätzen ums Leben gekommen.

WASHINGTON: Nach dem fehlgeschlagenen Anschlag auf dem New Yorker Times Square haben die USA Druck auf Pakistan ausgeübt, im Kampf gegen den Terrorismus noch besser zu kooperieren. Sollte sich in den USA je ein Anschlag ereignen, bei dem die Spur nach Pakistan führe, würde dies "sehr ernste Konsequenzen" haben, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton.

AUGSBURG: Erstmals steht in Deutschland mit Walter Mixa ein katholischer Bischof unter dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs. Die Staatsanwaltschaft leitete Vorermittlungen ein. Mixa ließ über einen Anwalt die Vorwürfe zurückweisen, er habe während seiner Amtszeit als Bischof von Eichstätt einen damals minderjährigen Jungen sexuell missbraucht. Gegen Mixa werden auch Misshandlungsvorwürfe erhoben. Der Augsburger Bischof hatte deshalb Ende April dem Papst seinen Rücktritt angeboten. Die Tageszeitung "Die Welt" meldet, der Papst werde an diesem Samstag den von Mixa angebotenen Rücktritt annehmen.

ZUM SPORT: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist mit einem überraschenden Sieg in die Heim-Weltmeisterschaft gestartet: Die Gastgeber gewannen in Gelsenkirchen gegen die USA mit 2:1 nach Verlängerung. Dabei sorgten knapp 78.000 Besucher in der Schalke-Arena für einen Zuschauer-Weltrekord bei einem Eishockey-Spiel.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist trocken bei wechselnder Bewölkung und einzelnen Aufheiterungen. Im Norden gelegentlich leichter Regen, ebenso südlich der Donau. Tageshöchstwerte zwischen zehn und 19 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: sieben Grad, dunstig;
Berlin: acht Grad, stark bewölkt;
Dresden: acht Grad, wolkig;
Köln/Bonn: sechs Grad, nach Regen;
Frankfurt am Main: fünf Grad, nach Regen;
München: neun Grad, nach Regen.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema