1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 8. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu einem Kurzbesuch in Moskau gelandet. Dort will sie zunächst den scheidenden Präsidenten Wladimir Putin und im Anschluss dessen am vergangenen Sonntag gewählten Nachfolger Dmitri Medwedew treffen. Die CDU-Politikerin will den zukünftigen Staatschef direkt auf dessen Reformankündigungen ansprechen, wie die Bundesregierung im Vorfeld ankündigte. Von russischer Seite wurde hervorgehoben, dass beide Seiten auch die Lage im Kosovo und den Atomstreit mit dem Iran erörtern werden.

FRANKFURT AM MAIN: Nach dem gescheiterten Versuch zur Bildung einer von den Linken tolerierten rot-grünen Minderheitsregierung in Hessen ist die SPD-Spitze zu Beratungen zusammengekommen. Die Lage sei schwierig, aber nicht hoffnungslos, sagte Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti vor Beginn der gemeinsamen Sitzung von Landesvorstand, Landtagsfraktion und Parteirat in Frankfurt am Main. Ypsilanti hatte am Freitag bekanntgegeben, dass sie bei der Ministerpräsidenten-Wahl am 5. April nicht antreten werde, weil sie nicht für eine parlamentarische Mehrheit garantieren könne. Grund dafür ist, dass die SPD-Abgeordnete Dagmar Metzger ihr wegen der Zusammenarbeit mit den Linken die Stimme verweigern will. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil erklärte unterdessen, er halte eine große Koalition in Hessen für denkbar.

BERLIN: Die Bahn hat angekündigt, am Wochenende den Bahngewerkschaften einen neuen Vorschlag zu unterbreiten, um die für Montag angekündigten Streiks zu vermeiden. Die GDL will den Personen- und Güterverkehr bestreiken. Über Inhalte des Angebots machte Bahnvorstand Margret Suckale keine Angaben. Ungeachtet der Gesprächsbemühungen hat die Bahn beim Arbeitsgericht Frankfurt ein Streikverbot beantragt.

SANTO DOMINGO: Die Präsidenten Kolumbiens, Ecuadors und Venezuelas, Alvaro Uribe, Rafael Correa und Hugo Chavez, haben den Konflikt um die linksgerichteten FARC-Rebellen für beendet erklärt. Zum Abschluss des Gipfeltreffens der lateinamerikanischen Rio-Gruppe in der Dominikanischen Republik gaben sie sich demonstrativ vor Journalisten die Hand. In der Abschlusserklärung des Gipfels wird darauf verwiesen, Uribe habe sich für die kolumbianische Kommando-Aktion gegen FARC-Kämpfer auf ecuadorianischem Territorium entschuldigt. Ein solcher Vorfall werde sich nicht wiederholten, betonte er. Bei dem Angriff am vorigen Samstag waren mehrere kolumbianische Guerilleros, darunter ein Anführer, getötet worden. Ecuador, Venezuela und Nicaragua wollen auch die wegen der Krise zu Kolumbien abgebrochenen diplomatischen Beziehungen wieder aufnehmen.

KUALA LUMPUR: In Malaysia ist ein neues Parlament gewählt worden. Knapp die Hälfte der 26 Millionen Einwohner des südostasiatischen Landes war aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Regierungskoalition Barisan Nasional von Ministerpräsident Abdullah Ahmad Badawi dürfte die Wahl gewinnen. Allerdings wird erwartet, dass das Regierungslager nicht mehr wie bislang auf 90 Prozent der insgesamt 222 Abgeordnetenmandate kommt, sondern etwas verliert. Sollte seine Mehrheit zu deutlich schrumpfen, könnte die Zukunft von Abdullah als Regierungschef infrage gestellt werden. Das Ergebnis liegt wahrscheinlich erst am Sonntag vor. Regulär wäre die nächste Parlamentswahl erst im Mai fällig gewesen. Abdullah hatte den Termin aber vorgezogen, weil er nicht damit rechnete, dass sich die Wählerstimmung zu seinen Gunsten änderte. Viele Menschen in Malaysia sind wegen steigender Lebenshaltungskosten unzufrieden, zudem wachsen die Spannungen zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen.

RANGUN: Die Militärjunta in Birma hat einen Aufruf der Vereinten Nationen zu politischen Reformen abgelehnt. Informationsminister Kyaw Hsan hat nach Berichten der staatlichen Medien bei einem Treffen mit dem UN- Sondergesandten für Birma, Ibrahim Gambari, erklärt, ein bereits erarbeiteter Verfassungsentwurf werde nicht geändert. Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass mit Ausländern verheiratete Bürger bei Wahlen nicht antreten dürfen. Damit wäre Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi von den für 2010 geplanten Wahlen ausgeschlossen, da ihr verstorbener Mann Brite war. Über die Verfassung soll im Mai in einem Referendum abgestimmt werden. Gambari war am Donnerstag zu seinem dritten Besuch seit der blutigen Niederschlagung der Proteste im vergangenen September in Birma eingetroffen, um die Junta zu einem politischen Dialog mit der unter Hausarrest stehenden Friedensnobelpreisträgerin zu bewegen.

BANGKOK: Ein Gericht in Thailand hat die Verlegung des russischen Waffenhändlers Viktor Bout in ein Hochsicherheitsgefängnis angeordnet. Der 41-Jährige muss im Gefängnis Klong Prem in Bangkok auf seinen Prozess in Thailand warten. Bout soll unter anderem die Taliban-Milizen in Afghanistan, das Terrornetzwerk El Kaida, marxistische Rebellen in Südamerika und den früheren liberianischen Präsidenten Charles Taylor mit Waffen versorgt haben. Die USA und Russland fordern seine Auslieferung. Bout war am Donnerstag in Bangkok festgenommen worden.

BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat Kenia nach der Einigung von Regierung und Opposition auf eine Teilung der Macht die Unterstützung Deutschland versichert. Er hoffe, dass sich die Lage in dem ostafrikanischen Land jetzt nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich wieder stabilisiere, sagte Steinmeier weiter nach einem Gespräch mit dem kenianischen Vize-Premier Stephen Kalonzo Musyoka und Außenminister Moses Wetangula in Berlin. Der Außenminister betonte, ohne die Bemühungen der Afrikanischen Union und des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan wäre die Verständigung nicht möglich gewesen. Oppositionsführer Raila Odinga soll im künftigen Kabinett Kenias das Amt des Regierungschefs übernehmen.

PARIS: Im Streit über den Bau der Waldschlößchenbrücke durch das Elbtal bei Dresden hat sich die UNESCO offiziell für eine Tunnellösung ausgesprochen. Ein Tunnel werde geringere Auswirkungen auf die Landschaft haben als die Brücke, hieß es in einer in Paris verbreiteten Erklärung der UN-Kulturorganisation. Diese Empfehlung werde nun den deutschen Behörden und den Mitgliedern des Weltkulturerbekomitees zugeleitet. Dieses Gremium hatte 2007 dem Dresdner Elbtal mit dem Verlust des Weltkulturerbe-Titels gedroht, sollte es zu einem Brückenbau kommen. Das Komitee will das Projekt der Elbquerung auf seiner nächsten Tagung im Juli erneut behandeln. Die Bauarbeiten für die Waldschlößchenbrücke haben bereits im November begonnen.

ZUM FUSSBALL: Im Freitagsspiel der ersten Bundesliga trennten sich Borussia Dortmund und Hertha BSC 1 : 1 unentschieden. Das Tor für Dortmund erzielte Nationalspieler Sebastian Kehl, für Berlin war Marko Pantelic erfolgreich.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist bewölkt mit etwas Regen, nach Nordwesten hin auch aufgelockert mit sonnigen Abschnitten. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen sechs und zwölf Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg und

Köln/Bonn: 5 Grad, leicht bewölkt;

Berlin: 7 Grad, etwas Regen;

Dresden: 3 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 6 Grad, stark bewölkt und

München: 2 Grad, etwas Schnee.

Audio und Video zum Thema