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Nachrichten

Samstag, 8. Juli 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

GAZA: Die israelische Armee ist nach palästinensischen Angaben in der Nacht zum Samstag mit hunderten Soldaten in Gaza-Stadt eingerückt. Unterstützt würden sie von Panzerfahrzeugen und Hubschraubern, berichten Augenzeugen. Bei Gefechten nahe Karni seien zwei Palästinenser getötet worden. UN-Generalsekretär Kofi Annan appellierte an beide Konfliktparteien, jetzt einzulenken und eine Katastrophe zu vermeiden. Israel müsse seine unverhältnismäßige Militärgewalt sofort stoppen; die Palästinenser sollten ihrerseits aufhören, israelisches Gebiet mit Raketen zu beschießen und den entführten israelischen Soldaten freilassen, hieß es in einer beim Berlin-Besuch Annans herausgegebenen Erklärung.

NEW YORK: Japan hat im Weltsicherheitsrat einen Resolutionsentwurf vorgelegt, der wirtschaftliche Sanktionen gegen Nordkorea vorsieht. Anlass ist die jüngste Raketentestserie des kommunistischen Staates. Die USA, Großbritannien und Frankreich unterstützten die Vorlage, China und Russland lehnen Strafmaßnahmen hingegen ab. Japans Außenminister Taro Aso bekräftigte in Osaka, dass seine Regierung in der Frage von Sanktionen gegen Pjöngjang keine Kompromisse machen werde. In einer Erklärung des stellvertretenden UN-Botschafters Nordkoreas, Han Song Ryol, heißt es, die Regierung in Pjöngjang würde internationale Sanktionen als 'Kriegsakt' begreifen.

WARSCHAU: Polen steht vor einem Wechsel an der Regierungsspitze. Ministerpräsident Kazimierz Marcinkiewicz kündigte der Parteiführung der nationalkonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit seinen Rücktritt an. Als Nachfolger wurde bereits Parteichef Jaroslaw Kaczynski nominiert, der Zwillingsbruder des Staatspräsidenten. In den polnischen Medien war zuvor über erhebliche Spannungen zwischen dem als gemäßigt geltenden Marcinkiewicz und Kaczynski berichtet worden. Ein Treffen Marcinkiewiczs mit einem Oppositionsführer habe zur endgültigen Zerrüttung zwischem dem Ministerpräsidenten und dem Chef der Regierungspartei geführt, hieß es.

KABUL: Bei neuerlichen Kämpfen in Afghanistan sind sechs Kämpfer der Taliban getötet worden. Eine Sprecherin der US-Armee sagte, außerdem seien mehrere Soldaten der Koalitionstruppen verletzt worden. Die Gefechte hätten sich in der Provinz Kandahar im Süden des Landes ereignet und hielten zum Teil noch an. US-Truppen hatten in den vergangenen Wochen zahlreiche Offensiven gegen Taliban-Anhänger gestartet, nachdem es nach langer Zeit relativer Ruhe wieder verstärkt zu Anschlägen der Extremisten gekommen war.

MEXIKO-STADT: Nach Einschätzung von Beobachtern der Europäischen Union ist es bei der Präsidentenwahl in Mexiko nicht zu größeren Unregelmäßigkeiten gekommen. Der Chef des EU-Wahlbeobachterteams, Ignacio Salafranca, sagte, man habe keine Vorfälle feststellen können, die die Ergebnisse beeinträchtigen würden. In Mexiko-Stadt wollen Anhänger des bei der Präsidentenwahl unterlegenen Kandidaten der Linken, Andrés Manuel López Obrador, an diesem Samstag wegen angeblichen Wahlbetrugs demonstrieren. Eine Neuauszählung der Stimmen hatte zuvor den hauchdünnen Vorsprung des konservativen Kandidaten Felipe Calderón bestätigt.

BERLIN: Im Streit um das iranische Atomprogramm hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nochmals an die Führung in Teheran appelliert, das Verhandlungsangebot der fünf UN-Veto-Mächte und Deutschlands nicht auszuschlagen. Es liege jetzt am Iran, sich zwischen der Rückkehr zum Verhandlungstisch oder einer zunehmenden internationalen Isolation zu entscheiden, sagte Steinmeier dem Magazin 'Focus'. Voraussetzung zur Beendigung des Streits sei nach wie vor, dass der Iran die Arbeiten zur Anreicherung atomwaffenfähigen Urans aussetze. Am Freitag hatte der iranische Chefunterhändler Ali Laridschani dem Zeitplan des Westens zur Beilegung des Atomstreits eine Absage erteilt.

DÜSSELDORF: Die Tarifverhandlungen für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern gehen am Vormittag in eine neue Runde. In der Nacht zum Samstag waren die Gespräche in Düsseldorf vertagt worden. Die Gewekschaft 'Marburger Bund' und die Vereinigung kommunaler Arbeitgeber hatten sich auch nach über zwölf Stunden nicht einigen können. Zugleich bekräftigten beide Seiten ihren Willen, zügig und konstruktiv weiter zu verhandeln. Der 'Marburger Bund' fordert für die rund 70.000 Mediziner an den bundesweit 700 kommunalen Kliniken deutlich höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen.

ZUR FUSSBALL-WELTMEISTERSCHAFT: Südafrika hat sich in Berlin als Gastgeber der nächsten WM präsentiert. 2010 werde dem gesamten afrikanischen Kontinent Selbstbewusstsein geben, so wie 1954 der WM- Sieg den Deutschen in der Nachkriegszeit,sagte Präsident Thabo Mbeki bei der Vorstellung des WM-Logos. Südafrika werde sein Versprechen halten und die erfolgreichste Weltmeisterschaft organisieren. FIFA- Präsident Joseph Blatter äußerte die Erwartung, dass die WM auch zur Bewältigung gesellschaftlicher Probleme in Südafrika beitragen könne. UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte bei der Zeremonie, auch wenn Deutschland nicht im Finale stehe, habe es doch schon gewonnen, denn es habe "die beste WM aller Zeiten ausgerichtet und die Nation in dieser Anstrengung vereint". -- Im Spiel um Platz 3 in Stuttgart trifft an diesem Samstag Deutschland auf Portugal.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend wolkig, vor allem im Osten und Süden Schauer. Im Westen teils heiter. Höchstwerte 22 bis 27 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 18 Grad, wolkig; Berlin: 19 Grad, Gewitter; Dresden: 20 Grad, bewölkt; Köln/Bonn: 18 Grad, stark bewölkt; Frankfurt am Main: 19 Grad, dunstig und München: 17 Grad, bedeckt.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 08.07.2006
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  • Datum 08.07.2006
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