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Nachrichten

Samstag, 8. Dezember 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LISSABON: Bundeskanzlerin Angela Merkel will beim EU-Afrika-Gipfel auf eine gute Regierungsführung der afrikanischen Staaten dringen. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Hilfe der Europäer bei den Menschen in Afrika ankomme und die internationale Gemeinschaft ihre Milleniumsziele in der Armutsbekämpfung erreiche, sagte sie in Lissabon vor dem Treffen von 73 Staats- und Regierungschefs der beiden Kontinente. --- Beim ersten EU-Afrika-Gipfel seit sieben Jahren steht in der portugiesischen Hauptstadt neben Handelsfragen, Energie- und Sicherheitspolitik auch das Thema Menschenrechte auf der Tagesordnung. Menschenrechtsorganisationen haben die EU aufgefordert, die umstrittenen Präsidenten Robert Mugabe aus Simbabwe und Omar Hassan al-Baschir aus dem Sudan zur Rede zu stellen.

NEW YORK: Die so genannte Kosovo-Troika hat ihren Bericht über ihre Vermittlungsbemühungen zwischen Serbien und den Kovoso-Albanern an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon übergeben. In dem Papier der Gesandten der Europäischen Union, der USA und Russlands heißt es, es sei nicht gelungen, eine einvernehmliche Lösung über den künftigen Status der serbischen Provinz herbeizuführen. Die Kosovo-Albaner fordern die Unabhängigkeit, Serbien ist nur bereit, eine weitreichende Autonomie zuzugestehen. Eine Sprecherin Bans teilte mit, der UN-Sicherheitsrat werde sich am 19. Dezember mit der Kosovo-Frage beschäftigen. - US-Außenministerin Condoleezza Rice lehnte den Vorschlag Russlands ab, weitere Verhandlungen zu führen. Die Zeit für Gespräche sei vorbei. Man dürfe die Realität auf dem Balkan nicht ignorieren, so Rice.

KANDAHAR: Die US-geführten Koalitionstruppen im Süden Afghanistans haben Erfolge bei ihrem Vorstoß gegen die von Taliban kontrollierte Stadt Musa Qala gemeldet. Bei Luftangriffen seien mehrere islamistische Rebellen getötet worden, darunter auch ein Kommandeur, hieß es in einem Bericht des Militärs. Augenzeugen berichteten aber auch von zivilen Opfern. Ausländische und afghanische Einheiten sollen die strategisch wichtige Stadt in der Provinz Helmand inzwischen eingeschlossen haben, die seit zehn Monaten in der Hand der Taliban ist. Etwa 2.000 Kämpfer sollen sich dort verschanzt haben.

COLOMBO: Angesichts eskalierender Gewalt auf Sri Lanka haben internationale Menschenrechtsorganisationen noch einmal an die Vereinten Nationen appelliert, eine Beobachtermission dorthin zu entsenden. Bei jüngsten Kämpfen in der Region Mannar im Norden des Inselstaates sollen nach Regierungsangaben 24 tamilische Aufständische getötet worden sein. "Amnesty International" und "Human Rights Watch" berichteten den UN-Gremien von einer sich rasch verschlechternden, dramatischen Situation. Allein in den letzten beiden Novemberwochen seien auf Sri Lanka mehr als 50 Zivilisten getötet worden.

JAKARTA: Auf der UN-Klimakonferenz auf der indonesischen Insel Bali hat die Volksrepublik China bekräftigt, dass sie die Festlegung verbindlicher Emissionsziele ablehnt. Solche Begrenzungen für den Ausstoß von Treibhausgasen seien für Entwicklungsländer unfair, erklärte die chinesische Delegation. - Weltweit wollen an diesem Samstag aus Anlass des Weltklimatages Menschen mit Protesten und symbolträchtigen Aktionen für mehr Klimaschutz werben. In Deutschland ist für den Abend zu einer fünfminütigen Aktion 'Licht aus' aufgerufen.

BERLIN: Die Diskussion um die vielfach als zu hoch angesehenen Gehälter von Managern in Unternehmen hält an. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos wandte sich gegen Forderungen, Obergrenzen für die Bezahlung von Führungskräften einzuführen. Er sei gegen staatliche Gängelung, sagte der CSU-Politiker. Stattdessen wünsche er sich von den Managern Fingerspitzengefühl und Verantwortungsbewusstsein. SPD-Chef Kurt Beck sagte, seine Partei prüfe, ob hohe Abfindungen für Manager gesetzlich unterbunden werden könnten. Er könne den Zorn der Bürger verstehen, wenn Manager selbst nach Riesenpleiten noch Millionen-Abfindungen erhielten, so Beck.

BERLIN: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die umfassende Prüfung einer Studie angekündigt, wonach das Risiko für Kinder, an Leukämie zu erkranken, zunimmt, je näher ihr Wohnort an einem Kernkraftwerk liegt. Erst dann werde sein Ministerium über weitere Schritte entscheiden, erklärte der für die Atomaufsicht zuständige SPD-Politiker. Die im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz erstellte Untersuchung war zu dem Schluss gekommen, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren mit der Nähe zu einem der 16 Reaktorstandorte zunehme. Gabriel sagte, dies könne nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand nicht mit der Strahlenbelastung aus einem Atomkraftwerk erklärt werden.

BOGOTA: Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe hat den linksgerichteten FARC-Rebellen direkte Gespräche mit Regierungsvertretern angeboten. Um diese Gespräche zu ermöglichen, will Uribe in einem weitgehend unbewohnten Gebiet eine entmilitarisierte Zone einrichten. In dieser sollen sich dann die Unterhändler der Regierung und der Rebellen unbewaffnet treffen, wie der Präsident in Bogota mitteilte. Ziel ist die Freilassung von Geiseln, die von den so genannten 'Revolutionären Streitkräften Kolumbiens' zum Teil schon seit Jahren festgehalten werden. Unter ihnen befindet sich auch die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt.

SEOUL: Einen Tag nach dem Tankerunglück vor Südkorea hat ein Großteil des ausgelaufenen Öls die Westküste erreicht. Hunderte Soldaten, Polizisten und Anwohner versuchten, die Ölklumpen mit Eimern abzuschöpfen. Einige der beliebtesten Strände wurden verschmutzt, zahlreiche Zuchtbetriebe für Meerestiere sind bedroht. Die Regierung zeigte sich zuversichtlich, eine Katastrophe verhindern zu können. Bei der Havarie trat doppelt soviel Öl aus wie bei der bislang schwersten Ölpest in Südkorea vor zwölf Jahren.

CAPE CANAVERAL: Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat den Start der Raumfähre 'Atlantis' zu dritten Mal verschoben. Das Space Shuttle mit dem europäischen Weltraumlabor 'Columbus' an Bord werde frühestens am Sonntag zur Internationalen Raumstation ISS starten, teilte die NASA mit. Grund für die Verzögerung seien Probleme mit den Sensoren des Treibstofftanks. Zur Besatzung der 'Atlantis' gehört auch der deutsche Astronaut Hans Schlegel.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte und im Süden stark bewölkt und gebietsweise Regen. Nach Norden hin neben Wolken auch etwas Sonnenschein. Temperaturen drei bis neun Grad Celsius.

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