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Nachrichten

Samstag, 8. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JAKARTA: Einer der meistgesuchten Terroristen Südostasiens, der Islamist Noordin Mohammed Top, ist nach Medienberichten bei einem Feuergefecht mit indonesischen Sicherheitskräften in Zentral-Java getötet worden. Wie der indonesische Fernsehsender Channel One unter Berufung auf Polizeikreise meldet, wurde die Leiche Noordins in einem Haus im Bezirk Temanggung gefunden, in dem er sich mit Gesinnungsgenossen verschanzt hatte. Mehr als 100 Polizisten einer Anti-Terror-Einheit hatten das Haus gestürmt. Eine offizielle Bestätigung für den Tod Noordins gibt es bislang jedoch nicht.--Noordin gilt als Drahtzieher mehrerer Terroranschläge auf Luxushotels und auch auf die australische Botschaft in Jakarta.

TEHERAN: Der Massenprozess der iranischen Justiz gegen Oppositionelle und Demonstranten ist nach einwöchiger Unterbrechung fortgesetzt worden. Den Angeklagten, die die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad für manipuliert halten, wird das Schüren von Aufständen vorgeworfen sowie der Versuch, das herrschende islamische System zu stürzen. Betroffen von dem Verfahren sind etwa 100 Reformpolitiker und Regierungsgegner. Unter ihnen ist auch eine französische Studentin.-- Der frühere iranische Staatschef Mohammad Chatami hat das Verfahren scharf kritisiert. Viele Geständnisse sollen Angehörigen zufolge unter Folter erzwungen worden sein.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama sieht ermutigende Zeichen für einen Aufwärtstrend in der Wirtschaft. Die überraschend leicht zurückgegangene Arbeitslosenquote und andere Wirtschaftsdaten zeigten, dass das Schlimmste hinter den USA liegen könnte, sagte Obama. Es gebe aber noch viel zu tun. Von einer wahren Erholung könne erst dann die Rede sein, wenn keine Jobs mehr gestrichen würden. Zugleich sah Obama in den Wirtschaftsdaten eine Bestätigung seines in die Kritik geratenen Konjunkturprogramms in Höhe von 787 Milliarden US-Dollar. Dieses habe die US-Wirtschaft vor der Katastrophe und das Finanzsystem vor dem Abgrund bewahrt, so der Präsident.

DETROIT: In Vorbereitung eines möglichen Börsengangs im kommenden Jahr will der neu durchstartende Opel-Mutterkonzern General Motors 3,5 Milliarden Aktien bereitstellen. Dies gab GM in einem Schreiben an die Börsenaufsicht bekannt. Mit dem Verkauf der Aktien soll ein Teil der Schulden an die US-Regierung und an weitere Gläubiger zurückgezahlt werden. Nach milliardenschweren Hilfen der US-Regierung hält diese nun die Mehrheit am größten US-Autobauer.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama sieht kein schnelles Ende der politischen Krise im mittelamerikanischen Honduras. Er unterstütze zwar weiterhin die Forderung nach Wiedereinsetzung des im Juni durch einen Putsch gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya. Die USA würden jedoch keine Alleingänge unternehmen. Obama hatte zuvor Militärhilfen an Honduras in Höhe von 16,45 Millionen Dollar gestoppt und honduranischen Regierungsmitgliedern die Visen entzogen. Die Übergangsregierung in Tegucigalpa bekräftigte unterdessen ihren Standpunkt, Zelaya nicht wieder ins Land zu lassen. Daran werde auch der für kommenden Dienstag geplante Besuch einer Delegation der Organisation Amerikanischer Staaten in Honduras nichts ändern, sagte Übergangspräsident Roberto Micheletti.

CARACAS: Im Streit über die geplante Ausweitung der US-Militärpräsenz in Kolumbien hat Venezuela überraschend seinen Botschafter wieder in das Nachbarland zurückgeschickt. Präsident Hugo Chavez hatte den Botschafter Ende Juli abgezogen und die Beziehungen zu Kolumbien auf Eis gelegt. Der Linksnationalist Chavez wirft den USA vor, sie wollten mit einer Aufstockung ihrer Truppen in Kolumbien den Einfluss in der gesamten Region ausweiten.--In Kolumbien sind derzeit 300 US-Soldaten stationiert, künftig sollen es 800 sein. Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe will auch mit ihrer Hilfe den Drogenhandel bekämpfen.

BAGDAD: Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in Mossul im Norden des Iraks sind mindestens 38 Menschen getötet worden. 140 weitere Personen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Attentäter habe sich mit einem Auto in die Luft gesprengt, als die Gläubigen nach dem Freitagsgebet die Moschee verließen. Mossul gilt als Hochburg der Sunniten. Bei zwei Bombenattentaten im Bagdader Schiiten-Vorort Sadr City starben mindestens zwölf Menschen fast 60 weitere wurden verletzt. Beobachter befürchten, dass die Attentate die Kämpfe zwischen Schiiten und Sunniten aus den Jahren 2006-2007 wieder aufflammen lassen könnten.

BETHLEHEM: Mit der Wahl einer neuen Führung wird der Parteitag der Palästinenserorganisation Fatah fortgesetzt. Für die 18 zur Wahl stehenden Sitze des 21-köpfigen Zentralkomitees bewerben sich mindestens 85 Kandidaten. Rund 500 Bewerber kandidieren für 70 wählbare Sitze im 120 Mitglieder umfassenden Revolutionsrat. Die restlichen Mitglieder werden von den Gremien selbst bestimmt. Am Freitag hatte der Parteitag beschlossen, dass die 400 nicht anwesenden Delegierten aus dem Gazastreifen per Mobiltelefon abstimmen können. Die im Gazastreifen herrschende rivalisierende Hamas hatte ihnen die Ausreise verweigert.

BERLIN: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hat Forderungen des neuen NATO-Generalsekretärs Anders Fogh Rasmussen nach einem stärkeren deutschen Engagement in Afghanistan zurückgewiesen. Der "Bild am Sonntag" sagte Jung, es gebe keinen Grund noch mehr Geld oder Truppen zur Verfügung zu stellen. Deutschland habe sein Kontingent schon auf 4.500 Soldaten für den Bodeneinsatz sowie 300 weitere für die AWACS-Flugbeobachtung aufgestockt. Außerdem habe Deutschland beim zivilen Aufbau des Landes weit mehr geleistet als viele seiner NATO-Partner. - Jung rechnet mit einer langen Dauer des Afghanistan-Einsatzes. Er sagte, das Land werde erst in fünf bis zehn Jahren endgültig stabilisiert sein.

BERLIN: SPD-Chef Franz Müntefering hat sich für eine Änderung des Grundgesetzes ausgesprochen, um die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Bildungspolitik zu verbessern. Es dürfe nicht sein, dass diese wichtige Frage im Kompetenzgerangel zerredet wird, sagte Müntefering der "Bild"-Zeitung. Gute Kooperation sei unverzichtbar. Im Grundgesetz sollte deshalb die Voraussetzung dafür geschaffen werden, sagte Müntefering. - Bund und Länder hatten erst 2006 in der Föderalismusreform I die Zuständigkeiten untereinander neu festgelegt. Seitdem ist die Bildungspolitik weitgehend Ländersache. Beim Bund verbleibt lediglich die Kompetenz zur Regelung von Hochschulzulassung und -abschlüssen, wovon die Länder wiederum abweichen können.

NUKU'ALOFA: Bei dem Fährunglück vor Tonga sind nach jüngsten Angaben bis zu 85 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahlen ließen darauf schließen, dass sich 141 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord der "Princess Ashika" befunden hätten, teilte die Polizei mit. Die Fähre war in der Nacht zum Donnerstag aus bisher unbekannten Gründen rund 90 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Nuku'alofa gesunken. 54 Überlebende konnten gerettet werden. Für die 85 noch Vermissten, darunter auch zwei Deutsche, besteht kaum noch Hoffnung.

MARSEILLE: Aus dem Leck einer Pipeline sind in Südfrankreich mindestens 4000 Kubikmeter Rohöl ausgetreten und haben zwei Hektar eines Naturschutzgebiets verseucht. Die Staatsekretärin im Umweltministerium, Chantal Jouanno, sprach bei einem Ortstermin in dem Reservat Coussouis de Crau in der Nähe von Arles von einem ökologischen Desaster. Die Staatsanwaltschaft in Tarascon leitete Ermittlungen gegen die Betreibergesellschaft SPSE ein. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte, die Ursache des Lecks sei noch unklar. Bewohnte Gebiete oder Wasserläufe seien aber nicht betroffen.

ZUM SPORT: Im Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga hat der amtierende Meister VfL Wolfsburg seinen ersten Sieg errungen. Die Wolfsburger gewannen durch Tore von Misimovic und Grafite mit 2:0 gegen den Mitfavoriten VfB Stuttgart.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:Teils sonnig, teils wolkig und stellenweise Schauer oder Gewitter. Im Osten meist trocken. Höchstwerte 22 bis 30 Grad.

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