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Nachrichten

Samstag, 7. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

RAMALLAH: Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fajad hat seinen Rücktritt erklärt. Er wolle damit den Weg für eine Regierung der nationalen Einheit frei machen, erklärte Fajad in einem Schreiben an Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas. Die Bildung einer solchen Einheitsregierung der rivalisierenden Palästinenser-Organisationen Hamas und Fatah war Ende Februar unter ägyptischer Vermittlung vereinbart worden. Fajad hatte nach der Machtübernahme der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen 2007 das Amt des Regierungschefs übernommen.

GAZA: Bei einem israelischen Luftangriff im Norden des Gazastreifens ist nach palästinensischen Angaben ein Kämpfer der radikalen Organisation 'Islamischer Dschihad' getötet worden. Der Mann sei in seinem Auto von einer israelischen Rakete getroffen worden, Eine zweite Person sei verletzt worden, hieß es. Die israelische Armee hat den Angriff nicht bestätigt.

HARARE: In Simbabwe wird Ministerpräsident Morgan Tsvangirai nach seinem schweren Autounfall weiter in einem Krankenhaus behandelt. Tsvangirais Zustand sei aber stabil, so dass er möglicherweise noch an diesem Wochenende entlassen werden könne, teilten die Ärzte mit. In anderen Meldungen ist aber von einer Verlegung in eine südafrikanische Spezialklinik die Rede. Das Auto des früheren Oppositionsführers war mit einem Lastwagen zusammengestoßen. Dabei kam die Ehefrau Tsvangirais ums Leben. Tsvangirai war erst im Februar als Regierungschef vereidigt worden. Staatspräsident Robert Mugabe und er hatten sich zuvor heftige Auseinandersetzungen um die vereinbarte Machtteilung in Simbabwe geliefert. Ein Sprecher von Tsvangirais Partei "Bewegung für demokratischen Wandel" erklärte, es habe sich nicht um einen Unfall, sondern um einen Anschlag gehandelt.

KABUL: Im Streit um den Termin der Neuwahl des afghanischen Präsidenten hat Amtsinhaber Hamid Karsai eingelenkt. Er stimme der Entscheidung der Wahlkommission zu, die Präsidentschaftswahlen wie ursprünglich geplant am 20. August abzuhalten, erklärte Karsai in Kabul. Der Staatschef hatte die Abstimmung eigentlich auf April vorziehen wollen, war damit jedoch auch international auf Widerstand gestoßen. Karsai bekräftigte, dass er nicht vorzeitig aus dem Amt scheiden wolle.

PEKING: Der Dalai Lama befürchtet gewaltsame Proteste in Tibet zum 50. Jahrestag des Aufstandes gegen die Chinesen. Er sei in großer Sorge, sagte das geistliche Oberhaupt der Tibeter der "Frankfurter Rundschau". Die Lage in der Region sei sehr angespannt. Der Jahrestag des Aufstandes der Tibeter ist der 10. März. Unterdessen hat China die internationale Gemeinschaft aufgefordert, von weiteren Einladungen an den Dalai Lama abzusehen. Diesem dürfe keine Plattform zur Propagierung tibetischer Unabhängigkeit geboten werden, sagte Chinas Außenminister Yang Jiechi vor Journalisten in Peking.

BERLIN: Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Führung des Autoherstellers Opel zu Nachbesserungen am Rettungsplan für das angeschlagene Unternehmen aufgefordert. Das Konzept müsse noch verändert werden, sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Internetansprache. Die Bundesregierung arbeite aber gemeinsam mit den Landesregierungen der Opel-Standorte sowie den Vertretern von Opel und General Motors "mit Nachdruck" daran, eine Lösung zu finden. Das Unternehmen hatte einen Rettungsplan vorgelegt, der bereits von Finanzminister Peer Steinbrück und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg als unzureichend bewertet worden war. Um der Insolvenz zu entgehen, verlangt der Autobauer in ganz Europa Staatshilfen in Milliardenhöhe.

KÖLN: Die nächtliche Suche in den Trümmern des Historischen Archivs in Köln hat bisher noch kein Lebenszeichen der beiden mutmaßlich Verschütteten erbracht. Allerdings hätten die Suchhunde mehrmals angeschlagen, sagte ein Sprecher der Kölner Feuerwehr. Die Rettungskräfte arbeiten sich vorsichtig mit den bloßen Händen weiter vor, aber auch ein Bagger wird eingesetzt. Zuvor hatten Einsturzgefahr und Regen die Bergungsarbeiten tagelang verzögert. Bei den beiden vermissten Männern soll es sich um die Bewohner der Dachgeschosswohnungen neben dem Archiv handeln. Die Ursache des Häusereinsturzes könnte nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeiger" mit dem Abpumpen des Grundwassers in der benachbarten U-Bahn-Baustelle zusammenhängen.

WIEN: Ein voll besetzter Reisebus mit deutschen Ski-Touristen ist auf der Tauernautobahn in Österreich ausgebrannt. Die knapp 50 Jugendlichen aus Düsseldorf und dem benachbarten Ratingen konnten sich aus dem Fahrzeug retten. Es gab nach Angaben des Roten Kreuzes vier Leichtverletzte. Der Bus hatte bei Bischofshofen im Bundesland Salzburg aus noch ungeklärter Ursache Feuer gefangen.

WASHINGTON: Die US-Weltraumbehörde NASA hat das Teleskop "Kepler" mit einer Trägerrakete ins Weltall geschossen. Aufgabe der Sonde ist es, außerhalb unseres Sonnensystems nach Planeten zu suchen, auf denen erdähnliche Bedingungen und damit Voraussetzungen für Leben herrschen könnten. Die Mission gilt unter Wissenschaftlern als neue Etappe auf der Suche nach "fremden Welten".--Das Teleskop ist nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler benannt, der vor 400 Jahren die Bewegungsgesetze der Planeten entdeckte.

ZUM FUßBALL: Im Freitagsspiel der 1. Bundesliga spielten Schalke - Köln 1:0. Den entscheidenden Treffer für Schalke erzielte Nationalspieler Jermaine Jones in der 28. Minute.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Osthälfte weiterhin bedeckt und regnerisch, in höheren Lagen Schnee. In der Westhälfte lockert die Bewölkung zunehmend auf und es wird trockener. Höchstwerte ein bis neun Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 2 °, leichter Regen;

Berlin: 4°, leichter Regen;

Köln/Bonn: 2°, leicht bewölkt;

Frankfurt am Main: 4° , nach Regen;

Dresden: 3°, leichtes Nieseln und

München: 1°, etwas Schnee.

Audio und Video zum Thema