1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 7. Juli 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

ISLAMABAD: In der pakistanischen Hauptstadt haben sich Besetzer und Belagerer der so genannten Roten Moschee wieder heftige Feuergefechte geliefert. Die Regierungstruppen hätten Schüsse aus der Moschee erwidert, teilte ein Mitglied der Sicherheitskräfte mit. Nach unbestätigten Angaben soll es weitere Tote gegeben haben. Bei den Kämpfen um die Moschee wurden seit Dienstag etwa 20 Menschen getötet. In dem Gebäude haben sich noch immer hunderte radikale Koranschüler verschanzt, die einen weltlichen Staat ablehnen und mit den Taliban im benachbarten Afghanistan sympathisieren. Die von der Regierung geforderte bedingungslose Kapitulation lehnen sie bislang ab. Nach den Worten ihres Anführers wollen sie bis zum Tode kämpfen.

LONDON: Angehörige und Überlebende haben am zweiten Jahrestag der verheerenden Terroranschläge vom 7. Juli in London gedacht. Premierminister Gordon Brown legte zusammen mit anderen Regierungsvertretern am Bahnhof King's Cross Blumenkränze nieder. Bei den Anschlägen vor zwei Jahren rissen die Rucksackbomber 52 Menschen in den Tod, mehr als 700 wurden verletzt. Die radikal-islamischen Attentäter zündeten ihre Bomben in drei U-Bahnzügen und einem Bus. Das Gedenken findet eine Woche nach den versuchten Terroranschlägen in London und Glasgow statt. Der erste der acht Tatverdächtigen wurde angeklagt und einem Richter vorgeführt. Der 27-jährige irakische Mediziner war Beifahrer des brennenden Jeeps, der gegen die Abfertigungshalle des Flugahfens in Glasgow gerast war.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat griechische und türkische Zyprer zur Aufnahme ernsthafter Verhandlungen für eine Wiedervereinigung der geteilten Mittelmeerinsel aufgerufen. Es sei bedauerlich, dass sich ein Jahr nach der Vereinbarung über die sofortige Aufnahme von Verhandlungen noch nichts bewegt habe, sagte Ban. Eine Lösung müsse von den Zyprern selbst kommen, doch seien die Vereinten Nationen bereit, die Suche nach einer solchen Lösung zu unterstützen. Die Verhandlungen zur Aussöhnung zwischen dem türkischen und dem griechischen Teil der Insel waren 2004 ins Stocken geraten. Damals hatte der griechische Bevölkerungsteil ein UN-Konzept zur Lösung der Zypernfrage abgelehnt. Am 8. Juli 2006 hatten beide Seiten vereinbart, den Prozess wieder in Gang zu setzen.

BAGDAD: Bei einem neuen Selbstmordanschlag im Nordirak sind mindestens 20 Menschen getötet und 40 verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatte sich der Attentäter mit seinem Lastwagen am Rand eines belebten Marktes in die Luft gesprengt. Mehrere Gebäude wurden den Angaben zufolge durch die Detonation zerstört. Unter den Trümmern wurden weitere Opfer vermutet. Im Süden des Iraks wurden bei Gefechten mit Extremisten ein britischer Soldat getötet und drei verletzt. Die Truppen seien in der Nacht zum Samstag in Basra mit Bomben, Panzerabwehrraketen und Schusswaffen angegriffen worden, teilten die britischen Streitkräfte mit. Die Soldaten hätten in der Stadt Razzien durchgeführt und mehrere Verdächtige festgenommen.

COLOMBO: Bei anhaltenden Kämpfen zwischen tamilischen Rebellen und der Armee sind im Norden und Osten Sri Lankas mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Kämpfer der so genannten Befreiungstiger von Tamil Eelam hatten nach Armeeangaben mehrere Stützpunkte angegriffen. Die Aufständischen kämpfen seit über 20 Jahren für einen eigenen tamilischen Staat auf Sri Lanka. Ungeachtet eines im Jahr 2002 ausgehandelten Waffenstillstands halten die blutigen Auseinandersetzungen an.

KABUL: Bei Kämpfen mit den US-geführten Koalitionstruppen sind im Westen Afghanistans mindestens 30 Taliban-Kämpfer getötet worden. Wie die Koalitionstruppen mitteilten, waren afghanische Polizisten und Soldaten am Freitag in der Provinz Farah an der Grenze zum Iran von den radikal-islamischen Rebellen angegriffen worden. Die Koalitionstruppen seien ihnen zu Hilfe gekommen, bei den anschließenden Kämpfen seien mehr als 30 Rebellen gestorben. Das Innenministerium in Kabul erklärte, es prüfe Berichte von Anwohnern, nach denen wieder Zivilisten ums Leben gekommen seien. In der südlichen Provinz Kandahar wurden am Sonnabend vier Soldaten der NATO-geführten Schutztruppe (ISAF) bei einem Anschlag verletzt. Nach Nato-Angaben war nahe der Stadt Kandahar eine Autobombe am Straßenrand explodiert.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier will zusätzliche Militärausbilder nach Afghanistan entsenden. Der SPD-Politiker sagte dem Magazin "Der Spiegel", im Verlauf des Sommers müsse die Regierung über ein verstärktes Engagement bei der Ausbildung der afghanischen Armee reden. Dafür seien für eine Übergangszeit möglicherweise zusätzliche Soldaten in dem Land erforderlich. Steinmeier schloss auch eine Entsendung deutscher Ausbilder in den stark umkämpften Süden Afghanistans nicht aus.

BERLIN: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hat sich dafür ausgesprochen, Wehrpflichtigen vom kommenden Jahr an zwei Euro mehr Sold pro Tag zu bezahlen. Das ist rund ein Viertel mehr als bisher. Jung sagte der "Bild"-Zeitung, er werde einen entsprechenden Vorschlag in die Haushaltsberatungen des Bundestages einbringen. Die Soldaten leisteten einen wichtigen Beitrag für die Sicherung der Freiheit und hätten Anspruch auf Anerkennung durch die Gesellschaft.

ERFURT: Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in Thüringen sind in der betroffenen Region fast 1.000 Hühner, Gänse und anderes Geflügel getötet worden. Dies sei aus Sicherheitsgründen notwendig gewesen, teilte das Gesundheitsministerium in Erfurt mit. Am Freitag war bei einer verendeten Gans das auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus nachgewiesen worden. Es war der erste Ausbruch der Vogelgrippe in einem deutschen Geflügelbestand seit mehr als einem Jahr.

SYDNEY: Mit Konzerten in Sydney und Tokio hat die weltweite "Live Earth"-Konzertreihe gegen den Klima-Wandel mit insgesamt mehr als 150 Rock- und Popstars begonnen. 24 Stunden lang soll mit dem hochkarätigen Musikspektakel auf allen Kontinenten eine globale Bewegung zur Bewältigung der Klimakrise ausgelöst werden. Die Erlöse der Open-Air-Veranstaltungen kommen einer Klimaschutz-Initiative zu Gute, die der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore gegründet hat. Weitere Konzerte gibt es auch in New York, London, Johannesburg, Schanghai, Rio de Janeiro und Hamburg. Selbst in der Antarktis ist der Auftritt einer Wissenschaftler-Band geplant.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Gebietsweise noch Wolken und einzelne Schauer. Im Tagesverlauf vor allem im Süden und Westen zunehmend sonnig und trocken. Höchstwerte 20 bis 25 Grad.

Audio und Video zum Thema