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Nachrichten

Samstag, 7. Januar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

JERUSALEM: Mit einer dritten Notoperation haben Ärzte in Israel versucht, das Leben des Ministerpräsidenten Ariel Scharon zu retten. Nach der fast fünfstündigen Operation sei die Situation Scharons 'deutlich verbessert', sagte der Leiter des Krankenhauses, Schlomo Mor Josef, in Jerusalem auf Basis einer Computertomographie. Es gebe keinerlei Blutungen mehr, der Zustand des 77-Jährigen sei 'ernst, aber stabil'. Scharons Überlebenschancen seien gestiegen, berichtete das israelische Fernsehen. Nach Informationen des israelischen Rundfunks hat das Gehirn des Ministerpräsidenten mit dem Schlaganfall vom Mittwoch einen nicht mehr heilbaren Schaden erlitten. Dieser Aussage widersprach allerdings der behandelnde Arzt Scharons. Scharon liegt weiter in einem künstlichen Koma.

KAIRO/WASHINGTON: Der äyptische Präsident Hosni Mubarak hat dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon gute Besserung gewünscht. In einem Telefonat mit dem israelischen Übergangs- Regierungschef Ehud Olmert sagte Mubarak zudem, er wolle seine Zusammenarbeit mit Israel fortsetzen. Die US-Regierung weigerte sich unterdessen, an Spekulationen über mögliche Nachfolger für Scharon teilzunehmen. Der Moment für solche Diskussionen sei noch nicht gekommen, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Trent Duffy.

WASHINGTON: Ungeachtet der Serie schwerer Anschläge im Irak sieht die US-Regierung den Demokratisierungsprozess nicht in Gefahr. Die Anschläge seien klar darauf ausgerichtet, das irakische Volk zu teilen, sagte Außenamtssprecher Sean McCormack in Washington mit Blick auf die blutigen Gewalttaten am Donnerstag. Bei mehreren Anschlägen waren mehr als 130 Menschen getötet worden. McCormack forderte die verschiedenen Bevölkerungsgruppen zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit auf. Schiiten, Sunniten und Kurden müssten dazu ihre an ihren eigenen Interessen ausgerichtete Politik überwinden. In Bagdad demonstrierten Tausende Schiiten gegen den Terror im Irak. Sie warfen den sunnitischen Führern und den USA vor, nicht hart genug gegen Aufständische durchzugreifen.

ISTANBUL: Nach der offiziellen Bestätigung der ersten Todesfälle durch Vogelgrippe außerhalb Ostasiens wächst die Angst in der Türkei. Die Tierseuche breitet sich weiter in den Westen des Landes aus. Die Zahl der Verdachtsfälle stieg auf über 30. Britische Labors hatten nach Angaben des türkischen Gesundheitsministeriums bestätigt, dass zwei in den vergangenen Tagen gestorbene Geschwister im Osten des Landes mit dem gefährlichen H5N1-Virus infiziert waren. Am Freitag war auch die elfjährige Schwester der beiden Jugendlichen gestorben. - Es ist aber noch nicht klar, ob das Mädchen ebenfalls dem Virus zum Opfer fiel. Die Ärzte gehen davon aus, dass sich die Geschwister beim Spielen mit toten Hühnern mit dem H5N1-Virus angesteckt haben.

BERLIN: Nach dem Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine hat EU-Energiekommissar Andris Piebalgs ein Konzept angekündigt, das die 25 Mitgliedsstaaten zum Aufbau umfangreicher Gasvorräte verpflichten soll. Jedes Land müsse mindestens zwei Monate Lieferausfall überbrücken können, forderte Piebalgs im Magazin 'Focus'. Er arbeite an einem entsprechenden gemeinsamen europäischen Rahmenprogramm. Der lettische EU-Kommissar fügte aber hinzu, er setze trotz des jüngsten Streits auf die Zuverlässigkeit Moskaus. Die EU sei der wichtigste Abnehmer Russlands, das auf diese Einnahmequelle nicht verzichten werde.

MUZAFFARABAD: Die Vereinten Nationen haben die Hilfsflüge für zwei Regionen im Erdbebengebiet im pakistanischen Kaschmir vorübergehend eingestellt. Viele Katastrophenopfer hätten dort versucht, die
Hubschrauber zu stürmen und gefordert, sofort ausgeflogen zu werden, teilten UN-Sprecher mit. Man werde den Vorfall überprüfen und Möglichkeiten sondieren, die Dorfbewohner in tiefer gelegene, weniger kalte und besser versorgte Gebiete zu evakuieren. Nach Tagen heftiger Stürme erwarten die Metereologen jetzt wieder starke Schneefälle.

BERLIN: Das geplante Programm der Bundesregierung zur Gebäudesanierung soll einen Umfang von rund 1,4 Milliarden Euro im Jahr haben. Das sagte Bauminister Wolfgang Tiefensee der 'Welt am Sonntag'. Das Programm wird Teil des geplanten Konjunkturpakets, das die Regierung Anfang kommender Woche bei ihrer Klausurtagung beschließen will. Wer besonders Energie sparend renoviert, soll nach den Worten Tiefensees künftig nicht nur zinsverbilligte Kredite, sondern auch Tilgungszuschüsse erhalten.

BERLIN: Fünf Monate vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft bergen die WM-Stadien nach Darstellung von Stiftung Warentest noch erhebliche Gefahren für die Zuschauer. Eine Untersuchung der zwölf Arenen habe Sicherheitsmängel offenbart, die im Fall einer Panik verheerende Folgen haben könnten, so die Verbraucherschutzorganisation in Berlin. Auch beim Brandschutz gebe es Kritik. Das WM-Organisationskomitee verwies auf das umfassende Sicherheitskonzept für die gesamte Weltmeisterschaft. Die Organisatoren seien aber grundsätzlich bereit, Anregungen aufzunehmen. Zugleich wurde bekannt, dass bis zu 250.000 Personen, die in den Stadien beruflich mit der WM zu tun haben werden, vom Verfassungsschutz überprüft werden sollen.

ZUM SKISPORT: Erstmals in der Geschichte der Vierschanzen-Tournee teilen sich zwei Skispringer den Gesamtsieg. Der Finne Janne Ahonen und der Tscheche Jakub Janda erreichten nach dem vierten Springen in Bischofshofen genau dieselbe Gesamtpunktzahl. Erstmals seit 14 Jahren stand kein deutscher Springer auf dem Siegerpodest. Bester Deutscher in der Gesamtwertung wurde Georg Späth auf Platz zehn.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend bewölkt, etwas Sprühregen oder Schneegriesel. Im Süden auch Aufheiterungen. Tagestemperaturen minus zwei bis plus vier Grad.


Am Vormittag meldeten:

Hamburg: minus 1 Grad, nach Nieselregen
Berlin: minus 2 Grad, bedeckt
Dresden: minus 1 Grad, stark bewölkt
Köln/Bonn: 3 Grad, bedeckt
Frankfurt am Main: 3 Grad, nach Regen und
München: minus 4 Grad, bedeckt.

  • Datum 07.01.2006
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