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Nachrichten

Samstag, 7. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. »

MÜNCHEN: NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hat die europäischen Staaten erneut zu einem stärkeren Engagement im transatlantischen Bündnis aufgerufen. Für den Einsatz in Afghanistan erwarte die neue US-Regierung eine gerechtere Lastenteilung, sagte de Hoop Scheffer auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Dort wird mit Spannung der Auftritt von US-Vizepräsident Joe Biden erwartet, der den außenpolitischen Kurs der neuen Regierung unter Präsident Barack Obama erläutern sollte. Des weiteren werden am zweiten Konferenztag Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatschef Nicolas Sarkozy erwartet.

MOSKAU: Bei dem Spitzentreffen von EU und Russland ist es zu einem Schlagabtausch über die Menschen- und Bürgerrechte gekommen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso brachte in Moskau die Sorge vieler Europäer über die Ermordung des russischen Menschenrechtsanwalts Stanislaw Markelow und einer Journalistin im Januar zum Ausdruck. Daraufhin warf der russische Regierungschef Wladimir Putin den zur EU gehörenden baltischen Staaten eine Verletzung der Rechte der dort lebenden Russen vor. Zudem würden in der EU die Rechte von Einwanderern verletzt. - Einigkeit wurde bei den Gesprächen darüber erzielt, den Einsatz der EU-Beobachter zu verlängern, die zur Schlichtung des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine entsandt worden sind.

BERLIN: Nach der Entscheidung Schwedens zum Bau neuer Atomreaktoren ist in Deutschland die Debatte über die Kernernergie wieder in Gang gekommen. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla kritisierte den Atomausstieg der SPD als nicht mehr zeitgemäß. Fast alle Länder hätten die Notwendigkeit der Atomkraft als Teil eines modernen Energiemixes erkannt, so Pofalla. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel warnte davor, einen solchen Schritt zum Wahlkampfthema zu machen. Dabei wies der SPD-Politiker auf die Problematik eines Endlagers für den atomaren Müll hin, das es bislang in Deutschland noch nicht gebe. Nach seinen Vorstellungen würden neben dem Salzstock Gorleben weitere Standorte in anderen Gesteinen untersucht. Dagegen wehren sich CDU und CSU sowie die Energieversorger.

BERLIN: In die Aufklärung der Daten-Affäre bei der Deutschen Bahn werden nach Angaben der Gewerkschaften die ehemaligen Bundesminister Gerhart Baum und Herta Däubler-Gmelin eingeschaltet. Eine unabhängige Anwaltskanzlei werde beauftragt, mit dem früheren FDP-Innenminister und der früheren SPD-Justizministerin die Ermittlungen durchzuführen, hieß es. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn ging inzwischen bei einer Sitzung des Konzernbetriebsrates auf die Beschäftigten zu und entschuldigte sich, dass es bei den umstrittenen Massenüberprüfungen zu Verstößen gekommen sei. Er sicherte zu, in diesem Jahr werde es keinen Datenabgleich geben.

WASHINGTON: Nach zähen Verhandlungen haben sich Demokraten und Republikaner im US-Senat auf einen Kompromiss für das geplante Konjunkturprogramm verständigt. Nach dem Willen der Senatoren soll das Paket noch etwa 780 Milliarden Dollar umfassen. Auf Druck der oppositionellen Republikaner wurde der ursprüngliche Entwurf damit erheblich gekürzt - und zwar um mehr als 150 Milliarden Dollar. Das Weiße Haus begrüßte den Kompromiss. Am Freitag hatte US-Präsident Barack Obama in ungewöhnlich scharfer Form auf eine zügige Verabschiedung des Pakets durch den Kongress gedrungen. Sollten die 'parteitaktischen Spielchen' nicht beendet werden, drohe der Wirtschaft eine Katastrophe, betonte Obama.

GAZA-STADT: Als Reaktion auf Raketenangriffe radikaler Palästinenser hat die israelische Armee wieder Ziele im südlichen Gazastreifen attackiert. Die Luftwaffe nahm nach eigenen Angaben vier Waffenschmuggler-Tunnel an der Grenze zu Ägypten ins Visier. Laut Medienberichten wurde auch ein Munitionsdepot getroffen. - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die radikal-islamische Hamas unterdessen zur sofortigen Freigabe beschlagnahmter Hilfsgüter der Vereinten Nationen auf. Die Hamas sprach von einem 'Missverständnis' und kündigte an, die Hilfsgüter zurückzugeben.

ISLAMABAD: Bei einem Anschlag auf einen Kontrollposten in Pakistan sind mindestens sieben Polizisten getötet worden. Wie die Behörden des Distrikts Mianwali mitteilten, hatten unbekannte Angreifer am frühen Morgen zunächst zwei Wachleute erschossen. Anschließend sprengten sie ein Gebäude in die Luft, in dem mehrere Polizisten schliefen. - Im nordwest-pakistanischen Peschawar attackierten Extremisten ein Nachschublager für die Nato-Truppen in Afghanistan. Mindestens zwei Fahrzeuge gingen in Flammen auf.

ROM: Im jahrelangen Tauziehen um die italienische Koma-Patientin Eluana Englaro ist ein offener Streit zwischen Regierungschef Silvio Berlusconi und Staatspräsident Giorgio Napolitano ausgebrochen. Die Regierung in Rom erließ eine Notverordnung, um die Einstellung der künstlichen Ernährung für Englaro zu verhindern. Napolitano erklärte jedoch, dass er das Dokument nicht unterzeichnen werde. Die Regierung dürfe sich nicht über die Justiz hinwegsetzen. Das Verfassungsgericht hatte dem Antrag der Familie auf Beendigung der lebenserhaltenden Maßnahmen für die 36-jährige Frau stattgegeben. Berlusconi wiederum reagierte auf Napolitanos Weigerung mit der Drohung, per Eilgesetz die künstliche Ernährung Englaros sicherzustellen. Sie liegt seit einem Autounfall 1992 im Koma.

SYDNEY: In Australien halten etliche Wald- und Buschbrände die Feuerwehren in Atem. Betroffen ist vor allem der Bundesstaat New South Wales, wo alleine 40 Brände gezählt wurden. Auch in den Staaten Victoria und South Australia fressen sich Flammen durch die ausgetrocknete Landschaft. Die Buschfeuer drohen inzwischen auf Randgebiete der beiden größten Städte des Landes, Sydney und Melbourne, überzugreifen. Um Brandstiftungen zu verhindern, haben die Behörden mehrere Nationalparks geschlossen. - Australien leidet derzeit unter einer Hitzewelle. Örtlich wurden Temperaturen von bis zu 47 Grad Celsius gemessen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken, örtlich etwas Regen oder Schneeregen. Auflockerungen am ehesten in Sachsen und Ostbayern. Höchstwerte zwei bis zehn Grad.

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