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Nachrichten

Samstag, 7. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Im Nordosten Afghanistans hat die Polizei die Leichen von acht ermordeten Ausländern und zwei Einheimischen entdeckt. Nach aktuellen Berichten soll es sich um amerikanische, deutsche und britische Augenärzte sowie ihre afghanischen Dolmetscher handeln. Drei der Mordopfer seien Frauen. Zu der Bluttat bekannten sich die radikal-islamischen Taliban. Das Auswärtige Amt in Berlin ließ verlauten, man prüfe derzeit die Berichte über den Tod von bis zu sechs Deutschen. Die ermordeten Männer und Frauen waren, wie es heißt, im Auftrag der so genannten "International Assistance Mission" unterwegs, einer christlichen Hilfsorganisation mit Sitz in der Schweiz.

BERLIN: Vor dem Hintergrund der schlimmsten Flutwelle seit Jahrzehnten in Pakistan hat der Direktor des Welternährungsprogramms bei den Vereinten Nationen, Wolfgang Herbinger, die Führung in Islamabad gegen Kritik in Schutz genommen. Diese Katastrophe stelle jede Regierung vor große Herausforderungen, sagte er der "Berliner Zeitung". Außerdem verfüge die pakistanische Regierung nicht über ausreichendes Geld, um die Hilfsaktionen besser zu organisieren. Die internationale Gemeinschaft, so Herbinger, könne auch zu mehr politischer Stabilität im Land beitragen, indem sie beim Wiederaufbau helfe. Viele Pakistaner in den Hochwassergebieten werfen Präsident Zardari vor, sie während seiner Europareise im Stich zu lassen. Von der Monsunflut sind nach Einschätzung der Katastrophenschutzbehörde mittlerweile rund zwölf Millionen Menschen betroffen. Mehr als 1600 kamen bislang ums Leben.

MOSKAU: In vielen Regionen Russlands kämpfen Hunderttausende Feuerwehrleute, Soldaten und Freiwillige weiter gegen die verheerende Feuersbrunst. Landesweit zählte das Zivilschutzministerium etwa 840 Wald- und Torfbrände. Nach offiziellen Angaben kamen bislang 52 Menschen durch die Flammen ums Leben. Russische Hilfsorganisationen schätzen, dass die Zahl der Opfer weit höher liegt. In Moskau wurde der giftige Qualm von den umliegenden Torfbränden immer dichter. Teilweise sank die Sichtweite unter 100 Meter. Das Auswärtige Amt hat von Reisen nach Moskau und in die Waldbrandgebiete abgeraten.

BUDAPEST: Das schuldengeplagte Ungarn will internationalen Kreditgebern keinen Einfluss auf seine Wirtschaftspolitik zugestehen. Vor dem Hintergrund aktueller Streitigkeiten mit dem Internationalen Währungsfonds  -IWF-  und der Europäischen Union sagte Staatssekretär Varga seine Regierung wolle die Politik der Einsparungen gern beenden. Der IWF sei nie in der Lage gewesen, eine wirksame Therapie zur Haushaltssanierung zu liefern. Ungarn hatte kürzlich eine Bankensteuer eingeführt und an den internationalen Finanzmärkten für Unruhe gesorgt.

BRÜSSEL: Die Europäische Union hat die neue Einreisegebühr in Höhe von 14 Dollar für alle Europäer, die ohne Visum in die USA reisen, heftig kritisiert. EU-Kommissarin Malmström kündigte in Brüssel an, sie werde prüfen, ob diese den beiderseitigen Vereinbarungen entspreche. Reisende aus zahlreichen EU-Staaten - unter diesen auch Deutschland - müssen ab dem 8. September dafür bezahlen, dass sie sich im Internet die bisher kostenlose Einreiseerlaubnis für die USA beschaffen.

DÜSSELDORF: Außenminister Westerwelle sieht Fortschritte der Türkei bei ihrer Annäherung an Europa. Dies gelte in den letzten Jahren sowohl wirtschaftlich und politisch als auch bei der eigenen demokratischen Entwicklung, sagte er der "Rheinischen Post". Die Türkei könne an der Seite Europas eine Brücke für Lösungen der Konflikte in Afghanistan, Iran oder im Nahen Osten sein. Zu den laufenden Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der EU sagte Westerwelle, das Ergebnis sei nicht vorhersehbar.

PEKING: Durch einen Grubenbrand sind in einer Goldmine in der ostchinesischen Provinz Shandong mindestens 16 Bergleute ums Leben gekommen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, wurden die letzten sieben noch unter Tage eingeschlossenen Kumpel inzwischen gerettet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Südwesten viel Sonne, abends im Nordwesten Schauer. Im Osten und Südosten bleibt es regnerisch. Höchstwerte zwischen 15 und 26 Grad.

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