1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 7. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

LONDON: Die aus iranischer Gefangenschaft freigekommenen britischen Marinesoldaten haben schwere Vorwürfe gegen den Iran erhoben. Die Soldaten erklärten, sie seien gefesselt und mit verbundenen Augen in Isolationshaft gehalten und zu falschen Geständnissen gezwungen worden. Entgegen früheren Aussagen seien sie definitiv nicht in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen. Man habe ihnen jedoch mit sieben Jahren Haft gedroht, sollten sie nicht kooperieren. Der Iran bezeichnete die Aussagen der Briten als reine Propaganda. Offenbar seien sie von Premierminister Tony Blair unter Druck gesetzt worden.

WASHINGTON: Die Präsidentin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat eine positive Bilanz ihrer umstrittenen Nahost-Reise gezogen. Die scharfe Kritik des Weißen Hauses an ihrem Treffen mit Syriens Staatschef Baschar al Assad wies die US-Demokratin zurück. Sie habe Assad gedrängt, das Einsickern ausländischer Kämpfer in den Irak zu stoppen und auf eine Unterstützung radikal-islamischer Gruppen zu verzichten, sagte Pelosi. Damit habe sie die gleiche Position bezogen wie US-Präsident George W. Bush. Dieser hatte die Reise Pelosis als kontraproduktiv bezeichnet.

GAZA-STADT: Israelische Kampfhubschrauber haben im Norden des Gazastreifens Raketen auf militante Palästinenser abgefeuert. Auslöser des Luftangriffs seien 'verdächtige Bewegungen' im Grenzgebiet zu Israel gewesen, teilte die Armee mit. Nach Agentur-Berichten wurde bei dem Angriff ein Palästinenser getötet. Er wollte angeblich am Grenzzaun einen Sprengsatz deponieren.

COLOMBO: Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus sind im Norden Sri Lankas mindestens sieben Menschen getötet worden. Mehr als 20 Personen wurden nach Polizei-Angaben verletzt. Die Behörden gehen davon aus, dass tamilische Rebellen für den Anschlag in der Nähe der Stadt Vavuniya verantwortlich sind. - Die Rebellen kämpfen seit Anfang der 80er Jahre für einen eigenen Staat im Norden und Osten Sri Lankas. Ein 2002 vereinbarter Waffenstillstand existiert mittlerweile nur noch auf dem Papier.

BERLIN: Nach der Vorlage des zweiten Teils des UN-Klimaberichts hat EU-Umweltkommissar Stavros Dimas an Deutschland appelliert, mehr für den Klimaschutz zu tun. Die Klimaschutzziele der Europäischen Union könnten nur dann durchgesetzt werden, wenn mit Deutschland auch die größte Volkswirtschaft Europas mitziehe, sagte Dimas der Zeitung 'Die Welt'. Deutschland erfülle in wichtigen Bereichen wie den erneuerbaren Energien eine Vorreiterrolle, in anderen Bereichen gebe es hingegen Nachholbedarf. - Im Klimabericht der Vereinten Nationen wird vor den katastrophalen Folgen der globalen Erwärmung auf Menschen, Tiere und Pflanzen gewarnt. Der Klimawandel werde auf allen Kontinenten viel früher zu weit verheerenderen Schäden führen als bislang angenommen, heißt es in dem Bericht.

HAMBURG: Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee will noch in diesem Jahr einen verbindlichen Klima-Pass für alle Neufahrzeuge einführen. Der Pass werde Aufschluss darüber geben, wie viel klimaschädigendes Kohlendioxid ein Auto ausstoße und in welchem Verhältnis der Ausstoß zur Nutzlast stehe, sagte er der 'Bild'- Zeitung. Der Automobilclub ADAC begrüßte das Vorhaben. Die derzeit existierenden Zahlenangaben zum Kohlendioxid-Ausstoß seien für die Verbraucher nur wenig aussagekräftig, so der ADAC.

MÜNCHEN: Im Streit über die Emissionsrechte von Kraftwerken ist nach einem Zeitungsbericht eine Einigung erzielt worden. Nach Informationen der 'Süddeutschen Zeitung' haben sich das Bundesumwelt- und das Bundeswirtschaftsministerium auf neue Regeln verständigt, die den Klimaschutz vor allem für Braunkohle- und ältere Kraftwerke erheblich teurer machen.

BERLIN: Ranghohe katholische Kirchenvertreter haben erneut die Politik von Familienministerin Ursula von der Leyen attackiert. Der Augsburger Bischof Walter Mixa nannte ihre Vorschläge für mehr Krippenplätze in der 'Passauer Neuen Presse' familienfeindlich und in hohem Maße 'ideologiegeleitet'. Statt weiterer Krippenplätze brauche das Land stärkere finanzielle Hilfen für Mütter, die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selbst erziehen wollten. Der oberste Abt des Benediktinerordens, Notker Wolf, sagte der 'Welt am Sonntag', von der Leyen orientiere sich offensichtlich am DDR-Vorbild. Anscheinend zähle eine Frau nur etwas, wenn sie wie ein Mann arbeite, so Wolf.

HAMBURG: Die Bundesregierung wird ihre Wachstumsprognose deutlich anheben und rechnet bereits im Herbst dieses Jahres mit weniger als 3,5 Millionen Arbeitslosen. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos sagte der 'Bild am Sonntag', er werde Ende April die Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 1,7 Prozent nach oben korrigieren. Dann werde eine Zwei vor dem Komma stehen. Dies habe auch positive Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit.

ROM: Christen in aller Welt haben an Karfreitag an die Leiden und den Tod Jesu Christi erinnert. In Rom führte Papst Benedikt XVI. die traditionelle Kreuzwegprozession am Kolosseum an. In einer kurzen Ansprache rief er alle Gläubigen dazu auf, für das Leid der Anderen empfindsam zu werden. Hartherzigkeit sei eine große Sünde, betonte Benedikt. An diesem Samstag wird der Papst die nächtliche Osterwache im Petersdom leiten. Im Verlauf der Messe wird das Osterlicht entzündet, das die Auferstehung Jesu von den Toten symbolisieren soll.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkige und freundliche Phasen mit längerem Sonnenschein. Im Norden und zwischen Main und Donau Schauerneigung. Höchsttemperaturen zwischen zehn und 20 Grad Celsius.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 8°, leicht bewölkt; Berlin: 8°, wolkenlos; Dresden: 7°, stark bewölkt; Köln/Bonn: 9°, bewölkt; Frankfurt am Main: 12°, wolkig und München: 15°, leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema