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Nachrichten

Samstag, 6. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf ist nach Berichten staatlicher Medien für eine weitere fünfjährige Amtszeit wiedergewählt worden. Inoffiziell bestätigten dies Regierungsvertreter kurz nach Ende der Wahl durch die Abgeordneten des nationalen Parlaments und der Volksvertretungen der vier Provinzen. Mushharraf habe eine überwältigende Mehrheit erhalten, hieß es. Amtlich darf das Wahlergebnis nach einer Entscheidung des Obersten Gerichts Pakistans erst veröffentlicht werden, wenn endgültig entschieden ist, ob Musharraf überhaupt zur Wahl antreten durfte. Vertreter der Opposition hatten gegen die Kandidatur des Generals wegen dessen Doppelfunktion als Präsident und Oberbefehlshaber der Streitkräfte geklagt. Darüber will das Gericht am 17. Oktober verhandeln. Musharraf, der sich 1999 an die Macht geputscht hatte, will im Falle seiner Wiederwahl als Präsident den Posten des Armeechefs aufgeben.

KABUL: In der afghanischen Hauptstadt sind bei bei einem Selbstmordanschlag ein US-Soldat und mehrere Einheimische getötet worden. Afghanische Stellen gaben die Zahl der zivilen Todesopfer mit mindestens fünf an. Wie ein Sprecher der US-Armee in Kabul mitteilte, raste der Täter auf der Straße zum Flughafen mit einem mit Sprengstoff beladenen Auto in einen amerikanischen Militärkonvoi. Nach Korrespondentenberichten bekannten sich die radikal-islamischen Taliban zu dem Anschlag. - Am Freitag waren drei deutsche Soldaten und ein afghanischer Dolmetscher verletzt worden, als ein Selbstmordattentäter ihren Konvoi in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kundus attackierte.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat hat die Lage in Birma wegen der blutigen Niederschlagung der friedlichen Protestbewegung durch die Militärjunta als inakzeptabel und unhaltbar kritisiert. Dies teilte der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari mit, nachdem er das höchste UN-Gremium über seine Gespräche in Birma informiert hatte. Die USA, Großbritannien und Frankreich legten im Sicherheitsrat den Entwurf für eine Erklärung vor, in der das Vorgehen der Militärjunta scharf verurteilt und ein Dialog des Regimes mit der Opposition gefordert wird. - In einem Interview sagte Gambari, die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hoffe auf Gespräche mit den Militärmachthabern. Der UN-Diplomat war zweimal mit der Friedensnobelpreisträgerin zusammengetroffen, die in Rangun unter Hausarrest steht. - Die Junta ließ unterdessen nach eigenen Angaben rund 400 der Mönche frei, die Ende September nach den Demonstrationen festgenommen worden waren.

JOHANNESBURG: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist bei ihrem Südafrika-Besuch mit dem früheren Präsidenten Nelson Mandela zusammengetroffen. Nach dem Gespräch mit dem Vorkämpfer der Anti-Apartheid-Bewegung in Johannesburg äußerte sich Merkel beeindruckt von der Persönlichkeit des 89-Jährigen. Das Treffen habe sie sehr bewegt, so die Kanzlerin. Das Treffen fand im Haus der nach Mandela benannten Stiftung statt, die Aids-Projekte und Kinderhilfsprogramme finanziert. Zum Abschluss ihres Südafrika-Besuchs reist Merkel nach Kapstadt. Dort steht die Besichtigung eines Klimaprojekts auf dem Programm. Am Sonntag fliegt die Kanzlerin weiter nach Liberia.

BERLIN: In der Diskussion um die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes hat der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann einen Kompromiss zur Finanzierung vorgeschlagen. Dem Magazin "Der Spiegel" sagte Laumann, künftig sollten Arbeitslosengeld nur diejenigen erhalten, die mindestens 30 Monate lang Beiträge in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hätten. Derzeit gilt eine Mindestzeit von 24 Monatsbeiträgen. Der CDU-Politiker nannte den Vorschlag von SPD-Chef Kurt Beck einen Schritt in die richtige Richtung. Beck hatte sich dafür ausgesprochen, Erwerbslosen nach dem 45. Lebensjahr bis zu 15 Monate und nach dem 50. Lebensjahr bis zu 24 Monate Arbeitslosengeld zu zahlen. Bisher sind es 12 Monate.

BERLIN: Auch nach dem Streik der Lokführer lehnt die Deutsche Bahn es weiter ab, Zugeständnisse im Tarifkonflikt zu machen. Personalvorstand Margret Suckale warf der Lokführergewerkschaft GDL zudem vor, mit den Streiks Arbeitsplätze zu gefährden. GDL-Chef Manfred Schell forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee auf, in den Konflikt einzugreifen. Schell sagte, der Bund sei als Bahn-Eigentümer zum Handeln verpflichtet. Er drohte zugleich mit neuen Streiks, falls die Bahn bis Dienstag nächster Woche kein Verhandlungsangebot vorlege. Die Arbeitsniederlegung der Lokführer hatte am Freitag bundesweit für Behinderungen und Verspätungen gesorgt.

MAPUTO: In der mozambikanischen Hafenstadt Beira sind nach Explosionen in einem Munitionsdepot zahlreiche Anwohner evakuiert worden. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums teilte mit, Tote oder Verletzte habe es durch die stundenlang anhaltenden Explosionen nicht gegeben. Es sei jedoch großer Sachschaden in der Umgebung des Depots entstanden. - Bei einer ähnlichen Explosion von Munition waren im März in der Hauptstadt Maputo mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen.

ZUM SPORT: Beim Großen Preis von China der Formel Eins startet McLaren-Mercedes Fahrer Lewis Hamilton aus der Pole Position. Der in der Gesamtwertung führende Brite war in Schanghai Trainingsschnellster und könnte bei dem Rennen am Sonntag erstmals Formel-Eins-Weltmeister werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig und trocken. An den Alpen Durchzug von Wolkenfeldern. Örtlich auch länger neblig-trüb. Höchstwerte 13 bis 19 Grad.

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