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Nachrichten

Samstag, 6. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEU DELHI: Zum Auftakt einer zehntägigen Asien-Reise ist US-Präsident Obama in Indien eingetroffen. Erste Station ist die Wirtschaftsmetropole Mumbai, wo Obama auch der Opfer der blutigen Terroranschläge vor knapp zwei Jahren gedenken wird. Damals hatten Attentäter aus Pakistan 166 Menschen getötet, darunter drei Deutsche. Am Sonntag will der US-Präsident zu politischen Gesprächen in die indische Hauptstadt Neu Delhi weiterreisen. Außerdem wird Obama Indonesien, Südkorea und Japan besuchen.

WASHINGTON: Der Internationale Währungsfonds hat eine der größten Reformen seit seiner Gründung vor mehr als 60 Jahren beschlossen. Im Zentrum steht eine Verschiebung der Stimmgewichte im Gouverneursrat des IWF. Während die Industriestaaten Macht abgeben, erhalten aufstrebende Schwellenländer künftig mehr Mitsprache. Damit wird China - nach den USA und Japan - zur Nummer drei der einflussreichsten IWF-Mitglieder und verdrängt Deutschland von diesem Platz. IWF-Chef Strauss-Kahn sprach von einer "historischen Vereinbarung".

WASHINGTON: In den USA sind in diesem Jahr mehr Banken zusammengebrochen als im Vorjahr. Die Behörden schlossen am Freitag vier weitere kleinere Geldhäuser. Damit sind im laufenden Jahr 143 Institute vom Markt verschwunden. Im Vorjahr waren im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise insgesamt 140 Banken pleitegegangen.

MOSKAU: In Russland hat Präsident Medwedew überraschend sein Veto gegen ein Gesetz eingelegt, das die Versammlungsfreiheit weiter einschränken sollte. Das Gesetz widerspreche dem in der Verfassung verankerten Demonstrationsrecht, begründete Medwedew sein Veto in einem Brief an die beiden Parlamentskammern. Laut dem im Oktober verabschiedeten Gesetzeswerk hätte niemand eine Kundgebung beantragen dürfen, der bereits wegen der Organisation unerlaubter Massenversammlungen vorbestraft ist.

FRANKFURT AM MAIN: Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Schneider, hat die Bundesregierung aufgefordert, sich stärker für den Schutz von Christen in islamischen Staaten einzusetzen. Es sei eine bestürzende Tatsache, dass das Christentum die weltweit am meisten verfolgte Religion sei, sagte Schneider der Zeitung "Frankfurter Rundschau". Nach seinen Worten haben Christen in vielen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens keine Lebensgrundlage mehr, werden vertrieben oder müssen vor drohender Verfolgung fliehen.

LÜCHOW: Der Castor-Zug mit hochradioaktivem Atommüll hat seine Fahrt in Richtung deutscher Grenze fortgesetzt. Nach der Blockade durch Atomkraftgegner bei Caen im Norden Frankreichs änderte der Konvoi mit den elf Atommüllbehältern seine Route, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Auf der deutschen Seite der Grenze ist die Zugstrecke weiträumig mit Stacheldraht gesichert. Der Transport soll im Laufe des Tages die Grenze passieren und dann nach Norden in Richtung Gorleben in Niedersachsen rollen. Die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg hat eine Großdemonstration im niedersächsischen Wendland gegen den Castor-Zug geplant. Die 154 Tonnen hochradioaktiven Mülls aus deutschen Meilern waren in der französischen Anlage La Hague aufbereitet worden.

PORT-AU-PRINCE: In Haiti sind mindestens sechs Menschen durch den Hurrikan "Tomas" ums Leben gekommen. Besonders betroffen ist die südwestlich gelegene Hafenstadt Leogane. Sie wurde völlig überflutet, mindestens zwei Bewohner gelten noch als vermisst. Leogane wurde bereits bei dem schweren Erdbeben im Januar zu 90 Prozent zerstört, zahlreiche Familien flüchteten nun vor den Fluten aus ihren Notunterkünften. Hilfskräfte befürchten, dass der Wirbelsturm zu einer weiteren Ausbreitung der Cholera in Haiti führen könnte. "Tomas" erreichte Windgeschwindigkeiten von 140 Kilometern pro Stunde. Das US-Hurrikanzentrum in Miami erwartet noch eine weitere Zunahme der Windgeschwindigkeit.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden bis zum Nachmittag locker bewölkt und etwas Sonne. Sonst meist dichte Wolken mit Schauern. Höchstwerte acht bis 16 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 9 Grad, Regen;

Berlin: 9 Grad, Niesel;

Dresden: 13 Grad, nach Regen;

Köln/Bonn: 10 Grad, Regen;

Frankfurt am Main: 14 Grad, stark bewölkt und

München: 12 Grad, bedeckt.

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