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Nachrichten

Samstag, 6. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NADSCHAF: Im Irak sind in der schiitischen Pilgerstadt Nadschaf bei der Explosion einer Autobombe mindestens vier Menschen getötet worden. Am Sonntag wird im Irak ein neues Parlament gewählt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief die rivalisierenden Schiiten und Sunniten zu einer fairen Abstimmung auf. In den vergangenen Tagen waren bei Anschlägen im Land mindestens 45 Menschen getötet worden.

NEW YORK: Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei in Ost-Jerusalem hat der Weltsicherheitsrat beide Seiten zur Mäßigung aufgefordert. Provokationen müssten vermieden werden um wieder verhandeln zu können, heißt es in einer Erklärung des höchsten UN-Gremiums. Die isaelische Polizei hatte am Freitag den Tempelberg in Jerusalem gestürmt und eine Demonstration von Palästinensern gewaltsam aufgelöst. Diese hatten nach Angaben der Polizei Steine auf jüdische Gläubige geworfen.--Auf dem Jerusalemer Tempelberg steht mit der El-Aksa-Moschee das drittwichtigste islamische Heiligtum. Die Klagemauer ist die heiligste Stätte im Judentum.

MÜNCHEN: In Deutschland nimmt der Skandal um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche immer größere Dimensionen an und offenbart dabei immer neue, erschütternde Details. Im oberbayerischen Benediktiner-Kloster Ettal wird die Zahl der Opfer brutaler Züchtigungen und sexueller Übergriffe inzwischen auf mindestens 100 beziffert. Der vom Kloster eingesetzte Sonderermittler Pfister kommt in seinem Zwischenbericht zu dem Schluss, dass Mönche jahrzehntelang bis in die 1980er Jahre Kinder und Jugendliche missbraucht, verprügelt und gequält haben. Eine systematische "Kultur des Schweigens und Wegschauens" habe den Tätern das Treiben erleichtert.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel und der griechische Ministerpräsident Papandreou haben Spekulanten den Kampf angesagt, die auf eine Staatspleite Griechenlands setzen. Man könne nicht dulden, dass Spekulanten "Profiteure" der Krise seien, sagte Merkel mit Blick zum Beispiel auf Kreditausfallversicherungen. Insbesondere müssten solche Geschäfte eingedämmt werden, die sich gezielt gegen die Stabilität einzelner Staaten richteten. Die Kanzlerin lobte das Athener Sparpaket über 4,8 Milliarden Euro als "gewaltige Kraftanstrengung". Mit einer gemeinsamen Regierungskommission will Deutschland helfen, die griechische Wirtschaft zu modernisieren.

ATHEN: In Griechenland sind erneut mehrere tausend Menschen auf die Straße gegangen, um gegen das Sparpaket der Regierung zu protestieren. In der Hauptstadt Athen kam es dabei zu gewaltsamen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften, nachdem Unbekannte den Chef der größten Gewerkschaft des Landes angegriffen hatten. Am Freitag hatte das Parlament das Sparpaket der Regierung verabschiedet. - Griechenland steht unter erheblichem Druck der EU, die um die Stabilität des Euro fürchtet.

BERLIN: Der Airbus-Militärtransporter A400M ist vor dem Scheitern bewahrt worden. Die sieben Käuferstaaten und der Mutterkonzern EADS verständigten sich grundsätzlich über die Aufteilung der Zusatzkosten von mindestens 5,2 Milliarden Euro. Laut Verteidigungsministerium sind die Bestellernationen bereit, zwei Milliarden Euro mehr zu zahlen. Weitere 1,5 Milliarden Euro entfallen auf Exportkredite. Im Gegenzug werden Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Belgien, Luxemburg und die Türkei am A400M-Verkaufserlös beteiligt.

REYKJAVIK: Die Isländer stimmen an diesem Samstag über die mögliche Rückzahlung von rund 3,9 Milliarden Euro an Sparer aus Großbritannien und den Niederlanden ab. Das so genannte Icesave-Gesetz war vom Parlament mit knapper Mehrheit verabschiedet worden. Islands Präsident Olafur Grimsson hatte aber sein Veto eingelegt und so eine Volksabstimmung erzwungen. Hintergrund der zur Abstimmung stehenden Entschädigungszahlungen ist der Zusammmenbruch der isländischen Online-Bank Icesave auf dem Höhepunkt der Finanzkrise.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden weiter dichte Wolken und Schneefall. Von Norden her zunehmend aufgeheitert. Höchstwerte zwischen plus drei und minus vier Grad.

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