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Nachrichten

Samstag, 6. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Die USA halten im Atomstreit den Druck auf den Iran aufrecht. Teheran müsse seinen Pflichten nachkommen oder sich auf weitere Sanktionen einstellen, sagte der Nationale Sicherheitsberater der US-Regierung, Jones, auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Tür für eine diplomatische Lösung des Konflikts stehe trotz des rätselhaften Verhaltens der iranischen Führung weiter offen. Bundesaußenminister Westerwelle und die außenpolitische Repräsentantin der Europäischen Union, Ashton, forderten den Iran auf, den friedlichen Charakter seines Atomprogramms zu beweisen. Vertrauensbildende Maßnahmen seien dringend notwendig. Der Iran hatte zuletzt die Bereitschaft signalisiert, schwach angereichertes Uran zur Weiterverarbeitung ins Ausland zu schicken.

STUTTGART/IQUALIT: Der künftige EU-Kommissar Oettinger sieht in der Stabilisierung des Euros die größte Herausforderung für Europa. Dem Reutlinger „General-Anzeiger“ sagte der scheidende Regierungschef von Baden-Württemberg, die dramatisch zugespitzte Haushaltslage in mehreren Euroländern gefährde die Gemeinschaftswährung. Oettingers CDU-Parteikollege, Bundesfinanzminister Schäuble, sieht dagegen keine Gefahr für den Euro. Die harschen Reaktionen der Finanzmärkte auf die Haushaltsdefizite in Griechenland und Portugal seien überzogen, sagte Schäuble vor einem G7-Treffen im kanadischen Iqualit. Die Finanzminister und Zentralbankchefs der sieben führenden Industrienationen beraten dort über eine Reform der internationalen Finanzmärkte und den Zustand der Weltwirtschaft.

BERLIN: Bundesfinanzminister Schäuble rechnet nach der jüngsten Steuersünder-Affäre mit einer Lockerung des Schweizer Bankengeheimnisses. Im 21. Jahrhundert dürfe das Bankengeheimnis kein Instrument mehr sein, das von Staats wegen die Steuerhinterziehung ermögliche, sagte Schäuble der „Süddeutschen Zeitung“. Die Deutsche Steuergewerkschaft fordert die Bundesländer auf, mehr Steuerprüfer einzustellen. In den Finanzämtern und den Steuerfahndungsstellen würden kurzfristig 10.000 weitere Fachleute benötigt, um auch hierzulande mehr Steuersündern auf die Spur zu kommen, sagte Gewerkschaftschef Ondracek der „Rheinischen Post“. Dadurch könne der Staat etwa zehn Milliarden Euro jährlich mehr einnehmen.

MÜNCHEN: Bundesumweltminister Röttgen (CDU) hat seiner Partei geraten, sich möglichst bald von der Atomkraft zu verabschieden. Die Union müsse sich gut überlegen, ob sie gerade dieKernenergie zu einem Alleinstellungsmerkmal machen wolle, sagte Röttgen der "Süddeutschen Zeitung". Die gesellschaftlichen Widerstände gegen Atomkraftwerke seien zu groß. Die Bundesregierung werde bis zum Herbst darlegen, wie die Reaktoren schrittweise durch erneuerbare Energien abgelöst werden sollen. Details dazu nannte er noch nicht.

KANDAHAR: Im Süden Afghanistans haben Polizisten sieben Zivilisten erschossen. Die Sicherheitskräfte hätten die Dorfbewohner, die im Grenzgebiet zu Pakistan Brennholz sammelten, für Aufständische gehalten und aus rund 400 Metern Entfernung das Feuer eröffnet, teilten die Behörden in der betroffenen Provinz Kandahar mit. Zu der Attacke kam es nahe der Grenzstadt Spin Boldak, die als Einfalltor für Taliban-Rebellen aus Pakistan gilt. Gegen die sechs beteiligten Polizisten werde ermittelt, hieß es weiter.

PORT-AU-PRINCE: Der frühere US-Präsident Clinton hat als UN-Sondergesandter für Haiti dem Karibikstaat eine bessere Koordinierung der internationalen Hilfen zugesagt. Er versuche herauszufinden, wo die Engpässe bei der Unterstützung der Erdbeben-Opfer seien, sagte Clinton nach seiner Ankunft in der Hauptstadt Port-au-Prince. Drei Wochen nach dem schweren Beben beklagen sich immer noch viele Haitianer, dass die Hilfe bei ihnen nicht ankomme. Nach Angaben der UN fehlen weiterhin Zelte und andere Notunterkünfte sowie Toiletten.

WASHINGTON: Über die US-Ostküste tobt derzeit einer der heftigsten Schneestürme der vergangenen Jahre. Für die Bundesstaaten von Virginia bis New Jersey sagten die Meteorologen bis Samstagabend bis zu 80 Zentimeter Neuschnee voraus.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Süden noch etwas Regen oder Schneeregen, im Nordosten teils aufgelockert und meist trocken. Tageshöchstwerte minus zwei bis plus acht Grad.

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