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Nachrichten

Samstag, 6. Dezember 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Die so genannte schnelle Eingreiftruppe im Einsatzgebiet der Bundeswehr in Nordafghanistan soll nach Informationen des Magazins 'Focus' zahlenmäßig verdreifacht werden. Wie das Blatt berichtet, sehen die Planungen der NATO vor, dass die bisherige Kompanie von rund zweihundert Soldaten auf ein Bataillon mit 600 Männern und Frauen aufgestockt wird. Bisher stellt die Bundeswehr die gesamte Eingreiftruppe. Nach dem Bericht ist noch offen, ob Deutschland die zusätzlichen Kämpfer selbst schickt oder Soldaten anderer Nationen angefordert werden.

FRANKFURT AM MAIN: Die bevorstehende Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung stößt beim Deutschen Gewerkschaftsbund auf scharfe Kritik. Die Verringerung zum Beginn kommenden Jahres sei in der größten Finanzkrise der Nachkriegsgeschichte unverantwortlich und hoch riskant, sagte das Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der 'Frankfurter Rundschau'. Der Bundesagentur für Arbeit drohe im kommenden Jahr ein Defizit von mindestens sechs Milliarden. Zudem werde sich die Wirtschaftskrise negativ auf den Arbeitsmarkt niederschlagen, sagte sie. Der Bundestag hatte beschlossen, den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von bisher 3,3 Prozent auf 2,8 Prozent zu senken.

HAMBURG: Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat die Bundesregierung davor gewarnt, wegen der Finanzkrise das Klimaschutz-Paket der Europäischen Union aufzuweichen. Das berichtet die Wochenzeitung 'Die Zeit' in ihrer Internet-Ausgabe. Das siebenköpfige Gremium befürchtet danach vor allem, dass durch den Verzicht auf Versteigerung der Emissionsrechte die Industrie massiv zulasten der Verbraucher begünstigt werde. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt angekündigt, sie wolle sich in der EU für entsprechende Ausnahmen bei der energieintensiven Industrie einsetzen.

WASHINGTON: In den USA zeichnet sich angesichts steigender Arbeitslosenzahlen ein milliardenschweres Rettungspaket für die angeschlagene Autoindustrie ab. Um den möglichen Zusammenbruch von Konzernen zu verhindern, sollen nach Angaben aus dem Kongress staatliche Hilfen von 15 bis 17 Milliarden Dollar bereitgestellt werden. Damit würde das Paket zwar nur etwa halb so groß ausfallen wie von den drei führenden Autoherstellern erhofft. Das Geld würde aber über Finanzengpässe hinwegretten, bis der gewählte US-Präsident Barack Obama am 20. Januar sein Amt antritt. Die demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sprach von einer begrenzten Hilfe, um der Autoindustrie die Entwicklung sparsamer Fahrzeuge zu ermöglichen. Entsprechende Gesetzte sollten Anfang der Woche eingebracht werden.

WASHINGTON: Im Zuge der schweren Finanzkrise ist in den USA erneut eine Bank in die Pleite gerutscht. Die US-Einlagensicherungs-Behörde schloss das regionale Geldhaus Georgia Community Bank, die Einlagen wurden an die United Bank übertragen. Es ist bereits die 23. Bankenpleite in den USA seit Jahresbeginn. Für die Kunden bleibe die Schließung ohne Auswirkungen, erklärte die Behörde.

TEGUCIGALPA: Angesichts der weltweiten Finanzkrise haben sich die Staaten Zentralamerikas auf die Einführung einer gemeinsamen Währung verständigt. Die Vertreter von acht Ländern einigten sich auf einem Gipfeltreffen in Honduras zudem auf einen 41 Punkte umfassenden Wirtschaftsplan zur Bewältigung der Folgen der Krise. Unter anderem soll ein regionaler Hilfsfonds für den Landwirtschafts-, Dienstleistungs- und Handelssektor aufgelegt werden.

NEU DELHI: Die indischen Sicherheitskräfte haben über die großen Flughäfen des Landes die höchste Alarmstufe verhängt. Ein Sprecher des Ministeriums für Zivilluftfahrt nannte ausdrücklich die internationalen Airports in Neu Delhi, Bangalore und Madras. Es seien bereits vor einigen Tagen Anschläge auf Flughäfen, Geiselnahmen und Flugzeugentführungen angedroht worden. -- Die Polizei in der ostindischen Metropole Kalkutta gab unterdessen die Festnahme von zwei Männern bekannt, die bei der jüngsten Anschlagsserie von Bombay den Attentätern Mobilfunkkarten beschafft haben sollen. Bei den Anschlägen waren 172 Menschen getötet worden, darunter auch neun der zehn Attentäter.

MEKKA: Zum Beginn der islamischen Pilgerfahrt Hadsch haben sich im saudiarabischen Mekka rund zwei Millionen Moslems versammelt. Die Gläubigen machen sich zunächst auf den Weg ins Mina-Tal, das rund fünf Kilometer östlich von Mekka liegt. Die Pilgerfahrt wird von 100.000 Sicherheitskräften bewacht, um Anschläge und Massenpaniken zu verhindern. Im Jahr 2006 waren bei einer Massenpanik mehr als 360 Pilger totgetreten worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt, vor allem in der Mitte und im Süden immer wieder Schauer, in den höheren Lagen der Mittelgebirge Schnee. Im Norden meist trocken. Höchstwerte zwischen zwei und sieben Grad.


Zuletzt meldeten:


Hamburg: 4 Grad, bewölkt;

Berlin: 4 Grad, dunstig;

Dresden: 4 Grad, bedeckt;

Köln/Bonn: 5 Grad, regnerisch;

Frankfurt am Main: 5 Grad, regnerisch und

München: 4 Grad, stark bewölkt.

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