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Nachrichten

Samstag, 5. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Bei einem Anschlag auf die Bundeswehr in Kundus sind nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam vier deutsche Soldaten verletzt worden. Der Gouverneur der Provinz Kundus sagte, der Attentäter habe sich mit einem Auto in die Luft gesprengt. Ob Zivilisten zu Schaden gekommen sind, war unklar. Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Am Freitag waren bei einem Luftangriff im Auftrag deutscher Truppen viele Menschen ums Leben gekommen. Die Bundeswehr spricht von rund 50 getöteten Aufständischen. Afghanische Quellen berichten von über 90 Toten, darunter viele Zivilisten. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hatte den Luftangriff wegen der Gefahrenlage für die deutschen Soldaten verteidigt. NATO und Vereinte Nationen haben eine Untersuchung eingeleitet.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen planen für das kommende Jahr eine neue Afghanistan-Konferenz. Das Treffen werde vermutlich im Frühjahr 2010 in der Hauptstadt Kabul stattfinden, teilte ein UN-Sprecher in New York mit. Nach der umstrittenen Wahl in Afghanistan wolle man die neue Regierung und wichtige internationale Unterstützer zusammenbringen. Ziel sei es, die Entwicklung des Landes voranzubringen und den Ausbau der Demokratie zu fördern.

LONDON: Zu Beginn des G-20-Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs hat der britische Premierminister Gordon Brown weitere Anstrengungen zur Belebung des Wirtschaftswachstums gefordert. Bereits jetzt aus den staatlichen Nothilfen für die schwächelnde Wirtschaft auszusteigen wäre ein schwerer Fehler, sagte Brown in London. In der britischen Hauptstadt beraten die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer über Auswege aus der weltweiten Wirtschaftsflaute. Dabei soll vor allem über neue Regeln für die Vergütung von Bankmanagern und eine Reform des Internationalen Währungsfonds (IWF) diskutiert werden. Zudem soll der G20-Gipfel Ende September im amerikanischen Pittsburgh vorbereitet werden.

STUTTGART: Die deutschen Banken und Sparkassen haben die Finanzminister der G20-Gruppe vor einer Verschärfung der Auflagen für die Kreditwirtschaft gewarnt. Sollten sich die G20 auf strengere Eigenkapitalvorschriften für die Geldinstitute einigen, drohe eine drastische Verknappung der Kreditvergabemöglichkeiten, meldet die "Stuttgarter Zeitung" unter Berufung auf ein Schreiben des Zentralen Kreditausschusses an die Bundesregierung. Angesichts der andauernden Diskussion über eine mögliche Kreditklemme in Deutschland, seien die diskutierten Vorschläge mehr als kontraproduktiv.

FRANKFURT AM MAIN: Die Abwrackprämie hat nach einem Zeitungsbericht positive Auswirkungen auf den Umweltschutz. So liege der Benzinverbrauch der zwei Millionen neu angeschafften Fahrzeuge um 20 Prozent unter dem der verschrotteten Autos, zitiert die "Frankfurter Rundschau" eine Untersuchung des Instituts für Energie- und Umweltforschung. Auch der Schadstoffausstoß liege deutlich niedriger, heißt es in der im Auftrag des Bundesumweltministeriums durchgeführten Studie. - Bundeskanzlerin Angela Merkel schloss eine Fortsetzung der Abwrackprämie erneut aus. Die wirtschaftliche Lage habe sich so weit gebessert, dass die Prämie nicht mehr nötig sei.

ERFURT: Eine Woche nach der Landtagswahl in Thüringen sind Vertreter von CDU und SPD zu ersten Sondierungsgesprächen zusammengekommen. Beide Seiten wollen dabei die Möglichkeiten einer Koalition ausloten. Die CDU hatte bei der Wahl knapp 12 Prozentpunkte verloren. Sozialministerin Christine Lieberknecht (CDU), die nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Dieter Althaus große Chancen auf dessen Nachfolge hat, rechnet nicht vor der Bundestagswahl am 27. September mit einem Ergebnis. Zunächst gelte es, Vertrauen bei der SPD aufzubauen, sagte Lieberknecht dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". - Die Sozialdemokraten verhandeln auch mit den Grünen und der Linkspartei.

JERUSALEM: Die EU und die USA haben die neuen Siedlungspläne der israelischen Regierung in den Palästinensergebieten scharf kritisiert. Nach Angaben des Weißen Hauses will US-Präsident Barack Obama einen Ausbau der Siedlungen nicht akzeptieren. Der britische Außenminister David Miliband nannte die Siedlungen illegal und forderte einen vollständigen Baustopp, um die Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern wieder in Gang zu bringen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu will in den nächsten Tagen die Errichtung mehrerer hundert Wohnungen veranlassen.

TEHERAN: Venezuelas Staatschef Hugo Chávez ist zu Gesprächen mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in Teheran eingetroffen. Nach Berichten iranischer Medien wollen beide Länder die Zusammenarbeit ausbauen und gemeinsam gegen die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise vorgehen. Ahmadinedschad und Chávez sehen sich als Gegner der USA und fordern seit längerem eine neue Weltwirtschaftsordnung.

LIBREVILLE: Im zentralafrikanischen Gabun ist es infolge der umstrittenen Präsidentenwahl erneut zu gewaltsamen Demonstrationen und Plünderungen gekommen. Betroffen war vor allem Port Gentil, die zweitgrößte Stadt und Wirtschaftszentrum des ölreichen Kleinstaates. Der Nachrichtendienst Gaboneco berichtete, zwei Demonstranten seien bei Auseinandersetzungen mit der Polizei ums Leben gekommen. Die Proteste richten sich gegen den Wahlsieg von Ali Ben Bongo, dem Sohn des im Juni verstorbenen Staatschefs Omar Bongo. Die Opposition zweifelt das Ergebnis an und spricht von Wahlbetrug. Das Verfassungsgericht hatte am Freitag den Wahlsieg Ali Ben Bongos bestätigt.

NEW YORK: In mehreren westafrikanischen Ländern sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 350.000 Menschen von schweren Überschwemmungen betroffen. Dabei sind bislang in Ghana mindestens 25 Menschen und in Burkina Faso sieben ums Leben gekommen, wie die UN in New York mitteilten. Besonders kritisch sei die Lage in Burkina Faso, wo 110.000 Menschen aus ihren Häusern fliehen mussten. Andere von Überschwemmungen betroffene Länder sind Guinea, Niger und Senegal.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden stark bewölkt mit Schauern und Gewittern, später in Nordosten Aufheiterungen. Sonst wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern, südlich der Donau und im Südwesten meist trocken.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 13°, Regen;

Berlin: 12°, Regen;

Dresden: 12°, nach Regen;

Köln/Bonn: 14°, stark bewölkt;

Frankfurt am Main: 13°, wolkig und

München: 12°. leicht bewölkt

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