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Nachrichten

Samstag, 5. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WIESBADEN: Der CDU-Bundesvorstand hat sich einstimmig für eine Verschärfung des Jugendstrafrechts ausgesprochen. Damit stellte sich die CDU-Spitze hinter die Forderungen von Hessens Ministerpräsident Roland Koch. In dem Sieben-Punkte-Katalog verlangt der CDU-Vorstand unter anderem höhere Jugendstrafen, einen Arrest auch bei Bewährungsstrafen und eine schnellere Abschiebung ausländischer Straftäter in bestimmten Fällen. Am Freitag hatte die CDU-Vorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Vorwurf zurückgewiesen, Koch missbrauche das Thema im Wahlkampf. In drei Wochen wird in Hessen und Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Auf der Klausursitzung in Wiesbaden beschloss der CDU-Vorstand außerdem ein höheres Kindergeld und niedrigere Steuersätze.

BERLIN: Im Tarifkonflikt bei der Bahn haben Vertreter der Arbeitgeber und der Lokführergewerkschaft GDL ihre Verhandlungen fortgesetzt. Ein Sprecher der GDL sagte, er hoffe, dass noch im Laufe des Tages ein Ergebnis präsentiert werden könne. Zuvor hatte Gewerkschafts-Chef Manfred Schell gesagt, es gebe noch Streitpunkte, die aus dem Weg geräumt werden müssten. In den Verhandlungen geht es nach wie vor um die Forderung nach Lohnerhöhungen und einem eigenständigen Tarifvertrag. Die GDL hatte angekündigt, sie wolle am heutigen Samstag darüber entscheiden, ob sie zu neuen Streiks in der kommenden Woche aufrufe.

NAIROBI: Durch die politische Krise in Kenia droht nach Befürchtungen von Hilfsorganisationen eine Flüchtlingswelle in dem ostafrikanischen Land. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind von den gewaltsamen Unruhen nach den umstrittenen Wahlen eine halbe Million Menschen betroffen. Darüber hinaus seien 400.000 Kenianer in das benachbarte Uganda geflohen, sagte die Sprecherin von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Deshalb habe Ban den kenianischen Präsidenten Mwai Kibaki und Oppositionsführer Raila Odinga dazu gedrängt, den gewaltsamen Unruhen ein Ende zu setzen. Die Afrika-Beauftragte der US-Regierung, Jendayi Frazer, traf inzwischen in Nairobi mit Odinga zusammen, um über eine Beilegung der Krise zu sprechen.

TIFLIS: Gut vier Jahre nach einem weitgehend friedlichen Machtwechsel stimmt Georgien in einer vorgezogenen Wahl über einen neuen Präsidenten ab. Rund 3,4 Millionen der 4,5 Millionen Einwohner sind stimmberechtigt. Die Wahl gilt als Test für die Stabilität der Demokratie in der früheren Sowjetrepublik. Favorit ist der 40-jährige bisherige Amtsinhaber Michail Saakaschwili, der im November nach Massenprotesten auf Forderungen nach einer vorgezogenen Neuwahl einging und zurücktrat. Befürchtet wird eine neuerliche politische Krise, sollte die Opposition des Landes die Abstimmung als manipuliert kritisieren und ihre Anhänger erneut auf die Straße schicken. In zwei Referenden stimmen die Georgier auch über einen NATO-Beitritt ihres Landes und eine vorgezogene Parlamentswahl im Frühling ab.

BELGRAD: In der serbischen Regierung ist ein heftiger Streit darüber ausgebrochen, ob Ende Januar ein Vertrag über die weitere Annäherung an die Europäische Union unterschrieben werden soll. Die Unterzeichnung werde auf jeden Fall stattfinden, bekräftigte jetzt der stellvertretende serbische Ministerpräsident Bozidar Djelic in der Belgrader Zeitung 'Blic'. Regierungschef Vojislav Kostunica hatte dagegen angekündigt, der Vertrag sei hinfällig, falls die EU wie geplant Fachleute und Polizisten in die vor der Unabhängigkeit stehende Provinz Kosovo schicke. Djelic drohte Kostunica für diesen Fall mit dem Ende der Regierung.

RAMALLAH: Die anhaltenden israelischen Militäreinsätze im Westjordanland zerstören nach Ansicht des palästinensischen Chefunterhändlers Saeb Erekat zunehmend die Hoffnung auf einen Erfolg der Friedensverhandlungen für den Nahen Osten. In einem Interview des palästinensischen Rundfunks kritisierte er insbesondere fortwährende Razzien in der Stadt Nablus. Dort leben etwa 150.000 Palästinenser seit Donnerstag unter einer Ausgangssperre. Besonders aus der Altstadt wird von ständigen Hausdurchsuchungen berichtet. Seit Beginn der israelischen Militär-Aktion sind dabei nach Angaben aus Krankenhäusern mehr als 40 Palästinenser verletzt worden.

COLOMBO: Bei den anhaltenden Kämpfen zwischen Regierungstruppen und tamilischen Rebellen sind im Norden Sri Lankas mindestens neun weitere Menschen getötet worden. Im nördlichen Bezirk Mannar starben nach Angaben der Streitkräfte sechs Rebellen der so genannten 'Befreiungstiger von Tamil Eelam', bei einem weiteren Gefecht zwei Aufständische und ein Soldat. Die Regierung Sri Lankas hatte jüngst beschlossen, den im Februar 2002 unterzeichneten Waffenstillstand mit den Rebellen aufzukündigen, weil er durch die zuletzt wieder aufgeflammten Kämpfe gegenstandslos geworden sei.

RABAT: In Marokko sind 50 radikale Moslems wegen Verschwörung zu Bombenanschlägen und Raub zu bis zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht befand die Verurteilten für schuldig, Angriffe auf Regierungsgebäude und Touristenattraktionen in Casablanca und anderen Städten geplant zu haben. Die Männer sind Mitglieder der so genannten "Mehdi Partisanen". Seit den Anschlägen in Casablanca mit 45 Toten im Jahre 2003 sind in Marokko etwa 3.000 Terror-Verdächtige festgenommen worden.

HAMBURG: Angesichts des unerwartet starken Absatzeinbruchs auf dem deutschen Auto-Markt hat der US-Autobauer General Motors vor gravierenden Folgen für die Branche gewarnt. Der Europa-Chef des Konzerns, Carl-Peter Forster, sagte der 'Bild'-Zeitung, die immens gestiegenen Kosten für das Autofahren und unklare politische Rahmenbedingungen seien verantwortlich für die Absatzkrise. Werde der Trend nicht gestoppt, seien Tausende Jobs bedroht. Forster griff auch die Mineralölunternehmen wegen ihrer unklaren Preispolitik an. Ständig neue Preis-Abstände zwischen Superbenzin und Diesel irritieren genauso wie die Unklarheit, wie lange es noch Normalbenzin geben werde.

HAMBURG: Die Zahl der Pauschalreise-Buchungen hat zuletzt mit einem Anstieg um 3,5 Prozent einen neuen Rekordwert von mehr als 83 Millionen erreicht. Wie die 'Bild'-Zeitung unter Berufung auf den Deutschen Reiseverband weiter berichtet, planen in diesem Jahr mehr als 64 Millionen Bundesbürger eine Reise von fünf Tagen Dauer oder mehr. Damit werde der Umsatz der Branche nach bisheriger Hochrechnung erstmals die Marke von 30 Milliarden Euro überschreiten. Nach Informationen des Fachverbandes haben im vergangenen Jahr 30 Millionen Deutsche ihren Urlaub in Deutschland verbracht, während 9 Millionen nach Spanien, 7 Millionen nach Italien, knapp 6 Millionen nach Österreich sowie gut 4 Millionen in die Türkei reisten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten teils heiter, teils trüb. In der Westhälfte stark bewölkt und regnerisch. Höchstwerte zwischen vier und acht Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: - 1 Grad, stark bewölkt;

Berlin: - 2°, Regen;

Dresden: - 4°, stark bewölkt;

Köln/Bonn: + 6°, Regen;

Frankfurt am Main: 0°, stark bewölkt und

München: - 3°, dunstig.

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