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Nachrichten

Samstag, 5. Dezember 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Wenige Tage vor dem Weltklimagipfel im dänischen Kopenhagen gibt es neue Hoffnung auf einen möglichen Durchbruch bei den Verhandlungen. So erklärte ein Sprecher der US-Regierung, Präsident Barack Obama werde - anders als zunächst geplant - persönlich an den Schlussverhandlungen am 18. Dezember teilnehmen. Obama sei optimistisch, dass es beim Klimagipfel einen Erfolg geben könne. Ein Grund dafür seien die Zusagen Chinas und Indiens. Beide Staaten hatten sich kürzlich auf konkrete Ziele zur Drosselung ihrer Treibhausgase verständigt. Indien und China gehören zusammen mit den USA zu den fünf Staaten mit dem weltweit größten CO2-Aussstoß. Sollten sie sich bei der Weltklimakonferenz einigen, ist zwar weiter mit einem Anstieg der Treibhausgase zu rechnen, allerdings mit deutlich geringerem Tempo.

MOSKAU: Bei einem Großbrand in einem Nachtclub der russischen Stadt Perm sind nach offiziellen Angaben mindestens 102 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 130 Besucher des Lokals wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Die Bevölkerung der etwa 1.400 Kilometer östlich von Moskau am Ural gelegenen Stadt wurde aufgerufen, Blut zu spenden. Nach ersten Erkenntnissen lösten explodierende Feuerwerkskörper die Katastrophe aus.

HAMBURG: Vor dem von der Bundeswehr angeforderten Luftangriff auf die beiden von Taliban gekaperten Tanklastwagen bei Kundus hat es offenbar größere Meinungsunterschiede zwischen dem deutschen Kommando und den US-Piloten gegeben. Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet unter Berufung auf den NATO-Abschlussbericht zu dem Angriff vom 4. September, die Besatzung der Jagdbomber habe den Auftrag, die Tanklaster zu bombardieren, mehrfach hinterfragt. Die US-Piloten wollten nur zwei und nicht wie von Bundeswehrseite zunächst gefordert sechs Bomben abwerfen, heißt es. Außerdem habe die US-Besatzung insgesamt fünf Tiefflüge als Warnung vorgeschlagen. Dies habe das Bundeswehrkommando in Kundus abgelehnt. Bei dem Luftschlag starben 142 Menschen, darunter Zivilisten.

BERLIN: Nach der Verabschiedung des umstrittenen Steuerpakets im Bundestag wollen Regierung und Koalitionsfraktionen die Gespräche mit den Bundesländern intensivieren, um eine Blockade im Bundesrat zu verhindern. Insbesondere die Landesregierungen von Schleswig-Holstein und dem Saarland stehen dem sogenannten "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" kritisch gegenüber. Sie sehen noch nicht, wie die durch die geplanten Entlastungen für Familien, Unternehmen, Erben und Hotels zu erwartenden Steuerausfälle in ihren Landeshaushalten kompensiert werden können. Sollte eines der beiden Länder bei der ablehnenden Haltung bleiben, hätte das Steuerpaket bei der für den 18. Dezember geplanten Abstimmung im Bundesrat keine Mehrheit.

TEHERAN: Der Iran will nach eigenen Angaben insgesamt 20 Großanlagen zur Urananreicherung bauen. Nur so könne die Islamische Republik in den kommenden Jahren ausreichend Strom produzieren, zitiert die amtliche Nachrichtenagentur IRNA den Chef des iranischen Atomprogramms, Ali Akbar Salehi. Die Regierung in Teheran setzt mit dieser Ankündigung ihren Konfrontationskurs gegen die Internationale Atomenergiebehörde fort. Die UN-Behörde hatte den Iran zu einem Stopp der Urananreicherung aufgefordert. Irans Präsident Mahmud Ahmadineschad hatte zuletzt erklärt, die Atomenergiebehörde folge dem Druck nur scheinbar mächtiger Staaten und erlasse illegale Resolutionen gegen die iranische Nation.

MANILA: Zwei Wochen nach dem Massaker auf den Philippinen mit fast 60 Toten ist die Provinz Maguidanao unter Kriegsrecht gestellt worden. Der frühere Provinzgouverneur Andal Ampatuan und sein Sohn seien festgenommen worden. Bei Razzien in Häusern des machtvollen Ampatuan-Clanes habe man Waffen- und Munitionslager sicherstellen können, bestätigte die Regierung in Manila. Mit dem Massaker Ende November soll der Clan versucht haben, einen politischen Rivalen auszuschalten. Der Ampatuan-Clan war lange Zeit eng mit Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo verbündet. Deren Partei schloss die Ampatuan-Familie inzwischen aus.

PESHAWAR: Bei einem Autobombenanschlag in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar sind mindestens drei Menschen getötet worden. Der Sprengsatz explodierte in der Nähe eines Schnellrestaurants, wie die Polizei mitteilte. Pakistan wird seit Oktober von einer Terrorwelle erschüttert, der bislang mehr als 400 Menschen zum Opfer gefallen sind. Am Freitag hatten Selbstmordattentäter ein Blutbad in einer Moschee in Rawalpindi angerichtet und 40 Menschen mit in den Tod gerissen.

WINDHUK: In Namibia ist Präsident Hifikepunye Pohamba mit rund 76 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Seine Partei, die regierende frühere Befreiungsbewegung SWAPO, verteidigte bei der Präsidenten- und Parlamentswahl ihre Zwei-Drittel-Mehrheit, wie die staatliche Wahlkommission in Windhuk bestätigte. --- Die von der SWAPO abgespaltene RDP unter Ex-Minister Hidipo Hamutenya, die erstmals angetreten war, kam auf rund elf Prozent.

ZUM FUSSBALL: Die deutsche Nationalelf trifft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika in Gruppe D auf Australien, Serbien und Ghana. Dies ergab die mit Spannung erwartete Auslosung in Kapstadt. Bundestrainer Joachim Löw sprach von einem schwierigen, aber machbaren Auftaktprogramm.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten zunächst neblig-trüb. Im Tagesverlauf örtlich etwas Sonne. Im Westen gebietsweise Regen. Höchstemperaturen zwei bis zehn Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 3 Grad, wolkig;

Berlin: 0 Grad, leicht bewölkt;

Dresden: 0 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: 3 Grad, leichter Regen;

Frankfurt am Main: 3 Grad, wolkig und

München: 1 Grad, wolkig.

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