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Nachrichten

Samstag, 5. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

BEIRUT: Israelische Kampfjets haben erneut die libanesische
Hauptstadt angegriffen. Bombardiert wurden südliche Vororte, die als Hochburgen der islamischen Hisbollah-Miliz gelten. Landesweit seien 70 Ziele angeflogen worden, meldete die Armee. Auch aus der südlibanesischen Hafenstadt Tyrus werden israelische Attacken aus der Luft gemeldet. Außerdem seien dort zwei Einsatzkommandos mit Fallschirmjägern gelandet und in Gefechte mit Hisbollah-Kämpfern verwickelt worden. Diese antworteten wieder mit Raketenabschüssen unter anderem auf nördliche Vororte der israelischen Hafenstadt Haifa. An der zweiten Front im palästinensischen Gazastreifen dauert der Krieg ebenfalls an. Krankenhäuser berichten von mindestens fünf Todesopfern durch israelische Luft- und Bodenattacken auf mutmaßlich militante Palästinenser in der Nähe von Rafah.

SANTO DOMINGO: Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, hat vor einer möglichen Ausweitung des Krieges im Libanon gewarnt und eine Friedenslösung für die gesamte Region gefordert. Notwendig sei neben einem Waffenstillstand und der Stationierung einer internationalen Friedenstruppe auch die Beilegung der Grenzstreitigkeiten zwischen Israel, dem Libanon und Syrien, sagte er am Rande eines Besuches in der Dominikanischen Republik.

NEW YORK: Bei den Verhandlungen um eine Resolution des UN-Sicherheitsrates über den Libanon-Konflikt gibt es nach Angaben von Diplomaten Fortschritte, aber noch keinen Durchbruch. Noch nicht geklärt seien die Bedingungen für den Einsatz einer internationalen Truppe. UN-Generalsektretär Annan erörterte die geplante Resolution in einem Telefongespräch mit US-Präsident Bush.

HAVANNA: Kubas Gesundheitsminister Jose Ramon Balaguer hat Spekulationen zurückgewiesen, der erkrankte Staatschef Fidel Castro könne seine Amtsgeschäfte nicht mehr aufnehmen. Der Präsident werde sich bald erholen, sagte er. Wegen einer Darm-Operation hatte der 79-jährige Castro die Amtsgeschäfte zu Wochenbeginn vorübergehend an seinen Bruder Raul übergeben. US-Außenministerin Condoleezza Rice appellierte an die Kubaner, sich wegen möglicher politischer Unsicherheit in ihrer Heimat nicht nach Florida abzusetzen.

BUENOS AIRES: Drei Jahre nach Aufhebung der Amnestie-Gesetze in Argentinien ist ein Angeklagter wegen Verbrechen während der Zeit der Militärdiktatur in den siebziger und achtziger Jahren verurteilt worden. Der frühere Polizeioffizier wurde wegen Entführung einer oppositionellen Familie und der illegalen Adoption ihres Kindes schuldig gesprochen und erhielt 25 Jahre Haft.

TRINCOMALEE: In Sri Lanka haben die Regierungstruppen nach eigener Darstellung nahe der Hafenstadt im Nordosten des Landes einen Angriff tamilischer Rebellen zurückgeschlagen und dabei 35 von ihnen getötet. Die Aufständischen melden, sie hätten ihre seit Tagen andauernden Kämpfe um die Stadt Muttur inzwischen eingestellt und sich auf eigenes Gebiet zurückgezogen. Wie Hilfsorganisationen berichten, sind in der Stadt mehr als 20.000 Menschen ohne Versorgung eingeschlossen. Ein norwegischer Vermittler ist nach Angaben seiner Regierung zu Verhandlungen mit den aufständischen Tamilen auf die Halbinsel Jaffna im Norden des Landes gereist.

KIEW: Der neue Regierungschef der Ukraine, Viktor Janukowitsch, hat eine Wiederannäherung seines Landes an Russland angekündigt. Die Beziehungen zu Moskau hätten Vorrang, sagte Janukowitsch nach seiner Bestätigung durch das Parlament in Kiew. - Mit der Wahl des bisherigen Oppositionsführers Janukowitsch zum Ministerpräsidenten ist in der Ukraine eine viermonatige Regierungskrise zu Ende gegangen. Der 56-Jährige steht an der Spitze einer breiten Koalition, der auch die Partei des prowestlichen Staatspräsidenten Viktor Juschtschenko angehört.

ABUJA: Im Süden Nigerias sind drei philippinische Mitarbeiter einer US-Ölfirma von Bewaffneten entführt worden. Wer die Entführer seien und wohin die Philippiner verschleppt worden seien, sei nicht bekannt, hieß es seitens der Behörden. - Weiterhin jede Spur fehlt auch von einem am Donnerstag im Süden Nigerias entführten Deutschen. - Im Ölfördergebiet am Niger-Delta haben militante Gruppen schon häufig Ausländer als Geiseln genommen.

BERLIN: Spitzenkräfte aus dem Ausland sollen künftig einfacher nach Deutschland einwandern können. In der Koalition bestehe Konsens über eine Änderung des Zuwanderungsgesetzes, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums. Im Gespräch ist unter anderem die Absenkung des Mindesteinkommens, das Arbeitnehmer bei einer Zuwanderung nachweisen müssen. Es liegt bislang bei jährlich 84.000 Euro.

HALLE: Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar bezweifelt, dass die für die Abrechnung der Lkw-Maut erhobenen Daten bei der Verbrechensbekämpfung hilfreich sein können. Das System sei für Fahndungszwecke der Polizei nicht ausgelegt, sagte Schaar der 'Mitteldeutschen Zeitung'. - Das Bundesinnenministerium plant eine Änderung des Mautgesetzes mit dem Ziel, die erhobenen Daten der Polizei zur Aufklärung schwerer Straftaten zur Verfügung zu stellen.

SEOUL: Nordkorea hat nach Informationen aus dem benachbarten Süden trotz anfänglicher Ablehnung jetzt doch Auslandshilfe wegen der schwerwiegenden Schäden durch die jüngsten Überschwemmungen akzeptiert. So habe das staatliche Fernsehen in Pjöngjang über Lieferungen aus verschiedenen Teilen der Welt für mehrere Städte des Landes berichtet. Nach Angaben von Hilfsorganisationen sind bei den Unwettern im Juli mindestens 150 Menschen getötet und große Teile der Ernte zerstört worden.

PEKING: Der Taifun 'Prapiroon' hat im Süden Chinas mehr als 30 Menschen in den Tod gerissen. Mehrere Personen werden noch vermisst. Am stärksten betroffen ist die Provinz Guangdong. Hunderttausende Bewohner waren vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Inzwischen wurde 'Prapiroon' zu einem Tropensturm herabgestuft.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten kräftiger Regen, teils gewittrig. Im Westen und Süden Schauer und Gewitter, im Norden freundlich. Tagestemperaturen 20 bis 26 Grad Celsius.

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