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Nachrichten

Samstag, 4. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Angesichts der positiven Wirtschaftsentwicklung in Deutschland will die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 1,4 auf drei Prozent anheben. Dies berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Vertreter von CDU und CSU. Finanzminister Schäuble rechne zudem nur noch mit einer Nettokreditaufnahme des Bundes von weniger als 57,5 Milliarden Euro. Zuletzt war offiziell von 65 Milliarden Euro die Rede. Ferner erwartet die Regierung dem Bericht zufolge, dass die Arbeitslosenzahl bis zum Jahresende von derzeit knapp 3,2 auf drei Millionen zurückgehen wird.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel hat sich dafür ausgesprochen, im Öffentlichen Dienst die Zahl der Mitarbeiter mit Migrationshintergrund zu erhöhen. Es würde der Integration von Ausländern in die deutsche Gesellschaft sicher helfen, wenn es in Polizei, Jugendämtern und anderen Behörden mehr Migranten gäbe, sagte Merkel der "Bild am Sonntag". Zugleich warnte sie davor, Gewalt mit einer bestimmten Religion in Verbindung zu bringen. Dies führe in die Irre. Gewalt bei jungen Menschen sei oft ein Zeichen dafür, dass sie keine Perspektive für sich sähen. Hier müsse der Staat mit vielen Bildungsangeboten gegensteuern, so die CDU-Vorsitzende weiter. Allerdings müsse offen über die höhere Gewaltbereitschaft muslimischer Jugendlicher gesprochen werden dürfen, ohne dass der Verdacht der Fremdenfeindlichkeit aufkomme.

PARIS: In ganz Frankreich sind für diesen Samstag Demonstrationen gegen Fremdenfeindlichkeit geplant. In mehr als 130 Städten wollen Menschen auf die Straße gehen, um insbesondere gegen die umstrittene Abschiebepolitik der Regierung in Paris zu protestieren. Auf Betreiben von Präsident Sarkozy waren in den vergangenen Wochen in ganz Frankreich dutzende nicht genehmigte Roma-Siedlungen aufgelöst und hunderte Angehörige der Bevölkerungsgruppe abgeschoben worden. Seit Jahresbeginn wurden insgesamt rund 8.000 Roma nach Bulgarien und Rumänien zurückgeschickt.

ISLAMABAD: Einen Tag nach dem schweren Anschlag auf schiitische Gläubige in der pakistanischen Stadt Quetta ist die Zahl der Todesopfer auf 64 gestiegen. Insgesamt zehn schwer Verletzte starben nach Polizeiangaben in Krankenhäusern, weitere seien noch immer in kritischem Zustand. Ein Selbstmordattentäter hatte sich am Freitag bei einer schiitischen Solidaritätsdemonstration für die Palästinenser in die Luft gesprengt. Zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban. - Die schiitische Minderheit in Quetta rief zum Gedenken an die Anschlagsopfer zu einem Generalstreik in der Stadt auf. Alle Schulen blieben geschlossen.

WASHINGTON: US-Außenministerin Clinton hat eindringlich vor einem Scheitern der gerade begonnenen Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern gewarnt. Die Gespräche könnten für eine sehr lange Zeit die letzte Chance auf Frieden im Nahen Osten sein, sagte Clinton in einem gemeinsamen Interview des israelischen und palästinensischen Fernsehens. Sowohl Israel als auch die Palästinenser würden immer stärker von Terroristen bedroht, die vom Iran mit Waffen ausgestattet würden. Erschwert werden die Friedensgespräche zwischen Israels Regierungschef Netanjahu und Palästinenser-Präsident Abbas durch den innerpalästinensischen Konflikt zwischen Fatah und Hamas. Die radikale Hamas lehnt die Gespräche ab, und kündigte bereits an, diese mit Anschlägen zu torpedieren.

WELLINGTON: Ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,1 hat Teile Neuseelands erschüttert und große Schäden verursacht. Menschen kamen nicht ums Leben, einige wenige wurden verletzt. In der am stärksten betroffenen Stadt Christchurch auf der neuseeländischen Südinsel stürzten Gebäude ein, Straßen wurden beschädigt. Die Strom-, Gas- und Wasserversorgung brach zusammen. Es wird befürchtet, dass bei zu erwartenden weiteren Nachbeben schwer beschädigte Gebäude zusammenbrechen. Die Polizei berichtete von Plünderungen. Es wurde der Notstand ausgerufen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten meist heiter. Sonst neben kurzen freundlichen Abschnitten auch dichtere Wolken und einzelne Schauer. Höchsttemperaturen zwischen 14 und 22 Grad.

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