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Nachrichten

Samstag, 4. November 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

LIMASSOL: Verteidigungsminister Franz Josef Jung ist zu seinem Besuch der deutschen Soldaten des UN-Einsatzes Unifil auf der Fregatte 'Mecklenburg Vorpommern' eingetroffen. Nach seinen Gesprächen in Beirut und Tel Aviv informiert sich der Minister im Hafen von Limassol auf Zypern und auf offener See über die Arbeit der Libanon-Mission Unifil. Dabei hat die deutsche Marine die Führung übernommen. Jung sagte, die Regierungen des Libanon und Israels hätten den deutschen Einsatz gewürdigt. Sein israelischer Kollege Amir Perez habe ihm zugesichert, dass die Luftwaffe des Landes den UN-Marineverband vor der Küste des Libanon nicht mehr in geringer Höhe überfliegen werde. Solche Zwischenfälle hatten für Irritationen gesorgt. Der internationale Marine-Verband soll vor der Küste des Landes Waffenlieferungen an die radikal-islamische Hisbollah verhindern.

BISCHKEK: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat die kirgisische Führung aufgerufen, die innenpolitische Krise friedlich beizulegen. Dazu habe er Regierungschef Felix Kulow, Präsident Kurmanbek Bakijew und Außenminister Alikbek Dschenkschenkunow bei seinen Gesprächen mit ihnen heute gebeten, so Steinmeier. Kirgisien müsse seinen begonnenen Weg zur Demokratie und Rechtsstaatlichkeit weitergehen, durch den es sich den Respekt Europas erarbeitet habe. Die Opposition setzte derweil ihre am Donnerstag begonnenen Proteste fort. Sie fordert den Rücktritt des Präsidenten und des Regierungschefs, denen sie Korruption vorwirft. Die für Montag angesetzte Parlamentssitzung, bei der über eine neue Verfassung beraten werden soll, will die Opposition boykottieren.

LONDON: Deutschland und Großbritannien wollen gemeinsam ein neues Klimaschutz-Abkommen voranbringen. Der Klimawandel sei eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, sagte Kanzlerin Angela Merkel nach einem Gespräch mit Premier Tony Blair in London. Merkel erklärte, der Kampf gegen den Klimawandel gehöre zu den wichtigsten Fragen der bevorstehenden deutschen Präsidentschaften in der EU und in der Gruppe der führenden Industriestaaten, G-8. Blair kündigte an, sein Land werde Deutschland dabei unterstützen. Er sehe Chancen, dass im kommenden Jahr Fortschritte erzielt werden könnten. Das neue Abkommen soll das so genannte Kyoto-Protokoll ablösen, das im Jahr 2012 ausläuft. Die USA haben das Klimaschutz-Abkommen bisher nicht unterzeichnet.

PJÖNGJANG: Nordkorea hat sich gegen eine weitere Teilnahme Japans an den Sechs-Parteien-Gesprächen über das nordkoreanische Atomprogramm ausgesprochen. Da die USA an den Gesprächen teilnähmen, sei die Anwesenheit Japans in der Runde überflüssig, zitiert die offizielle Nachrichtenagentur KCNA einen Sprecher des Außeministeriums. Nordkorea hatte sich am Mittwoch grundsätzlich bereit erklärt, nach einem Jahr wieder an den Verhandlungstisch zurück zu kehren.

LA SPEZIA: Mehr als 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat ein italienisches Gericht einen ehemaligen Wehrmachtsoffizier in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht in La Spezia befand einen heute 87-Jährigen der Tötung von zehn italienischen Zivilisten im Jahre 1944 in der Region Emilia-Romagna für schuldig. Ob der Verurteilte die Strafe antreten muss, ist noch unklar. Ein deutsches Gericht muss darüber entscheiden, ob der Mordvorwurf auch nach deutschem Gesetz haltbar ist. Das Gericht in La Spezia hatte bereits mehrere deutsche Nazis wegen Verbrechen während des Zweiten Weltkriegs in Italien verurteilt.

BERLIN: Die Bundesregierung will die zu erwartenden Steuermehreinnahmen nutzen, um die Neuverschuldung zu reduzieren und um Bürger und Wirtschaft zu entlasten. Darauf verständigten sich Spitzenpolitiker von Union und SPD, nachdem die neue Steuerschätzung für 2006 und 2007 Mehreinnahmen für Bund, Länder und Gemeinden von insgesamt 39,5 Milliarden Euro ergeben hat. Nach Angaben von Finanzminister Peer Steinbrück soll die Neuverschuldung des Bundes im nächsten Jahr auf 19,6 Milliarden Euro gedrückt werden und damit auf den niedrigsten Stand seit 1990. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wird von 6,5 auf 4,2 Prozent gesenkt. Die Krankenkassen werden für die Kindermitversicherung 1,5 Milliarden Euro mehr erhalten als bislang geplant.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat sich dafür ausgesprochen, den Kündigungsschutz nach dänischem Vorbild einzuschränken. In Kombination mit einem höheren Arbeitslosengeld, das allerdings an schärfere Auflagen geknüpft sein müsse, könne ein solcher Umbau zu einer Belebung am Arbeitsmarkt führen, erklärte der CSU-Politiker in der Zeitung 'Welt am Sonntag'. In Dänemark sind nach Angaben des Blattes die Kündigungsfristen kurz. Dafür erhielten Arbeitslose aber bis zu vier Jahre maximal 90 Prozent ihres zuletzt erhaltenen Lohns, müssten allerdings jede zugewiesene Arbeit annehmen.

BERLIN: Die Chefs des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, Thomas Enders und Louis Gallois, haben Bundeskanzlerin Angela Merkel zugesagt, die Lasten bei der Sanierung der angeschlagenen Tochter Airbus fair auf die einzelnen Standorte zu verteilen. Dies gab die Bundesregierung nach einem Treffen Merkels mit den beiden Managern bekannt. Die Kanzlerin bekräftigte ihr Interesse, das deutsch-französische Gleichgewicht bei EADS zu erhalten.

ZUM SPORT: In der 1. Fußball-Bundesliga hat Bochum das 'Kellerduell' bei Hannover mit 2:0 gewonnen. Die Niedersachsen sind nun Tabellenletzter. -- Tennisprofi Thomas Hass steht im mit zwei Millionen Euro dotierten Turnier in Paris im Halbfinale. In der Runde der letzten Acht besiegte Haas den Russen Marat Safin in drei Sätzen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend bewölkt und trüb. Im Norden und Osten Regen, im Südwesten einige Auflockerungen. Tagestemperaturen vier bis 12 Grad Celsius.

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