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Nachrichten

Samstag, 4. März 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten vom Samstag.

ISLAMABAD: US-Präsident George W. Bush ist in Islamabad mit seinem pakistanischen Kollegen Pervez Musharraf zusammengekommen. Bei dem Treffen ging es vor allem um den Kampf gegen den Terrorismus sowie um die zwischen Indien und Pakistan umstrittene Kaschmir-Region. Musharraf gilt als enger Verbündeter der USA im Anti-Terror-Kampf.
In der pakistanischen Hauptstadt sind rund 4.000 Polizisten im Einsatz, um neue Demonstrationen zu unterbinden. Aus Protest gegen den Besuch von Bush waren in Pakistan in den vergangenen Tagen tausende Menschen auf die Straße gegangen. - Der US-Präsident hatte sich zuvor in Afghanistan und Indien aufgehalten. Bei gewalttätigen Anti-Bush-Demonstrationen in Indien waren am Freitag mindestens drei Menschen getötet worden.

WASHINGTON: Nach verlorenem Rechtsstreit hat das US-Verteidigungsministerium erstmals die Identität von Gefangenen des umstrittenen Lagers Guantanamo preisgegeben. Auf Anordnung eines Bundesrichters in New York wurden Namen und Nationalität von 317 Häftlingen veröffentlicht, die auf dem US-Militärstützpunkt auf Kuba festgehalten werden. Zu den anderen 200 Gefangenen machte das Pentagon keine Angaben. Amnesty International forderte die US-Regierung auf, die Identität aller Festgehaltenen preiszugeben. Die meisten Gefangenen waren nach den Anschlägen vom 11. September 2001 unter Terrorverdacht in Afghanistan und Pakistan festgenommen worden.

PEKING: China wird seinen Militärhaushalt auch in diesem Jahr wieder stark erhöhen. Nach Auskunft eines Regierungssprechers steigen die Ausgaben um 14,7 Prozent auf umgerechnet rund 29 Milliarden Euro. Das zusätzliche Geld werde für Sold, neue Ausrüstung und die gestiegenen Treibstoffkosten benötigt. Vor dem Hintergrund neuer Spannungen mit Taiwan steigt Chinas Verteidigungsetat damit wieder deutlich schneller als der restliche Staatshaushalt oder die gesamte Wirtschaftsleistung.

BAGDAD: Bei einem Bombenanschlag in einem südöstlichen Vorort von Bagdad sind mindestens sieben Menschen getötet und mehr als 20 verletzt worden. Nach Angaben der irakischen Polizei kam es zu der Detonation in einem Busbahnhof, mindestens drei Kleinbusse gingen in Flammen auf. Auch in der Nähe befindliche Einkaufsstände seien beschädigt worden.

BERLIN: Der Generaldelegierte der Palästinenser in Deutschland, Hael al-Fahum, hat sich für eine Anerkennung Israels durch sein Volk ausgesprochen. Zu einem solchen Schritt und damit auch zum Friedensprozess gebe es keine Alternative, sagte al-Fahum. Mit dieser Haltung grenzt er sich von der radikalen Hamas ab, die die
Parlamentswahl im Januar gewann.

CHEMNITZ: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vor einer weiteren Eskalation des Arbeitskampfes im öffentlichen Dienst gewarnt. Der Streik werde den Druck auf die Städte und Gemeinden deutlich erhöhen, noch mehr kommunale Aufgaben zu privatisieren, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Chemnitzer 'Freien Presse'. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus sprach sich für eine Arbeitszeit von 42 Stunden pro Woche für Angestellte im öffentlichen Dienst aus. Aus Sicht der neuen Bundesländer, wo schon immer 40 Stunden gearbeitet wurde, wirke das Festhalten an den 38,5 Stunden geradezu lächerlich, schrieb der CDU-Politiker in der 'Bild am Sonntag'.

BERLIN: In Deutschland ist eine Eilverordnung zum Schutz vor der Vogelgrippe in Kraft getreten. Rund um die Fundorte von infizierten Vögeln müssen Katzen künftig im Haus bleiben und Hunde an der Leine geführt werden. Zudem bleiben Geflügelbetriebe für Außenstehende gesperrt. Durch die Maßnahmen soll ein Übergreifen der Krankheit von Wildvögeln auf Nutzgeflügel verhindert werden. Betroffen sind gegenwärtig die Sperrbezirke in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Brandenburg und Bayern.

JAKARTA: In Indonesien ist erneut ein Mensch an der Vogelgrippe gestorben. In ersten Tests sei der Erreger bei einem dreijährigen Jungen auf der Insel Java festgestellt worden, teilten das Gesundheitsministerium in Jakarta mit. Sollte dieser Befund von der Weltgesundheitsorganisation bestätigt werden, würde sich die Zahl der an Vogelgrippe gestorbenen Menschen in Indonesien auf 21 erhöhen. - Auch in Südchina erlag ein Mann vermutlich der Krankheit. Nach Auskunft der Behörden hatte der 32-Jährige häufig Geflügelmärkte besucht. Die chinesische Regierung muss den Fall noch offiziell bestätigen.

SAN DIEGO: Wegen der Annahme von Bestechungsgeldern in Höhe von 2,4 Millionen Dollar ist ein früherer Abgeordneter des US-Kongresses zu acht Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Randy Cunningham wurde sofort nach der Urteilsverkündung im kalifornischen San Diego in Haft genommen. Der altgediente Abgeordnete der Republikaner hatte im November sein Mandat niedergelegt, nachdem er die Bestechung zugegeben hatte. Der 64-Jährige, ein hochdekorierter Vietnam-Veteran, hat von Rüstungsunternehmen unter anderem Bargeld, Antiquitäten, Reisen, eine Yacht und einen Rolls-Royce erhalten.

HAMBURG: Politiker von CDU, SPD und FDP wollen Bundestrainer Jürgen Kliensmann nach der Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Italien vor den Sportausschuss des Bundestages zitieren. Kliensmann solle dem Ausschuss erklären, welche Konzeption er habe und wie er Weltmeister werden wolle, sagte der CDU-Abgeordnete Norbert Barthle der 'Bild'-Zeitung. Der Bund sei schließlich der größte Sponsor der Weltmeisterschaft. Ähnlich äußerten sich der SPD-Sportpolitiker Reinhold Hemker und seine Kollegin von der FDP, Miriam Gruß. Die Zeit des Experimentierens sei vorbei.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Schnee am Alpenrand, ansonsten wechselhaftes Schauerwetter mit Schnee und Graupel. Höchsttemperaturen null bis plus fünf Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: minus 2 Grad, nach Schauer;
Berlin: minus 2 Grad, stark bewölkt;
Dresden: minus 2 Grad, etwas Schnee;
Köln/Bonn: minus 1 Grad, nach Schneefall;
Frankfurt am Main: minus 4 Grad, wolkig und
München: minus 1 Grad, Schneefall.

  • Datum 04.03.2006
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