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Nachrichten

Samstag, 4. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich nach eigenen Angaben beim bevorstehenden Gipfeltreffen der führenden Industriestaaten und Russlands in Italien für ein Ende der weltweiten Konjunkturprogramme einsetzen. Die staatlichen Ausgaben müssten nach dem Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise möglichst rasch wieder zurückgeführt werden, schreibt die Kanzlerin in einem Beitrag für den "Tagesspiegel am Sonntag". Viele der führenden Industrie- und Schwellenländer unterstützten diesen Ansatz. Deutschland, so Merkel, sei mit seiner im Grundgesetz festgelegten "Schuldenbremse" bereits vorangegangen.

BERLIN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück erwägt weitergehende Maßnahmen, sollte die Wirtschaft trotz der jetzt beschlossenen sogenannten "Bad Banks" nicht ausreichend mit Krediten versorgt werden. Dabei müsse über Maßnahmen nachgedacht werden, die es noch nicht gegeben habe, sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag". Über Zwangskredite, so Steinbrück, wolle er noch nicht spekulieren. Das billige Geld der Notenbanken steckten die Kreditinstitute zurzeit viel lieber in Devisen, Rentenpapiere oder Aktien statt es weiterzugeben, kritisierte er. Der Zugang mittelständischer Unternehmen zu Krediten hat sich in den vergangenen Wochen nach Umfragen deutlich verschlechtert. Mehr als die Hälfte klagt danach mittlerweile über mangelnde Liquidität.

WASHINGTON/ MOSKAU: Russland öffnet nach einem Pressebericht seinen Luftraum für US-Truppen- und Waffentransporte nach Afghanistan. Wie die "New York Times" unter Berufung auf amerikanische und russische Angaben in ihrer Internetausgabe berichtet, soll das Abkommen beim Russland-Besuch von US-Präsident Barack Obama Anfang der Woche bekanntgegeben werden. Die Vereinbarung habe für Obama Priorität, schrieb das Blatt. Bisher hatte Russland über sein Schienennetz nur waffenfreie Transporte für die US-Truppen in Afghanistan erlaubt. - Die US-Truppen führen derzeit eine Großoffensive gegen die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan.

SEOUL: Nordkorea hat erneut mehrere Kurzstreckenraketen getestet und damit zum Nationalfeiertag in den USA die Spannungen um sein Nuklearwaffen- und Raketenprogramm erhöht. Nach südkoreanischen Angaben handelte es sich um mindestens sechs Raketen. Sie hatten vermutlich eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern. Südkorea und Japan verurteilten die neuen Raketentests. Erst vor rund drei Wochen hatte der UN-Sicherheitsrat wegen eines Nukleartests weitere Sanktionen gegen Nordkorea verhängt.

NAYPYIDAW: Die Militärregierung in Birma hat auch bei einem zweiten Gespräch mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ein Treffen mit der inhaftierten Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi abgelehnt. Schon nach seiner ersten Unterredung mit Juntachef General Than Shwe in der Hauptstadt Naypyidaw hatte Ban erklärt, die Regierung habe eine Begegnung verweigert. Sie habe dabei auf den laufenden Prozess gegen Suu Kyi verwiesen. – Die Oppositionsführerin hat mehr als 13 der vergangenen 19 Jahre im Gefängnis oder unter Hausarrest verbracht. Derzeit steht sie wegen angeblicher Verstöße gegen Auflagen ihres Hausarrestes vor Gericht. Das Verfahren wurde unterdessen ohne Angaben von Gründen auf den 10. Juli verschoben.

TEGUCIGALPA: Nach dem Militärputsch in Honduras hat die Übergangsregierung den Austritt des Landes aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) erklärt. Honduras kündige seine Zustimmung zu der Charta des Staatenbündnisses mit sofortiger Wirkung auf, sagte Vizeaußenministerin Marta Lorena Alvarado bei einem gemeinsamen Fernsehauftritt mit Interimspräsident Roberto Micheletti. Die OAS hatte dem mittelamerikanischen Land mit dem Ausschluss gedroht, wenn der gestürzte Präsident Manuel Zelaya nicht wieder eingesetzt werden sollte. Das Oberste Gericht in Honduras lehnte dies ab.

WASILLA: Die frühere US-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin hat überraschend ihren baldigen Rücktritt als Gouverneurin von Alaska angekündigt. Sie werde sich künftig außerhalb der Regierung für einen "positiven Wandel" einsetzen, sagte die Republikanerin auf einer Pressekonferenz in ihrem Heimatort Wasilla. Mit dieser Aussage nährt Palin Spekulationen, dass sie für 2012 Ambitionen auf das Weiße Haus in Washington hat. - Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain hatte im letzten Wahlkampf die bis dahin außerhalb Alaskas weitgehend unbekannte Palin zu seiner Vizekandidatin gemacht. Die beiden Politiker unterlagen bei der Wahl im November dem heutigen US-Präsidenten Barack Obama und seinem Stellvertreter Joe Biden. - Neuer Gouverneur des US-Bundesstaats soll Palins bisheriger Stellvertreter Sean Parnell werden.

KHARTUM: In der westsudanesischen Krisenregion Darfur sind zwei ausländische Mitarbeiterinnen einer irischen Hilfsorganisation entführt worden. Eine Irin und eine aus Uganda stammende Frau seien aus dem Büro der Organisation Goal im Norden Darfurs verschleppt worden, teilte eine Sprecherin der Organisation mit. Hinweise auf die Täter und ihre Motive gebe es noch nicht. - Die Organisation Goal ist seit Anfang 2004 in Darfur und verteilt in der Krisenregion unter anderem Saatgut und baut Brunnen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Westlich vom Rhein und in Baden sowie im äußersten Osten heiter und meist trocken. Sonst immer wieder teils kräftige Schauer oder Gewitter, örtlich Starkregen mit Hagel. Höchstwerte 22 bis 29 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 20 Grad, dunstig;
Berlin: 22 Grad, fast wolkenlos;
Dresden: 20 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 19 Grad, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: 21 Grad, fast wolkenlos und
München: 18 Grad, stark bewölkt.

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