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Nachrichten

Samstag, 4. Febraur 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

MÜNCHEN: Deutschland will sich im Kampf gegen den internationalen Terrorismus auch über die Grenzen der NATO hinaus engagieren. Das kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Auftakt der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz an. Vor 300 internationalen Gästen sagte Merkel vor allem an die Adresse der USA, ihre Regierung sei bereit, vermehrt Verantwortung auch über das eigentliche Bündnisgebiet hinaus zu übernehmen. An der zweitägigen Konferenz nehmen 40 Außen- und Verteidigunsminister teil, darunter auch US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Auf der Agenda stehen neben der Zukunft der NATO auch aktuelle Themen wie die iranische Atompolitik und die Sicherheitslage in Israel nach dem Erfolg der radikalislamischen Hamas.

BERLIN: Nach dem Auslaufen des Ultimatums im Fall der beiden entführten Deutschen im Irak hat die Bundesregierung noch keine Nachricht über das Schicksal der Geiseln erhalten. Es habe keine neue Entwicklung gegeben, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Der Krisenstab werde an diesem Sonnabend das weitere Vorgehen beraten. Mit eindringlichen Appellen hatten sich Bundespräsident Horst Köhler und Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Freitag für die Freilassung der beiden Geiseln eingesetzt. Steinmeier räumte zugleich ein, dass die Bundesregierung noch keinen direkten Kontakt zu den Entführern herstellen konnte.

KAIRO: Ägyptische Rettungsteams suchen im Roten Meer weiter nach Überlebenden des schweren Fährunglücks vom Freitag. Bislang konnten nur etwa 340 der mehr als 1.400 Menschen an Bord gerettet werden. Fast 180 Ertrunkene wurden geborgen. Augenzeugen berichten, auf der Fähre habe es fast drei Stunden lang gebrannt, bevor sie sank. Außerdem sei sie überladen gewesen. Das aus Saudi Arabien kommende Schiff war am Freitag auf dem Weg nach Ägypten etwa 100 Kilometer südostlich des ägyptischen Badeorts Hurgada untergegangen.

MANILA: Bei einer Massenpanik auf einem Stadiongelände sind in einem Vorort der philippinischen Hauptstadt Manila fast 80 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 200 wurden verletzt. Augenzeugen berichteten, die Panik sei ausgebrochen, als ein Unbekannter in der Menschenmenge vor einer Bombe gewarnt habe. Anderen Angaben zufolge kam es zu einem Gedränge vor den Toren des Stadions, als die Verteilung von Tickets für eine populäre Fernsehshow begann. Zahlreiche Menschen hatten tagelang auf dem Stadiongelände ausgeharrt, um die TV-Karten zu bekommen.

NEW YORK: Als Reaktion auf den Sieg der radikal-islamischen Hamas bei der palästinensischen Parlamentswahl hat der Weltsicherheitsrat eine neue Nahost-Resolution verabschiedet. Darin fordern die 15 Ratsmitglieder, dass alle an der künftigen Palästinenser-Regierung beteiligten Gruppen ihre Waffen ablegen und den Staat Israel anerkennen. Zugleich erinnerte das UN-Gremium Israelis und Palästinenser an ihre Verpflichtungen, die sie im Rahmen des internationalen Nahost-Friedensplans eingegangen sind. So müsse der Ausbau jüdischer Siedlungen in den Palästinenser-Gebieten gestoppt werden. Die palästinensische Führung wurde nochmals aufgerufen, energischer gegen Extremisten vorzugehen.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die Moslems zur Versöhnung und Vergebung aufgerufen. Im Streit um die Karikaturen des Propheten Mohammed sei es wichtig, dass die dänische Zeitung sich entschuldigt habe. Diese hatte die Zeichnungen als erste veröffentlicht. Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana sagte, er bemühe sich in Gesprächen mit Führungspersönlichkeiten islamischer Länder und arabischer Regierungen, die Lage zu beruhigen. Gegenseitiger Dialog und Achtung seien wichtig. Die Proteste hielten auch am Samstag an. Militante Palästinenser griffen das deutsche Kulturzentrum und das Büro der EU-Kommission in Gaza an.

BERLIN: Führende SPD-Politiker haben Ausnahmen von der Rente mit 67 gefordert. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kurt Beck sagte, das Vorhaben müsse mit einer sozialen Komponente abgefedert werden. Für Dachdecker oder Nachtschwestern in der Notaufnahme beispielsweise sei es nicht möglich bis zum 67. Lebensjahr zu arbeiten. Thüringens SPD-Chef Christoph Matschie sagte, vorrangig sei, dass die Chancen älterer Menschen auf dem Arbeitsmarkt verbessert würden. Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch den Plänen von Arbeitsminister Franz Müntefering zugestimmt, das Renteneintrittsalter schon im Jahr 2029 auf 67 Jahre zu erhöhen.

MOSKAU: Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS hat die Station für einen rund sechsstündigen Außeneinsatz verlassen. Die beiden Astronauten Bill McArthur und Waleri Tokarew hatten unter anderem einen ausgedienten russischen Raumanzug ins All ausgesetzt, der zu einem Satelliten umfunktioniert worden war. Ausgestattet mit einem Radiosender soll der Anzug Textmitteilungen an Funkamateure auf der Erde senden. Für die beiden Astronauten war es bereits der zweite Außeneinsatz während ihrer Zeit auf der ISS. Ende März sollen sie von einem anderen Astronauten-Team abgelöst werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und im Süden heiter. Sonst bewölkt mit Regen oder Schnee. Temperaturen zwischen minus vier und plus fünf Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 0 Grad, Schneegriesel;
Berlin: 0 Grad, leichter Regen;
Dresden: minus 2 Grad, Schnee;
Köln: minus 2 Grad, dunstig;
Frankfurt am Main: minus 3 Grad, bedeckt und
München: minus 7 Grad, dunstig.

  • Datum 04.02.2006
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