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Nachrichten

Samstag, 4. August 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

KABUL: Das Schicksal des vor mehr als zwei Wochen in Afghanistan entführten Deutschen ist weiterhin ungewiss. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes teilte mit, der Krisenstab arbeite weiter mit Hochdruck an dem Fall. In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder Spekulationen über eine bevorstehende Freilassung des 62-jährigen Bauingenieurs gegeben. Die Entführer haben einen zweiten Gefangenen bereits erschossen. - Auch im Fall der 21 südkoreanischen Geiseln gibt es keine Fortschritte. Nach Agenturberichten verweigern die Kidnapper Ärzten weiterhin den Zugang zu ihren erkrankten Gefangenen. Die südkoreanische Regierung hatte zuvor einen Vorstoß gemacht, direkte Gespräche mit den radikal-islamischen Taliban aufzunehmen.

BERLIN: Im Tarifkonflikt mit den Lokführern hat Bahn-Chef Hartmut Mehdorn mit einer Schadenersatzklage und disziplinarischen Schritten gedroht. Schon jetzt gingen dem Unternehmen täglich Einnahmen in Millionenhöhe verloren, sagte Mehdorn dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Sollte bei einem Streik durch illegale Aktionen ein Schaden entstehen, so müsse dieser ersetzt werden. Lokführer hätten außerdem mit Disziplinarmaßnahmen zu rechnen, sollte durch ihre Aktionen die Sicherheit gefährdet werden. Die Gewerkschaft hatte in dem Tarifstreit ein neues Gesprächsangebot von Mehdorn ausgeschlagen. Am Montag will die Lokführer-Gewerkschaft die Ergebnisse einer Urabstimmung über den Streik bekanntgeben.

HAMBURG: Nach den Rentenreformen erhalten Neu-Ruheständler jetzt deutlich weniger Geld als früher. Die Deutsche Rentenversicherung Bund bestätigte einen Bericht der 'Bild'-Zeitung, wonach das Minus 2006 im Vergleich zum Jahr 2000 bis zu 14,5 Prozent betragen habe. Noch drastischer falle der Rückgang bei den so genannten Erwerbsminderungsrenten aus, berichtet das Blatt. Die Deutsche Rentenversicherung Bund erklärt die Abzüge mit den Reformen der vergangenen Jahre und Abschlägen bei frühzeitigem Renteneintritt, aber auch mit höherer Arbeitslosigkeit und gestiegenen Krankenkassen- und Pflegebeiträgen.

BERLIN: An den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Journalisten wegen Geheimnisverrats im Zusammenhang mit dem BND-Untersuchungsausschuss wird zunehmend Kritik laut. Nach den Journalistenverbänden äußerten auch die Verleger ihren Protest. Der Ehrenpräsident des Bundesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger, Alfred Neven DuMont, bezeichnete die Ermittlungen als grotesken Vorgang und rief Bundestagspräsident Norbert Lammert dazu auf, die ganze Aktion zu stoppen. Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft in Berlin bestätigt, dass sich die Ermittlungen nicht nur gegen 17 Journalisten richten, sondern auch gegen Abgeordnete des Bundestages.

PARIS: Die französische Staatsführung hat einen Zusammenhang zwischen der Rüstungsvereinbarung mit Libyen und der Freilassung der bulgarischen Krankenschwestern aus libyscher Haft zurückgewiesen. Die Verhandlungen des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS mit der Führung in Tripolis seien bereits lange Zeit vorher im Gang gewesen, sagte der Generalsekretär des Elysée-Palastes, Claude Guéant, in einem Zeitungsinterview. Ein Vertreter des EADS-Konzern teilte in einem Rundfunkinterview mit, über die Lieferung von Panzerabwehrraketen sei anderthalb Jahre verhandelt worden. In dieser Zeit habe es keine direkte Einmischung der französischen Regierung gegeben. Sowohl die oppositionellen Sozialisten als auch konservative Politiker in Frankreich verlangen, ein Untersuchungsausschuss solle klären, wie das Waffengeschäft zustande kam.

ISLAMABAD: Bei Kämpfen im Grenzgebiet zu Afghanistan sind mindestens vier pakistanische Soldaten und zehn Anhänger der radikalislamischen Taliban getötet worden. Nach Angaben der Armee hatten die militanten Extremisten zuvor Raketen auf mehrere Kontrollposten in Nord-Waziristan abgefeuert. Im dem Ort Parachinar wurden bei einem Autobombenanschlag auf eine Bushaltestelle mindestens vier Menschen getötet. Nach der Erstürmung der von Islamisten besetzten Roten Moschee in Islamabad Anfang Juli hatten militante Moslems zu Racheakten aufgerufen.

LONDON: Auf einem Bauernhof in der südenglischen Grafschaft Surrey ist die hoch ansteckende Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Die Behörden ordneten die Tötung der Viehbestände auf dem Hof an. Vorsorglich wurden Transporte von Rindern und Schweinen in Großbritannien untersagt. Premierminister Gordon Brown brach seinen Urlaub ab, um persönlich das Krisenkabinett zu leiten. Die EU-Kommission prüft, ob ein Exportverbot für britisches Fleisch verhängt werden muss. In Süddeutschland sind neue Fälle der auch für den Menschen gefährlichen Vogelgrippe aufgetreten. An einem See in der Nähe von München wurde das Virus vom Typ H5N1 bei verendeten Jungenten nachgewiesen. Um den See wurde eine Sperrzone errichtet.

HAMBURG: Die EU-Kommission hat die starken Preissteigerungen bei Milchprodukten in Deutschland kritisiert. Diese Entwicklung sei bei der allgemeinen Versorgungslage in der EU nicht gerechtfertigt, sagte Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel der Zeitung "Bild am Sonntag". Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber rief das Kartellamt zum Eingreifen auf. Bei Discountern und Supermärkten in ganz Deutschland sind Butter und andere Milchprodukte in der vergangenen Woche erheblich teurer geworden. Die Zentrale Marktstelle für Agrarerzeugnisse hatte für den Monat August einen Preisanstieg um bis zu 50 Prozent angekündigt.

WASHINGTON: Das US-Kongress hat 250 Millionen Dollar für den Wiederaufbau der eingestürzten Brücke in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota bereitgestellt. Mit der Bewilligung wurde die übliche Soforthilfe von 100 Millionen Dollar pro Bundesstaat erheblich übertroffen. Der Einsturz der Brücke über den Mississippi hat offenbar deutlich weniger Opfer gefordert als befürchtet. Bisher wurden fünf Tote geborgen. Die Zahl der Vermissten wurde von den Behörden von 30 auf acht korrigiert. An diesem Sonnabend wird US-Präsident George W. Bush am Unglücksort erwartet.

CAPE CANAVERAL: Die Raumsonde "Phoenix" ist planmäßig vom amerikanischen Weltraumzentrum in Florida zum Mars gestartet. Sie soll am 25. Mai 2008 nach einer 680 Millionen Kilometer langen Reise auf dem Roten Planeten aufsetzen. "Phoenix" soll klären helfen, ob es auf dem Nachbarplaneten der Erde Formen von Leben gab oder gibt. Bereits seit 1988 haben die USA und andere Länder 14 Missionen in Richtung Mars gestartet - die Hälfte davon schlug fehl. Die Kosten für die "Phoenix"-Mission belaufen sich auf 420 Millionen Dollar.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Ein Hochdruckgebiet bringt freundliches Sommerwetter nach ganz Deutschland. Die Höchstwerte liegen zwischen 24 und 29 Grad.

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