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Nachrichten

Samstag, 31.Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei


KABUL: Eine Woche vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Afghanistan hat der Herausforderer von Staatschef Hamid Karsai, Ex-Außenminister Abdullah Abdullah, mit einem Rückzug gedroht. Falls seine Forderungen nicht im Lauf des Samstags erfüllt würden, wolle er seinen Boykott der zweiten Wahlrunde bekannt geben, teilte ein Mitglied von Abdullahs Wahlkampfteam mit. Vor wenigen Tagen hatte Abdullah die Entlassung des Vorsitzenden der umstrittenen Wahlkommission gefordert, damit die für den 7. November geplante Stichwahl frei und fair verlaufe. Abdullah macht die Kommission sowie Teile der Kabinetts für massive Wahlfälschungen zugunsten von Amtsinhaber Karsai in der ersten Runde vom 20. August verantwortlich.

BRÜSSEL: Die EU-Staaten gehen ohne konkrete finanzielle Zusagen in die Weltklimakonferenz im Dezember in Kopenhagen. Auf ihrem Gipfel in Brüssel legten sich die 27 EU-Staats- und Regierungschefs auf Drängen Deutschlands und Frankreichs nicht auf eine konkrete Summe fest, mit der Klimaschutzmaßnahmen der Entwicklungsländer unterstützt werden sollen. In Brüssel hieß es lediglich, die EU werde sich mit einem angemessenen Teil an den dafür nötigen Milliarden-Summen beteiligen. - Bundeskanzlerin Angela Merkel dämpte zugleich die Erwartungen an die Klimakonferenz. Sie glaube nicht, dass es in Kopenhagen einen fertigen Vertrag geben werde, so die Kanzlerin. Die Teilnehmerstaaten strebten ein politisches Rahmenwerk an.

NEW YORK: Der Abrüstungsausschuss der UN-Vollversammlung hat mit überwältigender Mehrheit eine verstärkte Kontrolle des internationalen Waffenhandels gefordert. Auch die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland, die zu den größten Waffenhändlern gehören, stimmten dafür, eine Resolution zu erarbeiten, die ein globales Abkommen zur Regulierung von Waffengeschäften anstrebt. Einige Staaten wie China und Russland enthielten sich. Die Initiative sieht einen festen Zeitplan für Verhandlungen vor, die mit der Annahme der Resolution auf einer UN-Konferenz im Jahr 2012 enden sollen. MANILA: Der Taifun "Mirinae" ist über die Philippinen gezogen und hat im Osten und Süden des Inselstaates Überschwemmungen und Stromausfälle verursacht. Dutzende Häuser wurden an der Küste ins Meer gerissen. Mehr als 100.000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Laut Medienberichten kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Vielerorts wurden durch das Unwetter Bäume entwurzelt und Erdrutsche ausgelöst. Der Tropensturm erreichte eine Windgeschwindigkeit von rund 180 Kilometern pro Stunde. Er ist bereits der dritte Sturm, der die Philippinen in den vergangenen Wochen erreichte. In der Hauptstadt Manila stehen immer noch zahlreiche Straßen unter Wasser.

ISLAMABAD: Bei einem weiteren Anschlag auf die pakistanische Armee sind mindestens sieben Soldaten getötet und elf verletzt worden. Der Angriff im Bezirk Khyber in den an Afghanistan grenzenden Stammesgebieten sei mit einer ferngezündeten Bombe verübt worden, sagte ein Vertreter der örtlichen Behörden. Die Stammesgebiete im Nordwesten Pakistans sind eine Hochburg des Terrornetzwerks El Kaida und der radikalislamischen Taliban. In der Grenzstadt Peschawar waren am Mittwoch mindestens 118 Menschen durch einen Autobombenanschlag getötet worden.

ROM: Die italienische Polizei hat einen wichtigen Boss der neapolitanischen Mafia-Organisation Camorra festgenommen. Salvatore Russo sei bei einer frühmorgendlichen Razzia in einem Landhaus in der Nähe von Neapel gefasst worden, so die Polizei. Russo leitete in Neapel den nach ihm benannten Clan und wickelte vor allem in der Landwirtschaft seine kriminellen Geschäfte ab. Er war in Abwesenheit wegen Mordes und der Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation zu lebenslanger Haft verurteilt worden und stand auf der Liste der 30 meistgesuchten Verbrecher Italiens. PORT-AU-PRINCE: In Haiti ist Planungsminister Jean-Max Bellerive zum neuen Regierungschef ernannt worden. Präsident René Préval trug Bellerive auf, eine neue Regierung zu bilden. Seine offizielle Einsetzung solle so schnell wie möglich erfolgen, um kein politisches Vakuum entstehen zu lassen, hieß es. Zuvor war Regierungschefin Michèle Pierre-Louis vom Senat das Misstrauen ausgesprochen worden. BERLIN: Arbeitgeber und Gewerkschaften dringen weiter darauf, die krisenbedingten Sonderregeln zur Kurzarbeit zu verlängern. Die Probleme am Arbeitsmarkt seien nicht überwunden, sagte der Hauptgeschäftsfüher der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände, Reinhard Göhner, der Tageszeitung "Die Welt". Nach Ausbruch der Wirtschaftskrise im Herbst 2008 war die Dauer der Kurzarbeit von sechs auf 24 Monate verlängert worden. Diese Sonderregelung läuft Ende des Jahres aus. Die Bundesagentur für Arbeit zahlt den Betroffenen bis zu 67 Prozent des Lohnes, der wegen der Arbeitszeitverkürzung wegfällt.

BONN: In Deutschland sind drei weitere Menschen an Schweinegrippe gestorben. Damit gibt es bislang sechs Todesopfer der Infektionskrankheit. Zu den drei neuen Opfern gehört eine 48-Jährige Frau. Sie habe keine der bekannten Vorerkrankungen gehabt, die den schweren Krankheitsverlauf erklären würden, hieß es seitens der Uniklinik Bonn. Wo die Frau sich angesteckt habe, sei unklar.

MÜNCHEN: Die Wüstenstrom-Initiative Desertec, eines der weltweit größten Projekte für erneuerbare Energien, hat die Arbeit aufgenommen. Die zwölf beteiligten Unternehmen, unter ihnen RWE, Eon, Siemens und die Deutsche Bank und die Desertec-Stiftung gründeten in München die Planungsgesellschaft DII. - Ziel der Initiative ist es, in Nordafrika Anlagen zur Stromgewinnung aus Sonnen-und Windenergie zu bauen. Der Strom soll auch nach Europa transportiert werden.

Das Wetter: Viel Sonne:

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Auflösung von Nebel und Hochnebel viel Sonne. Die Höchsttemperaturen reichen von sechs bis 13 Grad Celsius.

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