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Nachrichten

Samstag, 31. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SINGAPUR: Die mangelnde Zusammenarbeit der birmanischen Militärjunta mit Hilfsorganisationen hat nach Angaben von US-Verteidigungsminister Robert Gates zehntausende Menschen das Leben gekostet. Bei einer regionalen Sicherheitskonferenz in Singapur sagte er, nicht nur die USA sondern auch viele andere Staaten seien daran gehindert worden zu helfen. Fast vier Wochen nach dem Durchzug des Zyklons 'Nargis' sind nach UN-Angaben erst 40 Prozent der 2,4 Millionen Bedürftigen versorgt worden. Allerdings würden UN-Helfern, anders als Helfern von anderen Organisationen, nun reibungslos Visa ausgestellt. Derweil forderte 'Human Rights Watch' die Militärs auf, die zwangsweise Rückführung der Opfer aus ihren Notunterkünften in ihre zerstörten Dörfer zu stoppen.

PEKING: In der süd-westchinesischen Erdbeben-Provinz Sichuan gehen die Bemühungen weiter, Überflutungen durch aufgestaute Flüsse zu verhindern. In Tangjiashan wollen Soldaten an diesem Samstag ein Loch in die Schlammmassen sprengen, um das zu einem riesigen See aufgestaute Wasser abfließen zu lassen. In der Stadt Youxian wurden die etwa 190.000 Bewohner aufgefordert, sich in höher gelegenen Gebieten in Sicherheit zu bringen. Insgesamt wurden mehr als 30 Flüsse durch Erdrutsche nach dem schweren Erdbeben vom 12. Mai aufgestaut. Die Umweltschutzbehörde der Provinz gab derweil an, man bemühe sich, einige - so wörtlich - radioaktive Quellen unschädlich zu machen. Die Regierung hatte kürzlich versichert, die Atomanlagen nahe dem Gebiet seien alle sicher.

NÜRNBERG: Die SPD beginnt zur Stunde auf einem Kongress mit Beratungen über ihren Kurs für die Bundestagswahl 2009. Rund 3.000 Delegierte haben sich auf dem Zukunftskonvent in Nürnberg versammelt. Angesichts schlechter Umfragewerte und interner Richtungskämpfe erhoffen sich die Sozialdemokraten davon Rückenwind. Im Mittelpunkt der ganztägigen Veranstaltung stehen eine Grundsatzrede des Parteivorsitzenden Kurt Beck und ein Grußwort der SPD-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten, Gesine Schwan.

MÜNCHEN: Die FDP hat mit ihrem zweitägigen Münchner Parteitag begonnen, bei dem die künftige Linie in der Steuerpolitik festgelegt werden soll. Den rund 650 Delegierten liegt ein Konzept des Bundesvorstandes vor, in dem ein dreistufiger Steuersatz von zehn, 25 und 35 Prozent vorgeschlagen wird. Ein Gegenantrag des nordrhein-westfälischen Landesverbandes propagiert Einkommensteuer-Sätze von zehn, 20 und 30 Prozent. Für Kontroversen dürfte auch die Forderung von Parteichef Guido Westerwelle sorgen, auf Energie künftig den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent zu erheben. Zunächst wollen die Liberalen aber über die Forschungspolitik beraten.

BERLIN: Vom Telekom-Abhörskandal könnten nach Informationen der "Berliner Zeitung" auch Bundestagsabgeordnete betroffen sein. Der SPD-Politiker, Rainer Wend, sagte dem Blatt, er habe oft mit Aufsichtsratsmitgliedern der Telekom telefoniert, die nun als Betroffene von Abhörmaßnahmen genannt würden. Wenn diese Telefonate abgehört wurden, werde er Strafantrag stellen, sagte Wend. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble forderte die deutschen Unternehmen auf, dem Datenschutz höhere Beachtung zu schenken. Die Bonner Staatsanwaltschaft verfolgt Hinweise, wonach im Auftrag der Telekom auch Bankdaten und Bewegungsprofile von Aufsichtsräten und Journalisten ausgekundschaftet worden sein sollen.

BONN: Nach Abschluss der zweiwöchigen UN-Artenschutzkonferenz in Bonn hat sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zufrieden geäußert. Ein weltweiter Aufbruch zum Schutz der biologischen Vielfalt sei gelungen. So habe man Maßnahmen im Kampf gegen Biopiraterie angeregt, nachdem fast 15 Jahre nicht über das Thema gesprochen worden sei. Auch beim Meeresschutz habe es Fortschritte gegeben. Teilnehmer aus 191 Staaten hatten am Freitag in Bonn zur Stärkung des Artenschutzes unterzeichnet. Umweltorganisationen reagierten indessen zurückhaltend und sprachen von "protokollarischen Forschritten". Sie kritisierten unter anderem, das Artensterben werde nicht gestoppt und das Thema Biosprit sei vertagt worden.

MADRID: Die Fischer auch in Spanien, Portugal und Italien streiken seit Freitag gegen die hohen Dieselpreise. Sie schlossen sich ihren französischen Kollegen an, die bereits vor zwei Wochen mit ihren Protesten begonnen hatten. Die Fischer verlangen von der EU einen Ausgleich für den teuren Diesel durch Erhöhung der Fischfangquoten. Die EU-Kommission signalisierte am Donnerstag Bereitschaft zur Flexibilität, lehnte eine Subventionierung der Kraftstoffpreise aber ab.

KABUL: Wegen der gestiegenen Gefahr von Anschlägen in der afghanischen Hauptstadt müssen von diesem Sommer an alle deutschen Diplomaten auf das Botschaftsgelände in Kabul ziehen. Damit solle die Sicherheit der Mitarbeiter gewährleistet werden, verlautete aus Sicherheitskreisen. Bisher leben viele der deutschen Diplomaten in Kabul noch außerhalb des Botschaftsgeländes in bewachten Häusern. Nun wurde neben der Botschafter-Residenz eigens ein mehrstöckiges Gebäude errichtet, das gegen Angriffe von außen geschützt ist.

TEGUCIGALPA: Bei der Bruchlandung eines Airbus auf dem internationalen Flughafen der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 64 der insgesamt 140 Insassen wurden verletzt. Der A320 der zentralamerikanischen Fluggesellschaft TACA war bei der Landung über die Landebahn hinausgeschossen und auf einer angrenzenden Straße mit mehreren Autos kollidiert. Die Unglückursache ist noch unklar.

STUTTGART: Gewitter mit heftigem Regen und Hagel haben in Teilen von Baden-Württemberg, Bayern und Hessen erheblichen Schaden verursacht. Polizei und Feuerwehr waren wegen überfluteter Keller, kleinerer Erdrutsche und umgestürzter Bäume im Dauereinsatz. Insgesamt wurden vier Menschen verletzt. Im bayrischen Bad Kissingen traf ein Baum ein fahrendes Auto. Beide Insassen erlitten Verletzungen. Wegen beschädigter Oberleitungen und umgestürzter Bäume war auch der Bahnverkehr beeinträchtigt. Mehrere ICE blieben stecken.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten kaum Wolken. Nach Süden und Westen hin stärkere Quellwolken mit Schauern oder Gewittern. Höchstwerte zwischen 19 und 33 Grad.

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