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Nachrichten

Samstag, 31. März 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

BREMEN: Die Europäische Union will demnächst wieder direkt mit der palästinensischen Einheitsregierung zusammenarbeiten - allerdings nur mit den Mitgliedern, die nicht der radikal-islamischen Hamas angehören. Das beschlossen die EU-Außenminister bei ihrem informellen Treffen in Bremen. Außerdem soll der Aufbau palästinensischer Institutionen wieder finanziell unterstützt werden. Seit der Bildung einer Alleinregierung der Hamas vor einem Jahr hatte sich die EU auf humanitäre Hilfe für die Bevölkerung beschränkt. Die Außenminister machten bei der Konferenz auch deutlich, dass sie derzeit gute Chancen für den Friedensprozess im Nahen Osten sehen. Es stimme zuversichtlich, dass Israel das jüngste Treffen der Arabischen Liga positiv bewertet habe, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.

AMMAN: Zum Auftakt ihrer dreitägigen Nahost-Reise ist Bundeskanzlerin Angela Merkel in Jordanien von König Abdullah II. empfangen worden. Der Monarch informierte Merkel in seiner Sommerresidenz in Akaba über die Ergebnisse des Gipfels der Arabischen Liga vom Donnerstag. Die arabischen Staaten hatten Israel auf Grundlage einer Initiative aus dem Jahr 2002 eine Anerkennung in Aussicht gestellt, wenn es sich aus den 1967 besetzten Gebieten zurückzieht und eine Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge zulässt. Die Bundesregierung begrüßt diesen Vorstoß. Merkel sagte, die Lage sei zwar schwierig, man müsse die Konfliktparteien aber zu weiteren Fortschritten im Friedensprozess ermutigen.

BERLIN: Mehr als eine Woche nach der Festnahme der 15 britischen Marinesoldaten im Iran hat die Bundesregierung vor einer weiteren Zuspitzung der Lage gewarnt. Außenminister Frank-Walter Steinmeier forderte nochmals die sofortige Freilassung der Seeleute. Wenn Teheran auch künftig zusammen mit Europa für Frieden und Stabilität im Nahen und Mittleren Osten arbeiten wolle, müsse es auch verantwortungsvoll handeln, anstatt zu provozieren. Die iranische Führung zieht nach Mitteilung ihres Botschafters in Russland, Gholam Resa Ansari, nach wie vor einen Prozess wegen Völkerrechtsverstößen gegen die Briten in Betracht. Juristische Schritte seien eingeleitet worden, sagte Ansari in Moskau. Die britische Regierung antwortete nach Angaben von Außenministerin Margaret Beckett auf ein Schreiben aus dem Iran. Näheres teilte sie nicht mit.

BAGDAD: Die Bomben-Anschläge im Irak nehmen kein Ende. Bei der Explosion mehrerer Sprengsätze wurden mindestens zehn Menschen getötet. Zudem gab es etliche Verletzte. Die Anschläge ereigneten sich unter anderem in Bagdad und in Hilla.

GUANTANAMO: Der erste Prozess gegen einen Häftling im US-Gefangenenlager Guantanamo ist mit einem überraschend milden Urteil zu Ende gegangen. Eine Militärkommission entschied, dass der Australier David Hicks noch eine Reststrafe von neun Monaten in seiner Heimat verbüßen muss. Zuvor hatte Hicks ein Geständnis abgelegt und den Vorwurf zurückgezogen, er sei in US-Gefangenschaft misshandelt worden. Der zum Islam konvertierte 31-Jährige war Ende 2001 in Afghanistan festgenommen worden. Dort hatte er nach eigenen Angaben an Lehrgängen der Terrororganisation El Kaida teilgenommen.

MOGADISCHU: In der somalischen Hauptstadt Mogadischu spitzt sich die Lage weiter zu. Truppen der Übergangsregierung und verbündete äthiopische Soldaten lieferten sich den dritten Tag in Folge heftige Gefechte mit islamistischen Milizen. Tausende Einwohner flohen vor dem schweren Artillerie- und Mörserbeschuss ins Umland. Nach Schätzungen von Ärzten und Helfern wurden bislang mehr als 250 Menschen getötet und hunderte verletzt. Viele Opfer sind Zivilisten. Das Internationale Rote Kreuz spricht von den heftigsten Gefechten in Mogadischu seit mehr als 15 Jahren.

MOSKAU: Bewacht von einem massiven Polizeiaufgebot haben russische Regierungskritiker in Moskau an mehreren Stellen demonstriert. Zu einer Kundgebung der Kommunisten auf dem Theaterplatz im Stadtzentrum kamen nach Angaben eines lokalen Radiosenders etwa 3.000 Menschen, um gegen soziale Ungerechtigkeit in Russland zu protestieren. Die Behörden sprachen dagegen von 1.500 Demonstranten. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben 5.000 Mann zur Sicherung der öffentlichen Ordnung ein.

BERLIN: Im Kampf gegen den Terrorismus will Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble angeblich die deutschen Sicherheitsgesetze verschärfen. Wie die Zeitung "Die Welt" und das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichten, sollen dem Bundeskriminalamt (BKA) künftig die Rasterfahndung sowie heimliche Online-Durchsuchungen von Computern erlaubt werden. Zudem sollen die Daten aus der Lkw-Maut zur Aufklärung schwerer Verbrechen genutzt werden können. Entsprechende Pläne hätten Unionspolitiker in einer Koalitionsrunde vorgelegt, heißt es in den Berichten.

BERLIN: Der Tarifkonflikt in der Bauwirtschaft ist beigelegt. Die rund 700.000 Beschäftigten erhalten 3,5 Prozent mehr Geld. Das teilten beide Seiten nach der vierten Gesprächsrunde in Berlin mit. Der neue Tarifvertrag soll ab dem 1. Mai gelten. Der Lohn der Auszubildenden steigt um 3,1 Prozent. Die Arbeitgeberseite sprach von einem tragfähigen Ergebnis. - Die Gewerkschaft hatte ursprünglich fünfeinhalb Prozent mehr Geld gefordert, die Arbeitgeber wollten maximal zwei Prozent zubilligen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nördlich der Mittelgebirge sonnig, sonst wechselnd bewölkt mit örtlichen Schauern. Höchsttemperaturen neun bis 18 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg : 12 Grad, leicht bewölkt

Berlin: 15 Grad, wolkenlos

Dresden: 14 Grad, leicht bewölkt

Köln/Bonn: 15 Grad, bewölkt

Frankfurt am Main: 12 Grad

wolkig und München: 6 Grad, bedeckt

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