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Nachrichten

Samstag, 31. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DUISBURG: In diesen Minuten beginnt die Trauerfeier für die 21 Todesopfer des Unglücks bei der Loveparade vor einer Woche. Gemeinsam mit den Angehörigen nehmen Bundespräsident Wulff und Kanzlerin Merkel an dem zentralen ökumenischen Gottesdienst in der Salvatorkirche teil. Die Zeremonie wird auf Großleinwänden in der Stadt gezeigt, und auch in das Stadion des Fußballvereins MSV Duisburg übertragen. Am Nachmittag wird ein Trauerzug zur Unglückstelle ziehen. -- Der umstrittene Duisburger Oberbürgermeister Sauerland nimmt aus Rücksicht auf die Angehörigen nicht an dem Gottesdienst teil.

WASHINGTON: Das US-Repräsentantenhaus hat als Konsequenz aus der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko schärfere Regeln für Tiefseebohrungen bei der Ölförderung beschlossen. Das Gesetz kann aber erst in Kraft treten, wenn der Senat zugestimmt hat. Vorgesehen sind strengere Sicherheitsstandards und die unbeschränkte Haftung von verantwortlichen Unternehmen. Außerdem soll die umstrittene Behörde für Rohstoffverwaltung aufgelöst werden, die wegen laxer Kontrollen bei der havarierten Bohrinsel "Deepwater Horizon" in die Kritik geraten war.

CARACAS: Der venezolanische Präsident Chavez hat Truppen an die Grenze zu Kolumbien entsandt. In einem Fernseh-Interview nannte er als Grund eine von Kolumbien ausgehende Kriegsbedrohung. Der seit langem schwelende Konflikt zwischen den beiden südamerikanischen Staaten hatte sich in den letzten Tagen zugespitzt, als Kolumbien Venezuela beschuldigte, Basen der linksgerichteten kolumbianischen FARC-Rebellen zu beherbergen. Danach hatte Chavez die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen. Auch Kolumbien verstärkt nach eigenen Angaben die Militärpräsenz in der Grenzregion.

ATHEN: Eine knappe Woche nach Streikbeginn der griechischen Tank- und Lastwagenbesitzer hat die Regierung das Militär für die Versorgung eingesetzt. Die Soldaten sollen Engpässe in Krankenhäusern, staatlichen Behörden, Elektrizitätswerken und anderen für die Wirtschaft wichtigen Bereichen ausgleichen. Die Marine soll die Belieferung von abgelegenen Inseln unterstützen. Das haben die zuständigen Minister am Freitagabend beschlossen. In der nordgriechischen Stadt Thessaloniki kam es am Abend zu Auseinandersetzungen zwischen streikenden Lastwagenbesitzern und der Polizei. Mindestens zwei Menschen wurden dabei verletzt.

GAZA: Bei israelischen Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen ist ein führendes Mitglied der radikal-islamischen Hamas getötet worden. Das berichtet die israelische Zeitung "Haaretz" unter Berufung auf palästinensische Angaben. Acht Palästineser seien verletzt worden. Israel reagierte mit den Luftangriffen auf einen Raketenbeschuss der Stadt Aschkelon.

BEIRUT: Bei einem Treffen in der libanesischen Hauptstadt haben sich Syrien, Saudi-Arabien und der Libanon um einen Schlussstrich unter die Machtkämpfe der vergangenen Jahre bemüht. Es war der erste Besuch des syrischen Präsidenten el Assad in Beirut nach den Vorwürfen, seine Regierung sei für das Attentat auf den ehemaligen Regierungschef Hariri im Jahre 2005 mitverantwortlich gewesen. Mit König Abdullah besuchte erstmals seit 1957 ein Staatsoberhaupt aus Saudi-Arabien das Land.

NEW YORK: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das Mandat der Friedenstruppen in der westsudanesischen Krisenregion Darfur um ein weiteres Jahr verlängert. Die 15 Mitglieder des Gremiums stimmten in New York einstimmig für die Verlängerung des Einsatzes, der gegenwärtig 17.000 Soldaten und 4.000 Polizisten von UN und Afrikanischer Union vereint. Gleichzeitig kritisierten die Ratsmitglieder, dass einige Rebellengruppen des Landes sich weiterhin dem politischen Friedensprozess verweigerten.

LOS ANGELES: Wegen eines Waldbrandes im US-Staat Kalifornien sind zum zweiten Mal hunderte Häuser vorübergehend evakuiert worden. Mehr als 1700 Feuerwehrleute kämpften mit Hubschraubern und Löschflugzeugen gegen die Flammen rund um die Kleinstadt Palmdale an. Bis zum Freitagabend konnte das Feuer aber nicht einmal zu einem Viertel eingedämmt werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten Schauer. Im übrigen Land wechselnd sonnig oder wolkig. Die Höchstwerte erreichen 21 bis 29 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 15 Grad, leicht bewölkt
Berlin: 16 Grad, wolkig
Dresden: 14 Grad, fast wolkenlos
Köln/Bonn: 17 Grad, wolkig
Frankfurt: 14 Grad, leicht bewölkt
München: 12 Grad, wolkenlos

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