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Nachrichten

Samstag, 31. Januar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Das Bundeskriminalamt und der Verfassungsschutz haben nach mehreren Terrordrohungen gegen Deutschland im Internet vor Anschlägen islamischer Extremisten im Vorfeld der Bundestagswahl gewarnt. Der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, sagte dem Magazin 'Focus', es gebe deutliche Parallelen zur Situation in Spanien 2004. In Madrid hatte es damals kurz vor der Parlamentswahl einen Terroranschlag mit fast 200 Toten gegeben. - Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm stufte im 'Hamburger Abendblatt' die Gefahr eines Terroranschlags in Deutschland als außerordentlich hoch ein.

BERLIN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat seine Pläne für die Enteignung von Aktionären schwer angeschlagener Banken wie der Hypo Real Estate vorangetrieben. Wie mehrere Medien berichten, sieht ein im Finanzministerium erarbeiteter Gesetzentwurf vor, dass eine Enteignung im Einzelfall zulässig sei, wenn dadurch die Stabilität des Finanzmarktes gesichert werden könne. - Mit dem angestrebten 'Gesetz zur weiteren Stabilisierung des Finanzmarkts' will Steinbrück den Berichten zufolge auch die Möglichkeiten erweitern, kriselnden Banken unter die Arme zu greifen. Unter anderem sollen die Garantiezusagen des Bankenrettungsfonds von bislang 36 auf 60 Monate verlängert werden.

DAVOS: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise vor nationalen Subventionen und Protektionismus gewarnt. Auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos sagte Merkel, sie sehe es mit gewissem Misstrauen, wenn die USA jetzt ihre Automobilindustrie subventionierten. Solche Phasen dürfen nicht lange andauern. Die Kanzlerin rief dazu auf, die Krise als Chance zur Schaffung weltweiter Regeln des Wirtschaftens zu nutzen und bekräftigte ihren Vorschlag, einen Weltwirtschaftsrat zu gründen.

PEKING/ WASHINGTON: Chinas Staatschef Hu Jintao hat sich in einem ersten Telefonat mit US-Präsident Barack Obama für "konstruktivere Beziehungen" zwischen Peking und Washington ausgesprochen, gleichzeitig aber vor Protektionismus im internationalen Handel gewarnt. Neben der globalen Finanzkrise und dem nordkoreanischen Atomprogramm habe vor allem das Rekorddefizit der USA im Handel mit China im Mittelpunkt gestanden, bestätigten beide Seiten. Obama habe - so sein Sprecher - deutlich gemacht, dass dieses Ungleichgewicht unbedingt korrigiert werden müsse. Dazu gehöre auch ein realistischer Wechselkurs des Yuan.

WASHINGTON: Die US-Republikaner haben nach ihrer Niederlage bei der Präsidentschafts- und Kongresswahl erstmals einen afroamerikanischen Politiker zum Parteichef gewählt. Der ehemalige Vizegouverneur des Bundesstaates Maryland, der 50jährige Michael Steele, löst den bisherigen Vorsitzenden Mike Duncan ab, einen Gefolgsmann des ausgeschiedenen Präsidenten George W. Bush.

LONDON: Der Sondergesandte des internationalen Nahost-Quartetts, Tony Blair, hat sich unter Bedingungen für eine Mitwirkung der radikalislamischen Hamas am Friedensprozess ausgesprochen. Es sei wichtig, die Hamas einzubinden, sagte der frühere britische Premierminister der Tageszeitung "Times". Die Organisation müsse aber bereit sein, bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Auch dürfe nicht jenen Palästinenern geschadet werden, die für einen moderaten Weg einträten. - Die USA und die EU lehnen Gespräche mit der Hamas strikt ab, die sie als Terrorgruppe einstufen.

BAGDAD: Begleitet von strengsten Sicherheitsvorkehrungen finden im Irak Regionalwahlen statt. Die erste derartige Abstimmung seit 2005 gilt als Test für die Stabilität des Landes und eine mögliche Festigung demokratischer Ansätze. Rund 15 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, 14 von 18 Provinzräten neu zu besetzen, die über die Ernennung örtlicher Polizeichefs und über die Verwendung staatlicher Gelder entscheiden.

DSCHIBUTI: Der als gemäßigt geltende Islamisten-Führer Scheich Scharif Achmed ist zum neuen Präsidenten Somalias gewählt worden. Der bisherige Präsident Abdullahi Jussuf Ahmed hatte im Dezember seinen Rücktritt erklärt, nachdem es einen Machtkampf mit Regierungschef Nur Hassan Hussein gegeben hatte. Die vom Westen unterstützte Regierung kontrolliert derzeit nur kleinere Teile der Hauptstadt Mogadischu, wo Soldaten der Afrikanischen Union patrouillieren. --- In Somalia herrscht seit 1991 Bürgerkrieg. Große Teile des Landes werden von radikalen Islamisten beherrscht.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den Durchbruch bei den Verhandlungen für eine Einheitsregierung in Simbabwe begrüßt. Ban lobte die Zustimmung von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai und seiner Bewegung für einen Demokratischen Wandel, eine Koalition mit Präsident Robert Mugabe zu bilden. Die künftige Regierung müsse nun rasch alle Maßnahmen ergreifen, um die Krise in Simbabwe zu überwinden, forderte Ban.--Die USA und Großbritannien zeigten sich skeptisch, ob die Einheits-Regierung tatsächlich wie angekündigt im Februar zustande kommen werde. Es habe bereits mehrfach solche Zusagen gegeben, die dann nicht eingehalten worden seien, hieß es von den Außenministerien beider Länder.

RANGUN: Der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari ist zu einer neuen Vermittlungsmission in Birma eingetroffen. Gambari wolle während seines viertägigen Besuchs den Dialog zwischen der Militärjunta und der Opposition unter Aung San Suu Kyi wieder aufleben lassen, teilten die Vereinten Nationen mit. Details des Programms blieben wie gewohnt zunächst unbekannt.

SYDNEY: Durch die anhaltende Hitzewelle im Süden Australiens sind nach Angaben der Behörden bislang fast 30 Menschen ums Leben gekommen. Durch die Hitze ausgelöste Wald- und Buschbrände verwüsteten bereits 6.500 Hektar Land. Nach Angaben von Meteorologen ist ein Ende der Hitzewelle nicht in Sicht, auch wenn die Temperaturen erstmals seit Tagen unter 40 Grad gesunken sind.

FUSSBALL: Der Hamburger SV hat das Spitzenspiel zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde gegen Meister Bayern München mit 1:0 gewonnen und die Tabellenführung übernommen. Aufsteiger Hoffenheim kann mit einem Sieg gegen Cottbus an diesem Samstag Platz Eins zurückerobern.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Süden neben Hochnebelfeldern heiter und überwiegend trocken. Im Osten und Nordosten viele Wolken und gebietsweise etwas Schnee. Tagestemperaturen zwischen minus ein und plus vier Grad Celsius.

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