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Nachrichten

Samstag, 30. September 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

BRASILIA: Im brasilianischen Amazonas-Gebiet wird ein Passagier-Flugzeug mit 155 Menschen an Bord vermisst. Angaben eines Bürgermeisters aus dem Mato Grosso, die Boeing-Maschine der Fluggesellschaft Gol sei abgestürzt, wurden von der Luftfahrtbehörde bislang nicht bestätigt. Die Suche nach dem Flugzeug blieb bis jetzt erfolglos. Sie soll mit Tagesanbruch fortgesetzt werden. - Das Flugzeug war auf dem Weg von Manaus über Brasilia nach Rio de Janeiro. Erste Meldungen, die Boeing sei in der Luft mit einem Kleinflugzeug kollidiert, wurden von den Behörden inzwischen zurückgezogen.

HANNOVER: Nach dem Transrapid-Unglück im Emsland gerät die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover zunehmend unter Druck. Nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" besaß der Werkstattwagen, gegen den die Magnetschwebebahn geprallt war, keine Betriebsgenehmigung. - Bei dem Unglück auf der Transrapid-Teststrecke waren am Freitag vergangener Woche 23 Menschen ums Leben gekommen.

KABUL: Ein Selbstmordattentäter hat vor dem Innenministerium in der afghanischen Hauptstadt mindestens zwölf Menschen mit in den Tod gerissen. Mehr als 40 Menschen hätten Verletzungen erlitten, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Der Täter habe sich vor dem Eingang des Ministeriums in die Luft gesprengt, inmitten von Regierungsangestellten, die zur Arbeit gehen wollten. Polizisten hätten vergeblich versucht, den Mann zu stoppen. - Nach Angaben der Agentur Reuters bekannten sich die radikal-islamischen Taliban in einem Telefonanruf zu der Tat.

HANOI: In Vietnam haben die Behörden angesichts des herannahenden Taifuns 'Xangsane' damit gegonnen, fast 200.000 Menschen aus gefährdeten Küstenregionen in Sicherheit zu bringen. Es wird erwartet, dass der Taifun an diesem Samstag auf das vietnamesische Festland prallt. Auf den Philippinen kamen durch 'Xangsane' nach neuen Angaben mehr als 60 Menschen ums Leben.

COLOMBO: Im Osten Sri Lankas haben Spezialeinheiten der Polizei nach offiziellen Angaben bei heftigen Gefechten zwölf Kämpfer der Tamilen-Rebellen getötet. Die Polizisten hätten einen Angriff der Rebellen auf ihren Stützpunkt zurückgeschlagen, teilte das Medienzentrum der Sicherheitskräfte mit. Eine Bestätigung dieser Angaben von unabhängiger Seite liegt nicht vor.

BAGDAD: Die irakische Regierung hat über die Hauptstadt Bagdad eine eintägige Ausgangssperre verhängt. Bis Sonntagmorgen dürften die Bürger ihre Wohnungen nicht verlassen, teilte ein Sprecher von Ministerpräsident Nuri al Maliki mit. Eine Begründung für die Maßnahme gab er nicht. - Amerikanische und irakische Truppen bemühen sich seit Wochen, Gewalt und Terror in Bagdad einzudämmen - bislang ohne großen Erfolg.

DUBAI: Die Nummer Zwei des Terrornetzwerks El Kaida, Ajman al-Sawahri hat sich erneut mit einer Videobotschaft zu Wort gemeldet. In dem im Internet veröffentlichten Band beschimpft der Stellvertreter von Terroristenchef Osama bin Laden Papst Benedikt XVI. wegen dessen Äußerungen zum Islam als Scharlatan. US-Präsident George W. Bush, so Sawahri weiter, sei ein Lügner, weil er Fortschritte im Kampf gegen den Terrorismus sehe. Tatsächlich sei El Kaida in den vergangenen dreieinhalb Jahren immer stärker geworden.

WASHINGTON: Der US-Senat hat zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung der Erweiterung des Zauns entlang der Grenze zu Mexiko um 1.000 Kilometer zugestimmt. Das Repräsentantenhaus in Washington hatte das Vorhaben schon vor zwei Wochen gebilligt. - Damit ist künftig ein Drittel der rund 10.000 Kilometer langen amerikanisch-mexikanischen Grenze durch einen Zaun gesichert. - Die illegale Einwanderung in die USA ist eines der zentralen Themen des derzeit laufenden Kongreß-Wahlkampfes.

BEIRUT: Die israelische Armee wird sich nach Angaben der UN-Friedenstruppe UNIFIL bis Sonntag vollständig aus dem Süden des Libanon zurückgezogen haben. Ein libanesischer Regierungssprecher teilte in Beirut mit, dies habe UNIFIL-Kommandeur Alain Pellegrini Ministerpräsident Fuad Siniora mitgeteilt. - Gemäß der UN-Resolution zur Beendigung des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah soll die libanesische Armee zusammen mit der UNIFIL-Truppe die Kontrolle im Südlibanon übernehmen.

TIFLIS: Die Regierung Georgiens hat im zugespitzten Konflikt mit Russland eine Ausweisung der unter Spionageverdacht stehenden russischen Offiziere in Aussicht gestellt. Ein solcher Schritt sei möglich, sagte Verteidigungsminister Irakli Okruaschwili im georgischen Fernsehen. - Zuvor hatte ein Gericht in Tiflis eine zweimonatige Untersuchungshaft für die vier russischen Offiziere angeordnet. Die Festnahme der Militärs am Mittwoch hatte eine ernste Krise zwischen Russland und Georgien ausgelöst.

MÜNCHEN: Nach dem Insolvenzantrag des Handyherstellers BenQ Mobile geht die Diskussion über die Hintergründe der Zahlungsunfähigkeit weiter. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Rüttgers forderte in einem Zeitungsinterview, die Firmen Siemens und BenQ müssten aufklären, ob die Insolvenz von langer Hand vorbereitet worden sei. Erst vor rund einem Jahr hatte der taiwanesische Konzern die Siemens-Handyproduktion mit 3.000 Beschäftigten in Deutschland übernommen.

BERLIN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück steht grundsätzlich hinter dem Vorstoß von Kanzlerin Angela Merkel, bei weiteren Steuermehreinnahmen den Zuschuss für die gesetzlichen Krankenkassen zu erhöhen. Jedoch sehe er dafür derzeit keinen Spielraum angesichts der Haushaltsrisiken und anstehender Mehrausgaben etwa für Bundeswehreinsätze, erklärte das Ministerium in Berlin. Ob es zusätzliche Spielräume gebe, werde sich erst zum Jahresende zeigen.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 30.09.2006
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  • Datum 30.09.2006
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