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Nachrichten

Samstag, 30. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Mitarbeiter des angeschlagenen Autobauers Opel können aufatmen: Die Bundesregierung unterstützt das Konzept des österreichisch-kanadischen Zulieferers Magna, der zusammen mit der russischen Sberbank einen Mehrheitsanteil an Opel übernehmen will. Das gab Finanzminister Peer Steinbrück nach einem Krisengipfel bekannt, der Samstagfrüh im Kanzleramt zu Ende ging. Damit ist der Weg frei für den dringend benötigten Überbrückungskredit an Opel und das lange umstrittene Treuhand-Modell. Der Autobauer soll damit aus dem General Motors-Verbund herausgelöst und nicht von einer Insolvenz des Mutterkonzerns mitgerissen werden. Magna will alle vier deutschen Opel-Standorte mit derzeit noch 25.000 Beschäftigten erhalten und laut Steinbrück kurzfristig benötigte Finanzmittel schon in der nächsten Woche bereitstellen.

DÜSSELDORF: Der ums Überleben kämpfende Handels- und Touristikkonzern Arcandor setzt die Gespräche mit der Regierung über eine mögliche Staatsbürgschaft in der kommenden Woche fort. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin sagte, eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden. Die Muttergesellschaft der Karstadt-Warenhäuser hat allein in Deutschland mehr als 50.000 Mitarbeiter. SPD-Chef Franz Müntefering plädierte für die Gewährung staatlicher Hilfen. Die Beschäftigten dürften nicht für die Fehler bestraft werden, die das Arcandor-Management gemacht habe. Dagegen argumentierte der hessische CDU-Regierungschef Roland Koch, das Unternehmen habe ein profitables Touristikgeschäft. Vermögenswerte der Eigentümer dürften nicht auf Kosten des Steuerzahlers geschont werden.

PJÖNGJANG: Nordkorea bereitet offenbar einen weiteren Raketentest vor. Nach Darstellung des südkoreanischen Verteidigungsministeriums werden im Nachbarland Vorbereitungen getroffen, um eine Langstreckenrakete mit einer Reichweite von mehr als 5000 Kilometern zu testen. Grundlage dieser Informationen sind Aufnahmen amerikanischer Spionagesatelliten. Demnach wird die Interkontinentalrakete derzeit für den Bahntransport von einer Rüstungsfabrik in der Nähe von Pjöngjang zum Startplatz Musudan-Ni im Nordwesten Nordkoreas präpariert. US-Verteidigungsminister Robert Gates bezeichnete das Atomprogramm des kommunistischen Landes als eine Gefahr für den Frieden in Asien. Deswegen würden die USA ein atomar gerüstetes Nordkorea nicht akzeptieren und die Verbündeten in der Region auch verteidigen, erklärte Gates auf einer Sicherheitskonferenz in Singapur.

BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat von Israel das Ende jeden Siedlungsbaus in den besetzten Palästinensergebieten verlangt. Der Neu- oder Ausbau von Siedlungen sei weder in Ost-Jerusalem noch im Westjordanland akzeptabel, sagte Steinmeier in Berlin. Darüber bestehe Einigkeit zwischen der Bundesregierung und den USA. Die neue Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt einen kompletten Baustopp jedoch ebenso ab wie ein klares Bekenntnis zu einer Zwei-Staaten-Lösung mit den Palästinensern.

WASHINGTON: Einer der von den USA meistgesuchten Terroristen ist nach Angaben der Bundespolizei FBI im Libanon untergetaucht. Der 73-jährige Abu Ibrahim halte sich vermutlich im nordlibanesischen Tripoli auf, teilte das FBI mit. Der Palästinenser gilt als Bombenexperte. Er soll vor allem in den 80er Jahren an zahlreichen Anschlägen auf amerikanische und israelische Ziele beteiligt gewesen sein. Das FBI fahndet bereits seit Jahrzehnten nach ihm.

TEHERAN: Im Iran sind zwei Tage nach dem Bombenanschlag auf eine Moschee drei Männer gehenkt worden. Sie sollen für das Attentat in der südostiranischen Stadt Zahedan verantwortlich sein, bei dem mehr als 20 Menschen getötet und rund 120 verletzt wurden. Die Hinrichtung war nach Meldungen der iranischen Nachrichtenagentur IRNA öffentlich und fand in der Nähe der Moschee statt.

BERLIN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat Erwartungen auf einen baldigen Schuldenabbau der öffentlichen Haushalte gedämpft. Der Kreditbedarf des Staates werde sich auch in den kommenden Jahren noch auf Rekordniveau bewegen, sagte der SPD-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". Erst im Jahr 2013 sei realistisch damit zu rechnen, die Kreditaufnahme wieder auf das Niveau von 2005 zu senken. - Zuvor hatte der Bundestag mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen, eine Schuldengrenze für die öffentlichen Haushalte im Grundgesetz festzuschreiben. Der Bund soll von 2016 an in wirtschaftlich normalen Zeiten nicht mehr als 0,35 Prozent des Bruttoinlandsproduktes Schulden machen. Die Länder sollen ab 2020 gar keine neuen Kredite mehr aufnehmen dürfen.

BERLIN: Der neue Bahnchef Rüdiger Grube plädiert für eine Befreiung seines Unternehmens von Treibstoff- und Mehrwertsteuer nach dem Vorbild der Fluggesellschaften. Die Bahn sei das umweltfreundlichste Verkehrssystem, werde aber erheblich benachteiligt, sagte Grube der "Bild am Sonntag". Er wolle sich dafür einsetzen, dass der Konzern genau so wie die anderen behandelt werde. Nach Grubes Worten könnte dann auch ein höherer Anteil des Güterverkehrs auf die Schiene verlagert werden.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat das Mandat der UN-Truppen in Zypern um weitere sechs Monate verlängert. Zugleich forderte das höchste UN-Gremium die Republik Zypern und die international nicht anerkannte Türkische Republik Nordzypern auf, die Verhandlungen zur Wiedervereinigung der Mittelmeerinsel zu "intensivieren". Zypern ist seit einer Invasion türkischer Truppen 1974 geteilt. Seit Mai 2004 gehört Zypern der Europäischen Union an, die Regierung in Nikosia kontrolliert jedoch nur den griechischen Süden der Insel.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat so genannten Hackern und anderen Computer-Kriminellen den Kampf angesagt. Er werde eine neue Behörde schaffen, die sich eigens mit Verbrechen im Internet befasse, kündigte Obama an. Die Bedrohungen aus dem virtuellen Raum stellten mit die größte wirtschaftliche und militärische Gefahr für die USA dar, warnte der Präsident.

LOS ANGELES: Der legendäre US-Musikproduzent Phil Spector ist wegen Mordes zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dieses Strafmaß legte ein Gericht in Los Angeles fest. Bereits im April hatte ein Geschworenengericht den 68-Jährigen, der durch seine Zusammenarbeit mit Pop-Größen wie den Beatles oder Ike und Tina Turner berühmt geworden war, wegen tödlicher Schüsse auf eine US-Schauspielerin im Jahre 2003 des Totschlages für schuldig befunden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und nach Norden hin meist heiter. Sonst wechselnd bewölkt und Schauer, im Osten teils auch Gewitter. Höchstwerte 15 bis 25 Grad.


Am Morgen meldeten:


Hamburg: 15 Grad, wolkig;

Berlin: 13 Grad, nach Regen;

Dresden: 9 Grad, etwas Regen;

Köln/Bonn: 15 Grad, wolkenlos;

Frankfurt am Main: 14 Grad, fast wolkenlos und

München: 11 Grad, wolkig.

Audio und Video zum Thema