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Nachrichten

Samstag, 30. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

LONDON: Nach dem Fund von zwei Autobomben im Zentrum der britischen Hauptstadt hat die Polizei die Fahndung nach den Drahtziehern intensiviert. In die Ermittlungen seien inzwischen auch die Behörden anderer Länder ei ngeschaltet worden, heißt es aus London. Die geplanten Anschläge ließen die Handschrift der Terror-Organisation El Kaida erkennen, sagten Sicherheitsexperten. An den beiden Fahrzeugen, in denen Sprengsätze aus Benzin, Gaskanistern und Nägeln deponiert waren, konnten zahlreiche Spuren gesichert werden. Ausgewertet wurden auch die Bilder von Überwachungskameras. Die Bomben, die am Freitag eher zufällig entdeckt und dann entschärft wurden, hätten bei einer Explosion hunderte Menschen töten können.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist in Berlin mit Kollegen aus fünf zentralasiatischen Staaten zusammengetroffen. Zum Abschluss der deutschen Ratspräsidentschaft will der Minister mit den Ressortchefs die neue Zentralasien-Strategie der Europäischen Union erörtern. Sie legt erstmals Leitlinien für ein stärkeres Engagement in der rohstoffreichen Region fest. Es handelt sich um die zweite derartige Zusammenkunft der EU mit Vertretern der Staaten Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Das erste Treffen hatte im März in der kaschischen Hauptstadt Astana stattgefunden.

DILI: Ohne nennenswerte Zwischenfälle ist in Osttimor ein neues Parlament gewählt worden. Erste Ergebnisse werden nicht vor Anfang nächster Woche erwartet. Nach Einschätzung politischer Beobachter könnte es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der bisherigen Regierungspartei Fretilin und der erst kürzlich von Ex-Präsident Xanana Gusmao gegründeten Partei 'Nationalkongress für den Wiederaufbau Osttimors' kommen. - Die frühere portugiesische Kolonie, die 2002 von Indonesien unabhängig wurde, ist einer der kleinsten und ärmsten Staaten der Welt.

PEKING: Nach ihrem Besuch in Nordkorea haben sich Experten der Vereinten Nationen zuversichtlich gezeigt, dass das kommunistische Land den umstrittenen Atomreaktor Yongbyon bald schließen wird. Einen genauen Zeitrahmen gebe es aber noch nicht, sagte Delegationsleiter Olli Heinonen in Peking. Er und sein Team hatten den Reaktor am Donnerstag inspiziert. In Verhandlungen mit den USA, Russland, China, Japan und Südkorea hatte sich die nordkoreanische Führung bereit erklärt, ihr Atomprogramm zu beenden. Im Gegenzug wurde dem verarmten Land wirtschaftliche und humanitäre Hilfe zugesagt.

BAGDAD: Die US-Truppen im Irak haben in einem Schiitenviertel der Hauptstadt Bagdad nach eigenen Angaben 26 Extremisten getötet. Etliche weitere Aufständische wurden bei dem Einsatz in Sadr City festgenommen. Die Extremisten hätten Verbindungen zu 'iranischen Terrornetzwerken' gehabt, teilte die US-Armee mit. Sie wirft den Aufständischen in Sadr City vor, Waffen aus dem Iran in den Irak zu schmuggeln.

BAGDAD: Das US-Militär hat zwei seiner Soldaten wegen vorsätzlichen Mordes an Irakern angeklagt. Den Soldaten wird vorgeworfen, südlich von Bagdad drei Iraker erschossen zu haben. Anschließend sollen sie neben die Leichen Waffen gelegt haben, um den Eindruck zu erwecken, dass ihre Opfer bei Kämpfen getötet wurden. Die beiden Angeklagten warten derzeit in einem amerikanischen Militärgefängnis in Kuwait auf ihren Prozess.

BERLIN: Der Bund will die Neuverschuldung rascher zurückfahren. Finanzminister Peer Steinbrück sagte, für das nächste Jahr seien neue Schulden von knapp 13 Milliarden Euro geplant. Das seien 40 Prozent weniger als die bisher veranschlagten 21,5 Milliarden Euro. Spätestens 2011 wolle der Bund ohne neue Schulden auskommen und einen ersten Überschuss erzielen, sagte der SPD-Politiker der "Berliner Zeitung". Dann könnte zumindest mit einem Teil dieses Überschusses begonnen werden, den Schuldenberg des Bundes von etwa 900 Milliarden Euro abzutragen. Steinbrück will seinen Haushaltsentwurf für 2008 am Mittwoch im Kabinett vorstellen.

HANNOVER: Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff setzt sich dafür ein, dass die große Koalition sich noch in diesem Jahr bei der Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen einigt. Diese wichtige Frage sollte nicht als Wahlkampfthema für 2009 verheizt werden, sagte Wulff der Nachrichtenagentur dpa. Der CDU-Politiker erwartet, dass die Koalition aus den Vorschlägen von SPD und Union ein einheitliches Konzept erstellt, damit der Vermögensaufbau der Arbeitnehmer rasch vorankommt. Die Union will mit Steueranreizen für eine stärkere Beteiligung von Arbeitnehmern an den Unternehmen sorgen. Dagegen setzt die SPD auf einen öffentlich verwalteten Deutschlandfonds.

KIEL: Nach dem Brand im Atomkraftwerk Krümmel wollen Experten an diesem Samstag zum zerstörten Transformator vordringen. Bisher hat die große Hitzeentwicklung die Sachverständigen davon abgehalten, die Brandstelle zu inspizieren. Die schweren Pannen in Krümmel und dem Atomkraftwerk Brunsbüttel haben die Debatte über die Nutzung der Kernkraft wieder angeheizt. Umweltschutzorganisationen forderten die Stilllegung der beiden betroffenen Atommeiler und einen schnellstmöglichen Atomausstieg in ganz Deutschland. - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel wies Forderungen der Stromkonzerne nach einem Aufweichen des Atomausstiegs zurück. Je länger ein Kraftwerk laufe, desto höher sei die Störanfälligkeit, sagte Gabriel.

BRÜSSEL: In der Europäischen Union ist die so genannte Roaming-Richtlinie in Kraft getreten, die Preisobergrenzen für Mobilfunkgespräche im EU-Ausland vorschreibt. Künftig gilt für solche Anrufe ein einheitlicher Höchstpreis von 49 Cent pro Minute plus Mehrwertsteuer. Die Mobilfunkanbieter müssen jedem ihrer Kunden bis Ende Juli ein entsprechendes Angebot vorlegen. In den kommenden Jahren sollen die Preise weiter sinken.

NEU DELHI: Heftige Monsun-Regenfälle haben den Verkehr in der indischen Wirtschaftsmetropole Bombay lahm gelegt. Straßen stehen unter Wasser, Zugverbindungen fielen aus und Flugreisende müssen mit Verspätungen rechnen. Im Osten Indiens flüchteten tausende Menschen vor einem tropischen Wirbelsturm, der sich vom Golf von Bengalen zum Festland bewegt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte wechselnd bewölkt mit Schauern, in der Südhälfte zeitweise sonnig. An der Nordsee 16 Grad, sonst 19 bis 24 Grad.

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