1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 3. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SAARBRÜCKEN: Mit einem ökumenischen Gottesdienst haben in der saarländischen Landeshauptstadt die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit begonnen. Dabei würdigten die beiden großen Kirchen den Mauerfall vor 20 Jahren als Zeichen für die Macht von Gewaltlosigkeit. An dem sich anschließenden Festakt nehmen auch Bundespräsident Horst Köhler und Kanzlerin Angela Merkel teil. Bereits seit Freitagmittag wird in der Saarbrücker Innenstadt ein Bürgerfest gefeiert, zu dem die Veranstalter insgesamt etwa eine halbe Million Besucher erwarten. - Wie bei den parallel stattfindenden Einheitsfeiern in Berlin sind auch die Behörden im Saarland nach Drohungen des Terrornetzwerks El Kaida gegen Deutschland in erhöhter Alarmbereitschaft.

BERLIN: Die muslimischen Gemeinden in Deutschland laden an diesem Samstag wieder zum "Tag der Offenen Moschee" ein. Mit Führungen, Diskussionsrunden, Ausstellungen und kulturellen Darbietungen wollen sie den Mitbürgern einen Einblick in das Gemeindeleben geben. Der Tag der Offenen Moschee wird traditionell am Tag der Deutschen Einheit veranstaltet. Im vergangenen Jahr kamen bundesweit rund 50.000 Besucher in die islamischen Gebetshäuser, etwa 2500 Moscheen standen offen.

OSNABRÜCK: Rund 100.000 Jungen und Mädchen in Deutschland sind nach Angaben des Deutschen Kinderschutzbundes nicht krankenversichert. Der Präsident des Bundes, Heinz Hilgers, forderte die künftige Bundesregierung daher auf, für jedes Kind in der Ausbildung eine zu versteuernde Grundsicherung von 500 Euro zur Verfügung zu stellen. Dies sei eine wirksame Maßnahme zur Bekämpfung der Kinderarmut. Der Paritätische Wohlfahrtsverband appellierte an Unionsparteien und FDP, unter anderem mit der Anhebung der Hartz-IV-Sätze auf 440 Euro für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Die deutsche Gesellschaft sei inzwischen so tief gespalten wie nie zuvor in der Geschichte, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Ulrich Schneider, zur Begründung.

DUBLIN: In Irland hat die Auszählung der Stimmen für das Referendum zum EU-Vertrag von Lissabon begonnen. In der Nacht hatten inoffizielle Prognosen bereits eine Zustimmung für das Reformwerk der Europäischen Union signalisiert. Ein offizielles Ergebnis wird aber erst am Nachmittag erwartet. Stimmberechtigt waren rund drei Millionen Iren. Die Bevölkerung des Landes hatte 2008 in einer ersten Volksabstimmung den EU-Reformvertrag abgelehnt und damit die EU in eine Krise gestürzt. Der Vertrag von Lissabon kann nur in Kraft treten, wenn er von allen 27 Mitgliedsstaaten ratifiziert wird. In Irland ist außerdem ein Referendum nötig. Vom irischen Votum hängt auch die noch ausstehende Ratifizierung des Reformvertrages in Tschechien und Polen ab.

JAKARTA: Mehr als zwei Tage nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra suchen Helfer weiter verzweifelt nach Überlebenden. Die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz gehen von bis zu 4.000 Vermissten aus. Viele von ihnen werden unter eingestürzten Gebäuden in der Stadt Padang vermutet. Bergungsteams beklagen, es fehle an Baggern und anderem schweren Gerät, um Trümmer wegzuräumen. Aus entlegenen Regionen fehlt noch ein Überblick über Opfer und Schäden. Dorthin sind die Helfer noch nicht vorgedrungen. Schlechtes Wetter erschwert die Bergungsarbeiten. Auch deutsche Hilfsorganisationen sind vor Ort.

ROM: Nach den schweren Unwettern auf Sizilien befürchtet der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi bis zu 50 Todesopfer. Er wolle in Kürze in die Hafenstadt Messina reisen, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen, sagte Berlusconi. Die Behörden auf Sizilien sprechen bislang von 18 Toten. Nach schweren Regenfällen hatten Schlamm-Massen Häuser und Straßen unter sich begraben.

RIO DE JANEIRO: Die Olympischen Sommerspiele 2016 werden in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro und damit erstmals in Südamerika ausgetragen. Dies entschied die Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Die Millionenstadt behauptete sich gegen die Mitbewerber Chicago, Madrid und Tokio. In Rio strömten zehntausende Menschen auf die Straßen, um die Entscheidung zu feiern. Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva sagte, mit der Entscheidung für Rio erkenne die Welt die wirtschaftlichen und sozialen Erfolge seines Landes an.--In Brasilien findet 2014 auch die Fußball-Weltmeisterschaft statt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Süden bis in die Mitte heiter und überwiegend trocken. Nördlich der Mittelgebirge zeitweise Regen, dabei stürmisch. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen 14 und 20 Grad.

Audio und Video zum Thema