1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Samstag, 3. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei ihrer überraschenden Reise nach Afghanistan über die Sicherheitslage im Land und über den Wiederaufbau informiert. Bei einem Besuch im Hauptquartier der Schutztruppe ISAF führte Merkel ausführliche Gespräche mit den Verantwortlichen. Anschließend traf sie mit Präsident Hamid Karsai zusammen. Dabei sicherte die Kanzlerin dem Präsidenten zu, sich für ein verstärktes deutsches Engagement bei der Polizeiausbildung in Afghanistan einzusetzen. Gemeinsam mit Karsai besichtigte Merkel eine Kabuler Schule, wo sie auch Gespräche mit Schülern führte. Auf dem Programm der Kanzlerin stehen zudem Besuche beim deutschen Einsatzkontingent und der Tornado-Staffel in Masar-i-Scharif. - Der Bundestag hatte erst Mitte Oktober das Bundeswehr-Mandat für die Afghanistan-Schutztruppe ISAF verlängert.

ISTANBUL: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist am Rande der Irak-Konferenz in Istanbul mit seiner US-Kollegin Condoleezza Rice zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen der Nahost-Friedensprozess und der drohende Konflikt im Nordirak. Steinmeier war gerade von einer Nahost-Reise zurückgekehrt, Rice will nach ihrem Besuch in Istanbul weiter nach Jerusalem und Ramallah reisen. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki sprach sich auf der Istanbuler Konferenz beim Kampf gegen Terrorismus und Rebellen der kurdischen Arbeiterpartei -PKK- für eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten aus. Es ist die zweite internationale Konferenz, die sich mit der Lage im vom Bürgerkrieg erschütterten Irak befasst. Bei dem Treffen geht es aber auch um die Drohung der Türkei, im Kampf gegen die verbotene PKK im Nordirak einzumarschieren.

TOKIO: US-Experten sollen am Montag mit der Stilllegung der nordkoreanischen Atomanlage Yongbyon beginnen. Das berichtete der US-Sondergesandte Christopher Hill in Tokio. Er hoffe, dass die Arbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen seien, so Hill weiter. Das US-Team ist bereits in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang eingetroffen. Nordkorea hat zugesagt, die Anlage bis Ende 2007 im Gegenzug für Energielieferungen und politische Zugeständnisse stillzulegen. Die Vereinbarung war bei den internationalen Sechs-Parteien-Gesprächen getroffen worden, an denen neben Nord- und Südkorea und den USA auch Russland, China und Japan beteiligt sind.

FRANKFURT AM MAIN: Im Bahn-Tarifkonflikt hat Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee eindringlich vor einer Verschärfung des Arbeitskampfes gewarnt. Ein Streik hätte gravierende Folgen für die Volkswirtschaft, sagte der SPD-Minister der ‚Frankfurter Rundschau'. Zugleich appellierte er an die Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL, doch noch eine Einigung zu suchen. Die GDL kündigte an, sie werde angesichts ihrer abgewiesenen Forderung nach einem „separaten Tarifvertrag“ in der kommenden Woche über weitere Streiks beraten. Das sächsische Landesarbeitsgericht in Chemnitz hatte am Freitag entschieden, dass eine Ausweitung des Arbeitskampfes auf den Fern- und Güterverkehr nicht unverhältnismäßig sei. Es hob damit ein Streikverbot aus erster Instanz auf.

WIESBADEN: Die dritte Konferenz der Initiative 'Partnerschaft mit Afrika' ist im hessischen Kloster Eberbach fortgesetzt worden. Unter dem Titel 'Herausforderungen des Wandels - Afrikanische und deutsche Antworten' beraten 45 Teilnehmer über die Folgen der Globalisierung. Zu ihnen gehören neben Bundespräsident Horst Köhler auch die Präsidenten von Mosambik, Botsuana, Nigeria und Benin, sowie der in Afrika und Schweden lebende Schriftsteller Henning Mankell. Köhler hatte die Initiative zu Beginn seiner Amtszeit gegründet.

N'DJAMENA: Die im Tschad unter dem Verdacht der Kindesentführung verhafteten 16 Europäer sind aus der Grenzstadt Abéché in die Hauptstadt N'djamena geflogen worden. Das berichtete der britische Rundfunksender BBC. Aus Furcht vor gewalttätigen Reaktionen der Bevölkerung seien die Europäer nach dem Freitagsgebet in Abéché heimlich mit einem Militärkonvoi zum Flughafen gebracht worden. In den vergangenen Tagen war es im Tschad wiederholt zu Demonstrationen und Angriffen auf Europäer gekommen. Die französische Hilfsorganisation 'Arche de Zoé' wollte 103 angebliche Waisenkinder, die aus der sudanesischen Krisenregion Darfur stammen sollten, nach Frankreich ausfliegen. Wahrscheinlich sind die meisten Kinder aber keine Waisen und kommen auch nicht aus Darfur.

BERLIN: Auf dem Gelände der früheren Hauptquartiere von SS und Geheimer Staatspolizei in Berlin haben die Bauarbeiten für das Dokumentationszentrum über den Terror der Nazis begonnen. Die bislang in einer Freilichtausstellung gezeigte 'Topographie des Terrors' soll dort ab 2010 in einem festen Ausstellungsgebäude gezeigt werden. Dem Bau war ein jahrelanger Streit vorausgegangen. Auf dem Gelände waren neben den Zentralen der SS und der Gestapo auch der Sicherheitsdienst und das Reichssicherheitshauptamt untergebracht. Dort wurden sowohl der Völkermord an den europäischen Juden als auch der Vernichtungskrieg Adolf Hitlers geplant.

MEXIKO-STADT: Nach einer Woche Dauerregen an der mexikanischen Golfküste sind mehrere hunderttausend Menschen auf der Flucht vor den Wassermassen. Der Bundesstaat Tabasco steht zu mindestens 80 Prozent unter Wasser. Staatspräsident Felipe Calderon sprach von einer der schlimmsten Naturkatastrophen in der jüngeren Geschichte Mexikos. In der überfluteten Hauptstadt Villahermosa warteten immer noch Menschen auf Dächern ihrer Häuser auf Rettung. Etwa 900.000 Menschen, das ist fast die Hälfte der Einwohner Tabascos, mussten ihre überfluteten Häuser verlassen. Auch aus dem südlich an Tabasco grenzenden Bundesstaat Chiapas wurde Hochwasser gemeldet. Dort sind mehr als 100.000 Menschen betroffen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Dichte Wolken oder neblig-trüb, zeitweise Regen oder Nieselregen. Höchstwerte zehn bis 15 Grad.

Audio und Video zum Thema