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Nachrichten

Samstag, 3. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

BERLIN: Der Airbus-Mutterkonzern EADS hat vor den Folgen eines Streiks gewarnt. Ein Arbeitskampf würde das angeschlagene Unternehmen empfindlich treffen und noch weiter zurückwerfen, sagte Vorstandschef Thomas Enders dem Magazin 'Focus'. Dies könne nicht im Sinne der Beschäftigten sein. Mit dem Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen -3.700 davon in Deutschland- will der Flugzeugbauer Airbus aus der Krise kommen, die durch Lieferschwierigkeiten bei seinem Großraumflugzeug A380 ausgelöst worden war. Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland setzen sich die Arbeitnehmer gegen die Streichungspläne zur Wehr. Ein europaweiter Aktionstag soll in etwa zwei Wochen erfolgen.

BERLIN: Die Regierungskoalition aus Union und SPD hat sich auf einen staatlich bezuschussten Kombilohn für junge Arbeitslose verständigt. Das Modell gilt für unter 25-Jährige, die länger als sechs Monate arbeitslos waren. Für solche Beschäftigten können Arbeitgeber künftig befristet für ein Jahr 50 Prozent des Bruttolohns erstattet bekommen. Auch für Langzeitarbeitslose soll es einen Zuschuss geben. In der strittigen Frage eines Mindestlohns haben Union und SPD noch keine Einigung erzielt.

WIESBADEN: Das umstrittene Raketenabwehrsystem der USA sollte nach Ansicht von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung im Rahmen der Nato entwickelt werden. Jung sagte nach einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Wiesbaden, die russischen Vorbehalte gegen das Raketenabwehrsystem könnten am besten im NATO-Russland-Rat ausgeräumt werden. Die USA planen, in Polen und Tschechien ein Abwehrsystem gegen ballistische Raketen zu installieren. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte diesen Plan jüngst auf der Sicherheitskonferenz in München als völlig überflüssig bezeichnet und die NATO vor einer Ausweitung ihrer Strukturen in Osteuropa gewarnt.

WASHINGTON: Der Deutsch-Libanese Khalid el-Masri hat im Streit um seine Entführung durch den US-Geheimdienst CIA eine weitere Niederlage hinnehmen müssen. Ein Berufungsgericht im US-Bundesstaat Virgina wies seine Schadensersatzklage ab und bestätigte damit die Entscheidung der Vorinstanz. Die Klage El-Masris dürfe nicht angenommen werden, da in einem Verfahren Staatsgeheimnisse preisgegeben werden müssten. Dies gefährde die Sicherheit der USA, urteilten die Richtrer in Richmond einstimmig. Die Anwälte El-Masris kündigten den Gang zum Obersten Bundesgericht an. - El-Masri war nach eigenen Angaben Anfang 2004 von Mazedonien nach Afghanistan verschleppt und dort verhört und misshandelt worden.

ISLAMABAD: Pakistan hat nach eigenen Angaben eine Kurzstreckenrakete getestet, die auch mit einem atomaren Sprengkopf bestückt werden kann. Der Test der Boden-Boden-Rakete vom Typ Hatf-II Abdali sei erfolgreich verlaufen, teilten die Streitkräfte mit. Nähere Einzelheiten sind nicht bekannt. Pakistan hatte erst am 23. Februar einen geglückten Start einer Langstreckenrakete gemeldet. Zwei Tage zuvor hatte die Regierung ein Abkommen mit Indien unterzeichnet, das die Risiken von Unfällen mit Atomwaffen verringern soll.

PEKING: Der neue US-Vizeaußenminister John Negroponte ist zu Gesprächen mit der chinesischen Führung in Peking eingetroffen. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen bilaterale Fragen sowie die
Atompolitik des Iran und Nordkoreas. Negroponte kam aus Tokio, wo er mit Regierungsvertretern ähnliche Probleme erörtert hatte. Vor dem Abflug sagte er, Nordkorea müsse noch substantielle Schritte beim Abbau seines Atomwaffenprogramms machen, bevor die USA das Land von der Liste der den Terrorismus unterstützenden Länder streichen und die Finanzsanktionen aufheben könnte. Aus dem US-Finanzministerium verlautete dagegen am Freitag, die Sanktionen könnten möglicherweise schon in der nächsten Woche gelockert werden.

KOPENHAGEN: In der dänischen Hauptstadt haben sich Demonstranten und die Polizei in der Nacht zum Samstag erneut heftige Straßenkämpfe geliefert. Nach Polizeiangaben wurden etwa hundert Personen festgenommen, darunter nach Augenzeugenberichten auch zahlreiche Deutsche. Grund für die Proteste ist die Räumung eines alternativen Jugendzentrums.

LISSABON: In der portugiesischen Hauptstadt haben fast 100.000 Menschen gegen die Wirtschaftsreformen der sozialistischen Regierung protestiert. Die Kritik richtete sich vor allem gegen die angekündigten Kosteneinsparungen bei Krankenhäusern und Schulen. Diese Pläne missachteten die Bedürfnisse der Menschen, warnte die Gewerkschaft CGTP. Die Kundgebung war eine der größten in der jüngeren Geschichte des Landes.

ZUM SPORT: Bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft im japanischen Sapporo hat Ronny Ackermann Gold im Einzel-Wettbewerb der Nordischen Kombination gewonnen. Nach zwei Sprüngen von der Normalschanze und dem 15-Kilometer-Langlauf verwies der 29-Jährige den Amerikaner Bill Demong und den Finnen Anssi Koivuranta auf die Medaillenplätze.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt und regnerisch. Nur an der Küste und in Nordbrandenburg bleibt es trocken. Temperaturen zwischen vier und 13 Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 03.03.2007
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  • Datum 03.03.2007
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