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Nachrichten

Samstag, 3. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag

ERFURT: Die Einsparungen durch die Aufdeckung von Betrug bei 'Hartz-IV'-Empfängern fallen voraussichtlich deutlich geringer aus, als von der Bundesregierung erwartet. Bislang seien 26 Millionen Euro an Leistungen zu Unrecht ausgezahlt worden und würden nun zurückgefordert, zitiert die 'Thüringer Allgemeine' die Agentur für Arbeit in Nürnberg. Etwa fünf Prozent der Langzeitarbeitslosen hätten in der Vergangenheit das Arbeitslosengeld II zu Unrecht neben weiteren, nicht angegebenen Einkünften erhalten. Zuletzt hatte der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, von dem sich die Regierung durch das Aufspüren von Nebeneinkünften und Vermögen jährlich Einsparungen von 500 Millionen Euro erhofft. - Trotz des Widerstandes der SPD dringen Unions-Ministerpräsidenten auf weitere Einschränkungen bei 'Hartz IV' und drohen mit einem Nein im Bundesrat.

MÜNCHEN: Im Tarifkonflikt der Ärzte wollen Marburger Bund und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder wieder Gespräche aufnehmen. Dazu werden als Vertreter der Arbeitgeber der niedersächsische CDU-Finanzminister Hartmut Möllring und der Chef der Gewerkschaft, Frank Ulrich Montgomery, nach Informationen der Deutschen Presseagentur am Dienstag zusammentreffen. Bayern will sich für einen ärztespezifischen Tarifvertrag auf Bundesebene einsetzen. Das teilte das bayerische Finanzministerium nach Verhandlungen mit der Ärztegewerkschaft in München mit. Bayern will den Uniklinik-Ärzten zum Tarifvertrag im öffentlichen Dienst eine Zulage zahlen.

HAMBURG: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor einer Dramatisierung fremdenfeindlicher Übergriffe in Deutschland gewarnt. Es gebe zwar einzelne ausländerfeindliche Übergriffe, die absolut zu kritisieren seien, räumte Merkel in der "Bild am Sonntag" ein. Daher müsse man auch wachsam bleiben. Die überwiegende Mehrheit in Deutschland sei aber ausländerfreundlich.

WASHINGTON: Das US-Militär hat neue Berichte über angebliche Gräueltaten amerikanischer Soldaten im Irak zurückgewiesen. Die Behauptung, US-Soldaten hätten im irakischen Ort Ischaki mehrere Zivilisten vorsätzlich getötet, sei 'absolut falsch', sagte ein Pentagon-Sprecher. Eine Untersuchung habe kein Fehlverhalten ergeben, der Fall müsse deshalb nicht neu aufgerollt werden. Am Freitag war ein Video aufgetaucht, auf dem getötete Erwachsene und Kinder zu sehen sind. Zeugen berichten in dem Video, US-Soldaten hätten in Ischaki elf Mitglieder einer Familie erschossen, weil sie deren Haus für einen Terroristen-Unterschlupf hielten.

TORONTO: Bei einem Anti-Terror-Einsatz sind in Kanada mindestens zehn Verdächtige festgenommen worden. An den Razzien im Raum Toronto seien 400 Polizisten und Mitarbeiter des Geheimdienstes beteiligt gewesen, berichtet die Nachrichtenagentur 'Canadien Press'. Angeblich sollen die Festgenommenen einen Sprengstoffanschlag geplant haben. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, sagte eine Polizei-Sprecherin.

BRÜSSEL: EU-Chefdiplomat Javier Solana hat den Iran davor gewarnt, das neue Angebot der UN-Vetomächte und Deutschlands zur Beilegung des Atomstreits abzulehnen. Dies wäre ein klarer Beweis, dass der Iran nicht Energie sondern Atomwaffen wolle, sagte Solana der Zeitung 'Die Welt'. Die USA zeigten sich davon überzeugt, dass die Führung in Teheran noch einlenken wird. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad lote mit seiner ersten negativen Reaktion Verhandlungspositionen aus, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. - Die USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland hatten dem Iran wirtschaftliche Vorteile in Aussicht gestellt, sollte das Land auf die Anreicherung von Uran verzichten.

NEW YORK: Ohne feste Finanzzusagen ist die Aids-Konferenz der Vereinten Nationen zu Ende gegangen. In der Abschlusserklärung der dreitägigen Konferenz heißt es lediglich, bis zum Jahr 2010 würden im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit jährlich bis zu 18 Milliarden Euro benötigt. In einem '53-Punkte-Programm' wird unter anderem gefordert, dass in fünf Jahren möglichst jeder HIV-Infizierte Zugriff auf Aids-Medikamente haben soll. Hilfsorganisationen kritsierten die nicht bindende Erklärung als verpasste Chance. - An der UN-Konferenz in New York hatten Vertreter aus mehr als 150 Staaten teilgenommen.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat eine Verstärkung der UN-Friedenstruppe in der Republik Elfenbeinküste um 1.500 Soldaten beschlossen. Die derzeit 6.000 UN-Soldaten seien nicht aussreichend, um die Spannungen zwischen dem von der Regierung gehaltenen Süden der Elfenbeinküste und dem von Rebellen kontrollierten Norden zu entschärfen, erklärte der Rat in New York. - Für Ende Oktober sind in dem afrikanischen Land Wahlen geplant.

PRAG: In Tschechien ist die Parlamentswahl in den zweiten Tag gegangen. Die Wahllokale haben noch bis zum frühen Samstagnachmittag geöffnet. Am Freitag hatten bereits 40 Prozent der acht Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das Ergebnis wird mit Spannung erwartet, da die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Jiri Paroubek und die konservative Bürgerpartei in jüngsten Umfragen etwa gleichauf lagen.

ZUM SPORT: Die Generalprobe der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft ist gelungen. Eine Woche vor Beginn des WM-Turniers gewann die Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Klinsmann gegen Kolumbien mit 3:0. Die Tore schossen vor 45.000 Zuschauern in Mönchengladbach Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger und Tim Borowski.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Dichte Wolken und noch ein wenig Regen, im Westen und Südwesten etwas freundlicher. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 13 und 19 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 11 Grad, regnerisch;
Berlin: 12 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 11 Grad, wolkig
Köln/Bonn: 9 Grad, stark bewölkt;
Frankfurt am Main: 11 Grad, leicht bewölkt und
München: 7 Grad, ebenfalls leicht bewölkt.