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Nachrichten

Samstag, 3. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

GAZA-STADT: Nach den heftigen Kämpfen der rivalisierenden Palästinensergruppen Fatah und Hamas in den vergangenen beiden Tagen herrscht im Gazastreifen gespannte Ruhe. Unter ägyptischer Vermittlung hatten beide Gruppen am Freitag zugesagt, ihre Kämpfer von den Straßen zurückzuziehen. Augenzeugen berichteten jedoch von vereinzelten Schießereien in der Nacht zu Samstag. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas und der im Exil lebende Hamas-Chef Chaled Meschaal wollen sich laut einem Sprecher von Abbas am Dienstag in Mekka treffen, um über eine Konfliktlösung zu beraten.

KAIRO: Zum Auftakt ihrer mehrtägigen Nahost-Reise wird Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Samstag in Ägypten erwartet. Die Kanzlerin will als EU-Ratspräsidentin die Chancen für eine Friedenslösung zwischen Israelis und Palästinensern ausloten. Weitere Themen sind die Regierungskrise im Libanon und das iranische Atomprogramm. Anschließend besucht die Kanzlerin Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait.

KABUL: Die afghanische Armee bereitet sich auf eine Rückeroberung der südlichen Stadt Musa Kala vor. Taliban-Rebellen hatten diese am Donnerstagabend eingenommen. Britische Soldaten hatten sich aus Musa Kala aufgrund einer im Oktober geschlossenen Vereinbarung mit Stammesältesten zurückgezogen. Die Taliban besetzten nach Augenzeugenberichten die Bezirksverwaltung und das Polizei-Hauptquartier und nahmen Geiseln. Inzwischen verstärkten sie in Erwartung eines Gegenangriffs der Armee ihre Positionen in der Stadt.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat an die Afrikanische Union appelliert, so schnell wie möglich die zugesagte Friedenstruppe nach Somalia zu schicken. Dann könnten sich die äthiopischen Truppen, die die Übergangsregierung im Dezember im Kampf gegen islamistische Rebellen unterstützt hatten, zurückziehen. Die Afrikanische Union hatte sich auf ihrem jüngsten Gipfel zwar grundsätzlich auf die Einsetzung einer 8.000 Mann-Friedenstruppe verständigt, kämpft aber mit Personalproblemen.

BERLIN: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon nach der Veröffentlichung des Weltklimaberichts zum Handeln aufgerufen. Der Zeitung 'Die Welt' sagte Gabriel, Ban solle einen Weltklimagipfel auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs einberufen. Der Klimawandel sei ein Menschheitsproblem, mit dem sich auch die Führer der Menschheit und nicht nur die Umweltminister und Experten auseinandersetzen müssten. Ban seinerseits rief alle Staaten weltweit auf, sich entschiedener gegen den Klimawandel einzusetzen. Der UN-Klimarat hatte gestern in seinem in Paris vorgestellten Bericht einen dramatischen Anstieg der Meeresspiegel, zunehmende Hitze und Naturkatastrophen bis 2100 vorausgesagt. Hauptgrund seien die von Menschen produzierten Treibhausgase.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen ausgesprochen. Auch angesichts des neuen UN-Klimaberichts sehe sie diese Diskussion nicht, sagte Merkel der 'Bild am Sonntag'. Viele Autobahnen seien mit Verkehrsleitsystemen ausgestattet oder auf Richtgeschwindigkeiten ausgerichtet. Das diene bereits dem Klimaschutz. Merkel hatte zuvor schon pauschale Abgasgrenzwerte für die Autoindustrie abgelehnt, wie sie etwa die Europäische Union fordert. Der Verband der deutschen Automobilindustrie wandte sich ebenfalls gegen einheitliche Schadstoff-Grenzwerte für alle Fahrzeug-Typen. Verbandspräsident Bernd Gottschalk kündigte zugleich aber Milliardeninvestitionen an, um den Ausstoß der Treibhausgase zu verringern.

MÜNCHEN: Die deutschen Werke des kriselnden Flugzeug-Konzerns Airbus sind nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins 'Focus' produktiver als die französischen Standorte. Bei einer unabhängigen Untersuchung seien etwa das Bremer und das Hamburger Airbus-Werk auf Spitzenplätzen gelandet, heißt es im 'Focus'. Die Studie diene als Grundlage für ein Sanierungsprogramm, durch das nach Befürchtung von Arbeitnehmern bis zu 8.000 Stellen in Deutschland bedroht sind. Weitere 8.000 Arbeitsplätze sollen bei Zulieferfirmen von Airbus gefährdet sein.

ROM: Der italienische Fußballverband hat bis auf weiteres alle Fußballspiele abgesagt. Grund sind schwere Krawalle vor, während und nach einem Spiel zweier italienischer Clubs auf Sizilien, bei denen es einen Toten gab. Der Präsident des Verbandes, Luca Pancalli, sagte, zunächst müsse mit Regierungschef Romano Prodi geklärt werden, welche Maßnahmen ergriffen werden könnten, damit so etwas in Zukunft nicht wieder passiere. Ein Treffen sei für Montag geplant. Ein Polizist wurde getötet, als ein Sprengsatz in sein Auto geworfen wurde. Rund 100 Menschen wurden verletzt. Die Polizei nahm neun verdächtige Krawallmacher fest.

PEKING: China hat seinen vierten Navigationssatelliten ins All transportiert. Die Rakete vom Typ 'Langer Marsch' setzte den Satelliten 14 Minuten nach dem Start aus. China hatte im Jahr 2000 mit einem eigenen Satelliten-Programm begonnen, um sich von den USA und Russland unabhängiger zu machen. Im kommenden Jahr soll das Satelliten-gestützte Navigationssystem funktionsfähig sein. Ziel ist die Steuerung des Verkehrs, die Überwachung des Wetters und die Kontrolle von Waldbränden, die Suche nach Ölfeldern und der Aufbau von Telekommunikationsverbindungen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils wolkig, teils heiter. Östlich von Fulda und Weser Regen möglich, im Südosten abklingender Regen oder Schnee. Höchstwerte fünf bis zehn Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 03.02.2007
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9nlc
  • Datum 03.02.2007
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