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Nachrichten

Samstag, 3. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KUNDUS: Die Bundeswehr hat im Norden Afghanistans während schwerer Kämpfe mit den Taliban am Freitag irrtümlich fünf afghanische Soldaten getötet. Das Einsatzführungskommando in Potsdam teilte mit, zwei zivile Fahrzeuge hätten sich auf eine Gruppe von Bundeswehrsoldaten zubewegt und nicht zur Überprüfung angehalten. Daraufhin sei aus einem deutschen Schützenpanzer das Feuer eröffnet worden. Ein Sprecher der Bundeswehr sagte, man bedauere den Vorfall und habe Untersuchungen eingeleitet. - Nur wenige Stunden zuvor waren bei den bislang schwersten Gefechten, in die die Bundeswehr in der Region Kundus verwickelt wurde, drei deutsche Soldaten getötet und acht verletzt worden.

WASHINGTON: Die USA haben jüngste Vorwürfe des afghanischen Präsidenten Karsai zurückgewiesen, wonach Ausländer für Manipulationen bei dessen umstrittener Wiederwahl im vorigen Jahr verantwortlich gewesen seien. Diese Behauptung sei grotesk und irritierend, verlautete gleichermaßen vom Außenministerium und vom Weißen Haus in Washington. Der bei der Wahl knapp bestätigte Karsai hatte vor allem den stellvertretenden UN-Missionschef in Afghanistan, Galbraith, und den Vorsitzenden der EU-Wahlkommission, Morillon, für Unregelmäßigkeiten verantwortlich gemacht. Gleichzeitig warf er dem Westen vor, die im September geplante Parlamentswahl stoppen zu wollen.

BAGDAD: Bewaffnete Männer in Armeeuniform haben 25 Bewohner eines Dorfs im Süden der irakischen Hauptstadt getötet. Die Angreifer hätten mehrere Häuser gestürmt und die 20 Männer und fünf Frauen erschossen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Bei den Opfern handelt es sich um Mitglieder einer mit dem US-Militär verbündeten sunnitischen Miliz, die gegen das Terrornetzwerk El Kaida kämpft.

BANGKOK: In der thailändischen Hauptstadt sind erneut zehntausende Regierungsgegner auf die Straße gegangen, um den sofortigen Rücktritt von Ministerpräsident Abhisit und Neuwahlen zu fordern. Damit setzten die sogenannten Rothemden ihre seit Wochen andauernden Massenproteste fort. Sie konzentrierten sich dieses Mal auf das Geschäfts- und Hotelviertel in Bangkok. Um Ausschreitungen zu verhindern, ist wieder ein Großaufgebot der Sicherheitskräfte im Einsatz. Vor einer Woche gab es erstmals Gespräche der Opposition mit der Regierung, die jedoch keine Annäherung brachten.

CARACAS: Russland will Venezuela bei der Planung eines Atomkraftwerks helfen. Das kündige der venezolanische Präsident Chavez nach einem Gespräch mit dem russischen Ministerpräsidenten Putin in Caracas an. Dieser sagte Chavez weitere russische Waffenlieferungen zu. Zudem wurde die Zusammenarbeit bei der Erschließung großer Ölvorkommen im Osten des südamerikanischen Landes vereinbart.

ROM: Mehrere tausend Pilger haben am Karfreitag in Rom gemeinsam mit Papst Benedikt XVI. den Kreuzweg gebetet. Mit der traditionellen Zeremonie gedachten sie dem Leiden und Sterben Jesu. An diesem Samstag werden die Feierlichkeiten mit der nächtlichen Osterwache im Petersdom fortgesetzt. Höhepunkt wird am Sonntag die Messe auf dem Petersplatz sein, bei der der Papst den Segen "Urbi et Orbi" erteilen wird. Die diesjährigen Osterfeiern sind überschattet vom Missbrauchsskandal in katholischen Einrichtungen. Der Papst ging in seinen Ansprachen bislang nicht direkt darauf ein.

FRANKFURT AM MAIN: Zum Auftakt der diesjährigen Ostermärsche haben mehrere tausend Friedensaktivisten in verschiedenen deutschen Städten für ein Ende des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan und gegen deutsche Rüstungsexporte demonstriert. Sie forderten außerdem, dass alle Atomwaffen abgeschafft werden. Die Ostermarschbewegung in Deutschland wird in diesem Jahr 50 Jahre alt.

LUDWIGSHAFEN: Altkanzler Helmut Kohl feiert heute seinen 80. Geburtstag. Politiker aus dem In- und Ausland würdigten seine Verdienste um die deutsche Einheit und die europäische Einigung. Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Merkel nannte ihn einen großen Staatsmann des 20. Jahrhunderts.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen wolkig und zeitweise Regen. Sonst meist trocken mit sonnigen Abschnitten. Höchstwerte zwischen neun Grad an der Saar und 16 Grad im Chiemgau.

Am Vormittag meldeten bei zumeist bewölktem Himmel:

Hamburg: 6 Grad;
Berlin: 4 Grad;
Dresden: 5 Grad;
Köln/Bonn, Frankfurt am Main und München: 8 Grad.

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