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Nachrichten

Samstag, 29. September 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Die CSU hat den bayerischen Innenminister Günther Beckstein zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008 gekürt. Auf dem Parteitag in München erhielt Beckstein in geheimer Abstimmung fast 97 Prozent der Stimmen. Bereits am 9. Oktober will ihn die CSU-Landtagsfraktion zum Nachfolger von Ministerpräsident Edmund Stoiber wählen. Vor der Nominierung Becksteins sorgte die Fürther Landrätin Gabriele Pauli für einen Eklat, in dem sie der CSU-Spitze Mobbing vorwarf. Die rund 1.000 Delegierten des Parteitags werden an diesem Samstag auch entscheiden, wer Stoiber als CSU-Chef ablöst. In einer Kampfabstimmung treten der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber, Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer und die Parteirebellin Pauli gegeneinander an. In seiner Abschiedsrede sicherte Stoiber seinen Nachfolgern Unterstützung zu. Wenn gewünscht, werde er ihnen Rat geben, sagte Stoiber.

RANGUN: Der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari ist in Birma eingetroffen, um zwischen der Militärführung des Landes und der pro-demokratischen Opposition zu vermitteln. Gambari flog vom Flughafen der Hafenmetropole Rangun direkt weiter in die 300 Kilometer weiter nördlich gelegene Stadt Naypyidaw, die von der Junta vor zwei Jahren zum Regierungssitz erklärt worden war. Nach tagelangen Protesten blieb es in Rangun erstmals ruhig. Im Stadtzentrum kam es lediglich zu kleineren Kundgebungen, die sogleich von den Sicherheitskräften aufgelöst wurden. Nach Augenzeugenberichten wurden die Menschen von Soldaten eingekreist und dann in Lastwagen an einen unbekannten Ort gebracht. Die Junta hatte die Präsenz ihrer Sicherheitskräfte nach den Massenprotesten der vergangenen Tage weiter verstärkt.

ISLAMABAD: In Pakistan haben hunderte Anwälte und Regierungskritiker gegen eine Wiederwahl von Militärmachthaber Pervez Musharraf zum Staatspräsidenten protestiert. Die Polizei setzte Tränengas und Knüppel ein, um die Gruppe daran zu hindern, zu den Büros der nationalen Wahlkommission zu gelangen. Die Polizisten wurden laut Beobachtern mit Steinen beworfen. Zahlreiche Demonstranten seien festgenommen worden. Am Vortag hatte das Verfassungsgericht entschieden, dass Musharraf am 6. Oktober zur Präsidentenwahl antreten darf. Es sei kein Hindernis, dass Musharraf zugleich Armeechef sei. Damit blieben mehrere Petitionen der Opposition erfolglos.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Militärbus sind in der afghanischen Hauptstadt Kabul nach offiziellen Angaben mindestens 30 Menschen getötet und ebenso viele verletzt worden. Die meisten der Opfer waren Angehörige des afghanischen Militärs auf dem Weg zur Arbeit im Verteidigungsministerium. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. In einer ersten Reaktion forderte Präsident Hamid Karsai die internationale Gemeinschaft auf, den Kampf gegen den Terrorismus "entschlossener als bisher" zu führen.

WASHINGTON: US-Präsident George Bush hat 25 Millionen Dollar zum Kauf von Schweröl für Nordkorea freigegeben. Die Hilfe ist Teil der Vereinbarung über die Einstellung des nordkoreanischen Atomprogramms, die im Rahmen der so genannten Sechs-Parteien-Gespräche getroffen wurde. Dabei hatte sich die Führung Nordkoreas zur Abschaltung der Atomanlagen in Yongbyon bereit erklärt. Mit dem jetzt bewilligten Geld soll die Lieferung von rund 50.000 Tonnen Schweröl an Nordkorea finanziert werden.

PEKING: Bei den Sechs-Parteien-Gesprächen über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms gibt es noch große Differenzen über die nächsten Schritte. Am dritten Tag der neuen Gesprächsrunde herrscht Skepsis, ob wie geplant bis Sonntag eine Vereinbarung erreicht werden kann. Strittig ist vor allem die Frage, wie weit die Atomeinrichtungen zunächst unbrauchbar gemacht werden sollen, bevor sie beseitigt werden können. Notwendig sei ein Konzept, dass es erschwert, Nuklearprogramme wieder anzufahren, sagte US-Unterhändler Christopher Hill. Im Gegenzug für massive Energiehilfen sowie einer Normalisierung seiner auswärtigen Beziehungen hatte sich Nordkorea grundsätzlich bereit erklärt, sein Atomwaffenprogramms zu beenden.

WASHINGTON: Die USA haben ihr geplantes Raketenabwehr-System, das in Polen und Tschechien installiert werden soll, nach Pentagon-Angaben erfolgreich getestet. Über dem Pazifik sei eine im Bundesstaat Alaska abgefeuerte Rakete planmäßig nach 17 Minuten Flug zerstört worden. Zuletzt war im Mai ein ähnlicher Test fehlgeschlagen, weil die Langstreckenrakete nicht hoch genug war und daher von der Abfangrakete als Ziel nicht erkannt wurde. Bis zum Jahr 2013 will die US-Regierung das System in Polen und Tschechien aufbauen, was von der russischen Regierung abgelehnt wird.

BERLIN: Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat vor negativen Auswirkungen eines Lokführer-Streiks auf die Konjunktur in Deutschland gewarnt. Ein Arbeitskampf könne verheerende Folgen für die Volkswirtschaft und den Aufschwung haben, sagte der SPD-Politiker dem Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel'. Zugleich appellierte Tiefensee abermals an die Deutsche Bahn und die Lokführer-Gewerkschaft GDL, ihren Tarifstreit beizulegen. Nach Presse- Informationen bereitet sich die Bahn mit einem Notfall-Dienstplan auf den drohenden Streik vor, der bereits Anfang kommender Woche beginnen könnte. Für streikwillige Beschäftigte sollen Lokführer einspringen, die nicht der GDL angehören oder Beamtenstatus haben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken, örtlich kräftiger Regen mit Überflutungsgefahr. Im Süden freundlicher. Höchstwerte im Dauerregen um 13, sonst 15 bis 20 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 14 Grad, Gewitter;
Berlin: 13 Grad, nach Regen;
Dresden: 15 Grad, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 13 Grad, leichter Regen;
Frankfurt am Main: 14 Grad, stark bewölkt
und München: 16 Grad, fast wolkenlos.

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